Die Forstbetriebsgemeinschaft “Vor der Heide“ Rockendorf stellt sich vor

 

Die Eckdaten unserer Forstbetriebsgemeinschaft:

Mitgliedsfläche:                     263 ha

Mitgliederzahl:                       39

Privatwald:                            209 ha

Kommunalwald:                     54 ha

Hauptbaumart:                       Kiefer

Vorstandsvorsitzender:          Daniel Schmutzler, Waldstr. 12, 07387 Krölpa,

Kontakt:                                 Tel. 015144554415

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Die Mitgliedsflächen der Forstbetriebsgemeinschaft “Vor der Heide“ Rockendorf befinden sich im westlichen Bereich des Forstamtes Neustadt/Orla, im Forstrevier Friedebach.

Die fachliche Betreuung der Mitglieder erfolgt im Rahmen von Beförsterungsverträgen durch Revierleiter Eckhardt Broska.

Junge bis mittelalte Kiefernbestände auf Buntsandsteinstandorten mit Jahresniederschlägen zwischen 500 und 600 mm kennzeichnen die Mitgliedsflächen der FBG.

208 ha sind meist kleinparzellierter Privatwald. Zwei Drittel der Mitglieder besitzen Gesamtwaldflächen unter 5 ha, oftmals zersplittert in mehrere kleine Parzellen.

Die Gemeinde Krölpa ist mit einer Waldfläche von 54 ha größtes Mitglied.

Die Gründung der Forstbetriebsgemeinschaft “Vor der Heide“ reicht zurück in die Zeit kurz nach der Wiedervereinigung. Mit der Rückübertragung der Waldflächen standen die Waldbesitzer und Revierleiter vor neuen und großen Herausforderungen. Die kleinparzellierten Eigentumsverhältnisse brachten eine Vielzahl von Problemen mit sich. Den Förstern standen plötzlich viele Waldbesitzer gegenüber, welche Rat und Hilfe suchten. Oftmals waren nur noch Nachkommen der Altbesitzer da, welche nicht wussten, wo die Flächen lagen und bisher nichts mit der Waldbewirtschaftung zu tun hatten. Viele Forstwege waren in einem schlechtem Zustand, die Eigentumsgrenzen der Flächen verwachsen, Grenzsteine entfernt oder zerstört. Es bestand zudem die dringende Notwendigkeit die einschichtigen Kiefernmonokulturen in mehrschichtige stabile Mischwaldbestände umzuwandeln. Diese Aufgaben waren für den einzelnen Waldbesitzer ohne Fachkenntnis und die nötige Mechanisierung nicht realisierbar. Schnell wurde klar, nur in Kooperation der Waldbesitzer, mit Hilfe der Revierleiter und der Forstverwaltung konnten diese Aufgaben bewältigt werden.

Im November 1992 schlossen sich 22 Waldbesitzer mit einer Waldfläche von 146 ha im Forstrevier Friedebach zur Forstbetriebsgemeinschaft “Vor der Heide“ Rockendorf zusammen. Josef Geißler wurde zum ersten Vorstandsvorsitzenden gewählt und die damalige Revierleiterin Erdmute Markert übernahm die ehrenamtliche Geschäftsführung der FBG.

Fördermittel vom Thüringer Ministerium für Land- und Forstwirtschaft bildeten die finanzielle Basis für die junge FBG.

Ziel der Gründung war und ist die gemeinsame Bewirtschaftung des Privat- und Kommunalwaldes im Rahmen der Nachhaltigkeit unter Wahrung der Eigentumsrechte des einzelnen Waldbesitzers.

Seit der Gründung konnten durch die Forstbetriebsgemeinschaft mehrere Waldwege im Revier Friedebach erneuert und instandgesetzt werden, Waldumbau- und Forstschutzmaßnahmen durchgeführt und die Folgen der Sturmkatastrophen Kyrill und Emma gemeinsam bewältigt werden. Für eine Vielzahl solcher waldbaulichen Maßnahmen konnten die Mitglieder finanzielle Zuschüsse vom Land Thüringen in Anspruch nehmen.

Hauptaufgabe der FBG ist die Vermarktung von Nutzholz ihrer Mitglieder zu marktüblichen Preisen. Jedes FBG-Mitglied soll die Möglichkeit besitzen, sein Holz unabhängig von der Liefermenge zu gleichen Preisen wie Großwaldbesitzer zu veräußern.

Die FBG bietet außerdem die Vorfinanzierung von Unternehmerleistungen beim Holzeinschlag an.

Der Vorstand der FBG “Vor der Heide“ wird auch in Zukunft bemüht sein, die schlechteren Ausgangsbedingungen der kleinen und mittleren Privatwaldbesitzer bei der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung zu verbessern. Die Nachteile geringer Flächengrößen und Besitzzersplitterung können nur durch gemeinsam organisierte forsttechnische Maßnahmen und die Bündelung der Holzliefermengen überwunden werden. Eine fachliche Betreuung durch das Gemeinschaftsforstamt, insbesondere die Revierleiter bildet dabei die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Arbeit jeder FBG.

Daniel Schmutzler

   

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