Pflanzen- und Wuchshüllenbestellungen bis
15.01.2012
Wer als FBG-mitglied wieder den Vorteil
der Pflanzensammelbestellung nutzen will, sollte bis spätestens 15. Januar
2012 seine Bestellung bei seinem zuständigen Revierförster abgeben. In die Sammelbestellung
sollen auch Wuchshüllen
einbezogen werden. Wünsche diesbezüglich sollten ebenfalls bis 15.1.2012 dem
Revierförster mitgeteilt werden. Nach wie vor gewähren die Forstbaumschulen Bremsnitz
und Birkenhügel für Direktabholer von
Pflanzen, bei vorlegen des Mitgliedsausweises, 25% Rabatt auf den
Listenpreis.
U.T.
Erfolgreicher 1. Tag des Holzes am Vorwerk
Seebach
Nicht nur der Sonnenschein bei dem
herrlichen Herbsttag am Sonntag den 24. Oktober trug zum guten Gelingen
des 1. Holztages am Vorwerk Seebach bei Wernburg bei. Ca. 15 Aussteller
und Firmen, die alle etwas mit dem Rohstoff Holz zu tun hatten, und zwei
interessante Vorträge trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei. Die ca. 300
Besucher bewiesen das starke Interesse der Bevölkerung an dem Thema
"Holz". Nicht zuletzt war es eine gute Werbung für den stofflichen und
energetischen Einsatz des wunderbaren Rohstoffes Holz und das nützt nicht
nur dem holzverarbeitenden Handwerk, sondern auch den Waldeigentümern, den
forstlichen Dienstleistern und dem Wald selbst.
Deshalb Lob und Anerkennung dem Organisator der Präsentation Herrn
Christian Seeliger aus Seebach.
U.T.
Forstwirtschaftliche Vereinigung stellt die
Weichen für die Zukunft
Die Änderung des Bundeswaldgesetzes
Juli 2010 bezüglich der Erlaubnis der Holzvermarktung durch
Forstwirtschaftliche Vereinigungen brachte für die bundesweite rasante
Entwicklung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse die entscheidenden
gesetzlichen Grundlagen. Damit war auch unsere Forstwirtschaftliche
Vereinigung endlich in der Lage, der Eigenvermarktung der FBG den
gewünschten und angestrebten Rahmen zur gemeinsamen Holzvermarktung zu
bieten.
Besonders dankbar sind die Mitglieds –
FBG der FBG Dürrbachgrund und ihrem Vorsitzenden Gerd Günther für große
Pionierarbeit bei der Entwicklung der Holzvermarktungskooperation . Ohne
diese Vorreiterrolle hätte die Kooperation der eigenständigen
Holzvermarktung noch nicht den derzeitigen Entwicklungsstand erreicht, auf
dem heute die Forstwirtschaftliche Vereinigung aufbauen kann.
Mit Beschluss der
Mitgliederversammlung der FWV am 29.09.2011 wird die Satzung um die
Aufgabe der Holzvermarktung für die Mitglieder erweitert. Das bedeutet
insbesondere, dass die FWV ab 01.01.2012 die Rahmenverträge für die FBG
mit den Holzkunden verhandelt und abschließt.
In zahlreichen sehr intensiven
Verhandlungen der Mitglieds- FBG und des Vorstandes der FWV wurde eine
Geschäfts- und Gebührenordnung angepasst auf die neuen Aufgaben erstellt.
Oberste Priorität war dabei immer, ein breites Dienstleistungsangebot zu
fairen Preisen zu bieten, die vor allem eine Mitgliedschaft in den FBG und
in der FWV als attraktives Angebot für Waldbesitzer gelten lässt.
Neben der Verhandlung von
Rahmenverträgen und damit der Bündelung der Holzmengen zu attraktiven
Verkaufsgrößen und damit günstigerer Preisfindungen gehören die
Verkaufsabwicklung, Sicherheitsleistungen, Abrechnungen zu den
umfangreichsten Angeboten der FWV. Selbstverständlich stehen dabei in
gewohnter und vertrauensgebender Weise die Revierleiter an der Seite der
FBG- Vorstände und der FWV. Ohne diese fachkundige Unterstützung der
Forstleute wäre auch der FWV- Vorstand unter Vorsitz von Prof. Dr.
Martin Heinze nicht in der Lage diesen gesamten Umfang der Holzbringung
bis zum Verkauf zu meistern. Ihm zur Seite steht neben dem Forstamt das
Team der Geschäftsstelle, Frau Karin Drewes und Frau Doreen Lang. Beide
bieten eine perfekte Dienstleistung für die FBG und die Waldbesitzer von
der Holzabrechnung, Abwicklung der Einschlagskosten, Gebührenberechnung
der einzelnen FBG, Überwachung der Zahlungseingänge und der
Sicherheitsleistungen, Mahnverfahren gegenüber säumigen Holzkunden,
Fördermittelanträge und – abrechnungen bis zur Pflanzenbestellung und
Beantwortung und Vermittlung von Anfragen.
Die FWV vereint heute 5
Forstbetriebsgemeinschaften, in denen über 700 Waldbesitzer mit einer
Gesamtwaldfläche von über 6000 ha organisiert sind. Die jährliche
Holzvermarktung beträgt 40000 fm aller Sortimente.
Roswitha Leber
Schneebruchaufarbeitung weitestgehend
abgeschlossen
Wie die Forstamtsleiterin Roswitha
Leber mitteilt, beträgt die gesamte Schadmenge durch den Schneebruch im
Amtsbereich ca. 50.000 fm. Das ist die Jahreseinschlagsmenge, die der
Schnee vorrangig in den jungen Kiefern- und Fichtenbeständen zu Boden
gedrückt hat.
Nach großen Anfangsschwierigkeiten,
denn viele Firmen sahen sich außerstande dieses Gewirr aufzuarbeiten,
wurden doch technologische Lösungen gefunden und die Aufarbeitung konnte
bis zum heuten Zeitpunkt zu 90 % abgeschlossen werden.
Der anfänglich gute Holzfluss kam im
Laufe des 2. und 3. Quartals ins Stocken, da die Holzindustrie bedingt
durch den Masseanfall vorrangig schwacher Sortimente an ihre
Kapazitätsgrenze kam. Die dadurch bedingte Verzögerung in der Holzabfuhr
und Holzvermessung bekamen auch die liefernden Waldbesitzer zu spüren.
Trotzdem konnten die guten Holzpreise
bisher bewahrt werden und der durch lange Holzlagerung bedingte
Qualitätsverlust wurde überwiegend durch die Holzindustrie getragen.
Derzeit kommt es zu einem Lieferstau
beim Sortiment Schichtholz, da ein Überangebot an Sägespänen und
Waldschichtholz besteht. Alle anderen Sortimente werden dringend von der
Industrie nachgefragt, insbesondere Nadelstammholz lang.
Roswitha Leber
Eschentriebsterben auf dem Vormarsch
Die typischen Erscheinungsbilder des
durch einen Kleinpilz verursachte sogenannte Eschentriebsterben sind
vertrocknete Blätter an den Trieben und ockergelbliche bis violettbraune
Verfärbungen an den Rinden der vertrockneten Triebe. Ursache könnten
Trockenheit, Frost, wechselnde Winterwitterung sein. Von den im
Forstamtsbereich Neustadt mit Esche bestockten Flächen sind bereits 1/3
deutlich geschädigt. Aber auch zahlreiche Eschen in den Ortschaften und an
Straßen zeigen deutliche Krankheitserscheinungen, die zum Absterben der
Bäume führen können. Es trifft nicht nur Alteschen, sondern auch in den
Kulturen und Forstbaumschulen sind die jungen Eschen deutlich betroffen.
Deshalb soll vorerst gänzlich auf die Pflanzung von Eschen verzichtet
werden, da ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht.
Roswitha
Leber
Schneebruchaufarbeitung im Revier Pößneck nahezu abgeschlossen
Durch den
starken Schneefall und das Nassschnee im Dezember 2010 sind viele
Schneebruchschäden entstanden. Besonders die Forstämter in Ostthüringen
(Schleiz, Weida, Paulinzella, Stadtroda und Neustadt) waren mit einer
Bruchmenge von nahezu 300.000 Fm betroffen.
Es sind
dabei unterschiedliche Arten von Schneebruchschäden aufgetreten. In
einigen Regionen sind Einzelbrüche und vor allem Kronenbrüche in der
Fichte zu verzeichnen und in anderen Gebieten sind eher die Flächenbrüche
und -würfe in den 20 – 40jährigen Kiefern- beständen auffällig.
Das Revier
Pößneck ist eines der kieferdominierten Reviere des Forstamtes Neustadt
und wurde vom Schneebruch besonders stark betroffen.
Bei den
Schneebruchflächen handelt es sich zu 80% um flächigen Schneebruch und –
wurf in den besagten 20 – 40jährigen Kieferbeständen und zu 20% um Einzel-
und Nesterbrüche, sowie Kronenbrüche in den Althölzern.
Im Februar
und März dieses Jahres hieß es erst einmal Wege freischneiden (soweit
möglich) und Flächen sichten. Woche für Woche mehrten sich die Anrufe der
betroffenen Waldbesitzer und somit die Anzahl der Schneebruchflächen. Eine
grobe Kalkulation und Schätzung ergab ca. 10.000 Fm Schadholz. Bei einigen
Waldbesitzern steht (nun) kein Stämmchen mehr.

(Foto: Küchler 02/11– Schneebruch,
vorher)
(Foto: Küchler 02/11 – Schneebruch,
vorher)
Es häuften
sich die großen Fragen:
-
Wie soll das alles aufgearbeitet werden?
-
Wer kann das aufarbeiten?
-
Was kostet mich die Aufarbeitung und was
bleibt am Ende, wenn überhaupt, übrig?
-
Wo fangen wir an?
-
Wie kommt man an die einzelnen Flächen
überhaupt heran?
-
Wann können wir mit der Abarbeitung rechnen?
-
Wie entwickelt sich die Holzmarktsituation?
Diese und
andere Fragen beschäftigten nicht nur die Waldbesitzer, sondern auch uns
Förster.
Im
kleinstrukturierten Privatwald, wie er vorrangig in Ostthüringen
vorzufinden ist, sind vor allem die Zusammenarbeit und Gespräche zwischen
den betroffenen Waldbesitzern und deren betroffenen oder auch nicht
betroffenen Waldgrundstücksnachbarn und dem zuständigen Revierförster sehr
wichtig und Grundvoraussetzung für die Beratung und die Vorgehensweise bei
der Organisation der Aufarbeitung. Denn es geht hierbei meist um die Frage
der Grenzen zwischen den einzelnen Waldgrundstücken (Flurstücken) und
deren Zugänglichkeit.
Es mussten
für den Einsatz der Forstmaschinen nicht selten neue Maschinenwege gebaut
oder vorhandene schmale, stark verwachsene Bewirtschaftungswege befahrbar
und nutzbar gemacht werden. Wobei dies nur durch das Miteinander und im
Einvernehmen mit allen beteiligten Waldbesitzern und Nachbarn möglich war
und ist.
Es handelte
sich bei den Schneebruchflächen leider nicht um ebenes, gut erschlossenes
und befahrbares Gelände. Nein ganz im Gegenteil, es mussten steile Hänge
und zum Teil vernässte Gründe überwunden werden, da eine Bearbeitung der
Flächen in den häufigsten Fällen nur von oben nach unten möglich war. Die
gebrochenen und geworfenen Bäume lagen mit den Kronen hangabwärts, was
durch den Dominoeffekt des vielen Schnees auf den Baumkronen und des
durchweichten, nicht gefrorenen Boden zu erklären ist.
Mit vielen
regionalen, als auch überregionalen Forstfirmen wurden die Flächen
besichtigt und begangen. Einige gaben nicht einmal ein Angebot ab, da
ihnen die Aufarbeitung als unmöglich erschien.
Letztendlich haben wir es dennoch geschafft gemeinsam mit unseren
ortsansässigen Forstunternehmern als auch mit Forstfirmen aus anderen
Bundesländern, sowie in guter Zusammenarbeit mit den
Forstbetriebsgemeinschaften und den Waldbesitzern einen Großteil der
Schneebruchflächen aufzuarbeiten.
Hier an
dieser Stelle sei im Namen aller Beteiligten und Betroffenen für die gute
und vertrauensvolle Kommunikation und Zusammenarbeit herzlich gedankt.
(Foto: Küchler 06/11 – Harvester bei der
Aufarbeitung)
(Foto: Küchler 07/11 – vor der Holzrückung)
Leider
konnten einige Flächen aber bis dato noch nicht bearbeitet werden. Hier
steht nach wie vor das Problem, dass entweder die Waldbesitzer „unbekannt“
sind, die Erschließung nicht vorhanden oder nicht ausreichend vorhanden
ist, die Forstfirmen mit der benötigten Technik noch nicht zur Verfügung
stehen oder die Befahrung nur bei kompletter Trockenheit oder starkem
Frost möglich ist. Daher müssen diese Flächen wohl noch etwas aufgeschoben
werden, bis die optimalen Bedingungen gegeben sind.
Auch nach
allen Bemühungen wird die komplette Aufarbeitung des Schneebruchs wohl
erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
Doch auch
für die Waldbesitzer, die bereits (glücklicherweise) mit der Aufarbeitung
auf ihren Grundstücken „fertig“ sind, ist die Arbeit noch lange nicht
getan. Wiederaufforstung lautet das neue Schlagwort.
Auch wenn
die Waldbesitzer nichts für ihre Kahlflächen können, da es sich um
Kalamitäten und nicht um einen selbst verursachten Kahlschlag handelt,
sind sie nach § 23 – Wiederaufforstung des Thüringer Waldgesetz dazu
verpflichtet, die entstanden Kahlflächen innerhalb von 3 Jahren wieder
aufzuforsten.

(Foto: Küchler 08/11 -
Aufarbeitung fertig, Wiederaufforstung?)
Und wieder
stellen sich viele Fragen:
-
Was kostet diese Wiederaufforstung?
-
Gibt es Fördermittel für die
Wiederaufforstung?
-
Welche Baumarten kommen überhaupt dafür in
Frage?
-
Wie bepflanze ich die Kahlflächen?
-
Wie werden die neuen Pflanzen vor
Begleitvegetation, Wildverbiss, etc. geschützt?
-
Wo bekomme ich die Pflanzen her?
Diese Fragen
und mehr heißt es u.a. in den nächsten Wochen und Monaten zu beantworten und
Hilfestellung für die Waldbesitzer zu geben. Die Forstbetriebsgemeinschaften
(FBG) sowie die zuständigen Revierleiter sind hier als eine der ersten
Anlaufpunkte für die Beratung zu nennen. Denn über die FBG können Mitglieder
über Sammelbestellungen Pflanzen und Zaunmaterial, sowie Material für
Einzelschutz bestellen.
Über die
Fördermöglichkeiten und die richtige Wahl der Baumarten beraten die
zuständigen Revierförster gern vor Ort.
Ebenfalls ist
es wichtig und notwendig das Gespräch mit den jeweiligen Jagdpächtern zu
suchen. Die verstärkte und intensive Bejagung des verbeißenden
Schalenwildes, wie Reh-, Dam- und Muffelwild, ist Vorraussetzung für die
Wiederbewaldung der entstandenen Kahlflächen, im Hinblick auf natürliche
Verjüngung. Sie ist als Ergänzung zur Wiederaufforstung nicht nur sehr
wichtig und wünschenswert, sondern für die Waldbesitzer auch kostenlos.
Tina Küchler
Revierförsterin im Revier Pößneck
Sammelbestellung Winterverbissmittel
Revierleiter Jens Engler beabsichtigt
für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften eine Sammelbestellung von
Winterverbissmittel ("Certosan" o.ä.) zu organisieren. Interessierte
Waldbesitzer geben bitte bis 31. Juli 2011 ihre formlose schriftliche
Bestellung bei Jens Engler im Forstamt Neustadt oder bei ihrem zuständigen
Revierleiter, ihrem Obmann der FBG oder in der Geschäftsstelle der FWV ab.
Holzmarktbericht 1. Quartal 2011
Die Schneebruchereignisse des
vergangenen Winters haben keinen Einfluss auf den Holzmarkt ausgeübt, obwohl
flächendeckend die Menge des Schneebruches generell unterschätzt wurde.
In unserem Aktionsbereich sind ca. 35
000 fm vorrangig schwache Kiefer gebrochen, aber auch schwache
Fichtenbestände liegen am Boden.
Die Aufarbeitung gestaltet sich
schwieriger als ursprünglich angenommen und ist vor allem arbeits- und
zeitintensiv.
Insgesamt haben wir aus den FBG
–Wäldern im 1. Quartal 12000 fm Holz verkauft, überwiegend
Langholzabschnitte und Schichtholz. Begrenzt wird die Rundholzlieferung zur
Zeit durch die Kapazitäten der forstlichen Dienstleister und der Holzabfuhr.
Das Holzangebot aus unseren
Mitgliedswaldungen ist bedingt durch die hohen Holzpreise höher.
Aufgearbeiteter
Schneebruch im Gössitzer Wald
Die Nachfrage der Säger findet vor allem
in einem weiteren Preisanstieg seinen Niederschlag, obwohl sie alle an ihrer
Kapazitätsgrenze schneiden. Ein Preisabfall ist derzeit nicht zu befürchten,
da vor allem auch der Binnenmarkt bedingt durch derzeitige Konjunktur sich
positiv entwickelt.
R.Leber
Gut besuchte Mitgliedervollversammlung der FBG
"Dürrbachgrund"
Mit ca. 100 anwesenden Waldbesitzern war
die Vollversammlung der FBG "Dürrbachgrund" am 25. Februar 2011 in der
Gaststätte Dreba wieder sehr gut besucht. So würdigte auch der
Inspektionsleiter der Forstinspektion Ost Herr Forstdirektor Pier Pernutz
u.a. die ausgesprochen gute Arbeit des forstlichen Zusammenschlusses und die
daraus folgernden positiven Auswirkungen auf den Wald und die Wirtschaft. An
dem Abend wurden eine Reihe von Beschlüssen und Satzungsänderungen
beschlossen, die eine bessere und effektivere Vorstandsarbeit in der FBG
ermöglichen. In der Zusammensetzung des Vorstandes ergeben sich durch das
Ausscheiden von zwei Mitgliedern und die daraus erforderliche Neuwahl
folgende Änderungen: Ausgeschieden sind Dieter Riege und Anita Jauch. Als
Schriftführer neu gewählt wurde Peter Grätsch und als Beisitzer Ulf-Dieter
Pitzing und Martin Lutz. Am Ende der Veranstaltung folgte ein interessanter
Vortrag zum Ergebnis der Wildverbiss- und Schälgutachten durch Herrn Udo
Häger von der Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei.

Bergahorn der Stadt Pößneck erzielt bei der
Submission 625 Euro je Festmeter
Zur diesjährigen Submission lieferten
fünf Privatwaldbesitzer aus dem Forstamtsbereich und die Stadt Pößneck
insgesamt 66 Festmeter Wertholz auf dem Submissionsplatz in Eggstedt an.
Davon wurden 46 fm von Holzkäufern aus ganz Deutschland beboten und es
wurde ein durchschnittlicher Erlös von 177 €/fm erreicht. Neben Ahorn
wurden auch die Baumarten Esche, Birke, Lärche und Fichte angeboten. Sogar
ein Nussbaum und eine Aspe vervollständigten das Angebot. Neben dem Ahorn
erreicht die Stadt Pößneck auch mit einer Esche 284 €/fm ein sehr gutes
Ergebnis. Für die Lärche erzielte ein Waldbesitzer 276 €/fm, für die Fichte
lag das beste Ergebnis bei 169 €/fm und bei der Birke standen 93 €/fm im
Höchstgebot und blieb damit etwas unter den allgemeinen Erwartungen. Von den
insgesamt auf dem Submissionsplatz angebotenen 2000 fm erzielte die Eiche
mit durchschnittlich 732 €/fm die höchsten Erlöse, gefolgt vom Bergahorn
mit 675 €/fm. Den Spitzenpreis auf der Submission erzielte ein Ahorn mit
7444 € aus dem Forstamt Hainich- Werratal.
Revierleiter Rolf Nusche neben versteigerten Bergahorn
Dezemberschneebruch – Aufarbeitung mit Gefahr-
kostenloser Lehrgang angeboten
Die Forstämter
Stadtroda und Neustadt bieten aufgrund der vielen Schneebruchschäden in den
Wäldern einen speziellen Kurs zur sicheren und fachgerechten Aufarbeitung
von Schadholz an. Der Lehrgang findet am 29.01. 2011 von 9.00 Uhr bis 12.00
Uhr am Grillplatz neben dem Freibad in Wolfersdorf statt. Der Lehrgang wird
von den beiden Forstwirtschaftsmeistern der Forstämter Stadtroda und
Neustadt durchgeführt. Anmeldung nimmt das Forstamt Stadtroda unter 036428-
511300 bis spätestens zum 25.01.2010 entgegen. Arbeitsschutzausrüstung und
Motorsäge sind mitzubringen.
Das Forstamt
Neustadt bereitet zusammen mit dem Forstamt Paulinzella einen 2. Lehrgang im
Raum der Uhlstädter Heide vor. Ort und Zeitpunkt wird über die Presse
ebenfalls zu erfahren sein.
Nachdem der
Schnee weggetaut ist tritt nun das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich zu
Tage. Vor allem junge Kiefernbestände zwischen 20 und 40 Jahren sind am
stärksten betroffen, wie die Forstamtsleiterin Roswitha Leber berichtet.
Aber auch Fichtenbestände aller Altersklassen zeigen wieder typische
Wipfelbrüche oder sind unter den Schneelasten auf dem total vernässten Böden
komplett umgefallen. Hier liegt bei der Aufarbeitung der größte
Schwerpunkt. „ Um eine Borkenkäferkatastrophe zu verhindern sind vorrangig
die vielen Fichteneinzelbrüche und – würfe aufzuarbeiten“, mahnt die
Forstamtsleiterin an. Da wiederum der Privatwald am meisten betroffen ist
und viele Waldbesitzer selbst ihren Wald aufräumen wollen, bieten die
Forstämter diese Schulung an. Daneben sind die Revierleiter zurzeit bei der
Bestandsaufnahme und werden bezüglich der Aufarbeitung die Waldbesitzer
unterstützen und beraten. Die Aufarbeitung von Bruch- und Wurfholz hat in
den vergangenen Jahren immer wieder schwere Unfallopfer gefordert und zählt
zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Wald. Das Holz steht unter Spannung und
reagiert nach einem Trennschnitt vom Stock unberechenbar oder es fallen
unbeachtete gebrochene Kronenteile auf den unter dem Baum Arbeitenden. Daher
ist angeraten die Flächenwürfe maschinell aufarbeiten zu lassen und hier die
Zusammenarbeit mit dem Waldnachbarn zu suchen, um sinnvoll, preisgünstig und
rationell die Arbeiten zu organisieren. Die Rang- und Reihenfolge der
Aufarbeitung lautet: Fichte vor Kiefer, Einzelbruch vor Flächenbruch und
stark vor schwach.
Bei Rückfragen
wenden Sie sich bitte an Ihren Revierleiter oder das Forstamt.
Revierförsterin Tina Küchler in Schneebruchfläche bei Langendembach
Holzmarktbericht 4. Quartal
Der Holzmarkt entwickelt zur Zeit einen
wahren Höhenflug und saugt jeden „ Stecken“ Holz auf, so könnte man es ganz
kurz beschreiben.
Die Holzpreise sind auf einem absoluten
Rekordniveau mit Preisen in der Fichte 2b= 92,00 € und Kiefer 2b= 71,00 €.
Neu ist auch, dass die höheren Stärkeklassen (3b+ und 4, also ab 35 cm
Mittendurchmesser ohne Rinde) mit steigenden Preisen honoriert werden, hier
endet der Preis in der Fichte derzeit bei 95,00 € in der Fichte und 73,00 €
in der Kiefer.
Selbst im Schwachholzbereich, also ab 1a
(ab 10 bis 14 cm) beginnt der Preis derzeit bei 55 €, je nach
Käuferanforderungen.
Der Bedarf an Sägeholz, sowohl im
Langholzbereich, als auch bei Abschnitten kann momentan nicht gedeckt
werden. Kleine Sägewerke suchen händeringend nach Holz, weil endlich auch
ein Anschub in der Bauindustrie greift. Die Säger haben Aufträge, aber kein
Holz!
Die großen Säger treiben momentan das
Preiskarussell an, weil die Holzlieferung weit hinter dem Bedarf zurück
bleibt.
Dieses Bild spiegelt sich auch in den
Verträgen der Forstlichen Zusammenschlüsse ab. Für das 4. Quartal konnten
Verträge mit 7 Holzkunden abgeschlossen werden zu diesen marktgerechten
Preisen und teilweise darüber. Insgesamt konnte eine Liefermenge von 8500
fm durch die FBG’s angeboten werden. Die Nachfrage der Holzindustrie lag bei
ca.12000 fm, so dass einigen Holzkunden keine Mengen oder nur geringere
Mengen angeboten werden konnten.
Ein Trend auf dem Holzmarkt kann
momentan nicht abgeschätzt werden. Entscheidend ist die Entwicklung auf dem
Schnittholzmarkt, wo der Preis derzeit stagniert. Das führt zur Empfehlung,
vor allem für den Privatwald, sich vertraglich abzusichern.
FAL Leber
Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften
besuchen Firma Semmler in Neustadt
Organisiert von der
Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund besuchten am 07.10.2010
ca. 30 interessierte Waldbesitzer und
Förster die Semmler Holzverarbeitung GmbH in Neustadt.
Die Firma ist einer der Hauptabnehmer
des in den Wäldern des Forstamtsbereiches Neustadt geschlagenen Holzes und
einer der wichtigsten Vertragspartner der Forstbetriebsgemeinschaften im
Territorium. Der Holzverarbeitungsbetrieb hat sich vor allem auf die
Produktion von Dachlatten spezialisiert und verarbeitet im Jahr ca. 30.000
fm Rundholz.
Ziel der Veranstaltung war vor allem die
Anforderungen an die Rundholzsortierung und Holzaushaltung für die
Verarbeitung zu einem qualitativ hochwertigem Konsumgut zu vermitteln und
natürlich auch, dass sich im ungezwungenen Gespräch Waldbesitzer und
Holzverarbeiter kennen lernen.
Die beiden Geschäftsführer Andre und
Raik Semmler haben weder Zeit noch Mühe gescheut, die zweistündige Führung
zu einem informations- und erkenntnisreichen Nachmittag zu gestalten.
Die Firma Semmler gehört zu den 10
Holzverarbeitern im Landkreis Saale- Orla mit denen die
Forstbetriebsgemeinschaften der „Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-
Orla“ Lieferverträge für alle Sortimente zu marktüblichen Preisen
abgeschlossen haben gemäß der Devise des „Holzes der kurzen Wege“.
FAL Leber
Ehrenurkunde für besondere Leistungen an die
Gemeinde Gössitz verliehen
Die Gemeinde Gössitz gehört mit einer
Waldfläche von 141 ha zu den größten waldbesitzenden Gemeinden des
Forstamtsbereiches Neustadt/ Orla. Aber nicht deswegen wurden sie
ausgezeichnet, sondern weil die Waldbewirtschaftung und das Engagement der
Gemeinde in der Region für den Wald eine besondere Würdigung verdient hat.
Die „Ehrenurkunde für besondere
Leistungen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ anlässlich der „Gründen
Tage Thüringen 2010“ nahm stellvertretend für alle Akteure der
Bürgermeister der Gemeinde, Ulf- Dieter Pilling, entgegen.
Es ist dem Engagement des ehemaligen
Bürgermeisters Manfred Ulitzsch , seinen Gemeinderäten und dem betreuenden
Revierleiter Uwe Thrum zu verdanken, das die votierende Kommission die
vorgezeigten Waldbilder als vorbildlich und auszeichnungswürdig befanden.
Positiv wirkte sich auch der Umstand
aus, dass die Gemeinde Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund
ist und damit auch ein wichtiges Standbein der Solidargemeinschaft der
Waldbesitzervereinigung ist.
FAL Leber
Holzpreise weiterhin im
Aufwärtstrend
Die Holzindustrie dürstet
nach unserem Holz- besser kann es uns Waldbesitzern nicht gehen.
Unterstrichen wird das auch durch einen weiteren Anstieg der Holzpreise im
3. Quartal um durchschnittlich 10 %, wobei der Anstieg vor allem in den
schwächeren Sortimenten besonders hoch ist. Das sind beste Voraussetzungen
für dringende Waldpflegemaßnahmen in den jüngeren Waldbeständen.
Frau Ines Simon ist die neue Revierleiterin im
Revier Triptis
Seit 01.08.2010 hat Frau
Simon das Revier Triptis von ihrer Vertreterin Frau Ines Würker übernommen.
Frau Würker ist mit einem befristetem Arbeitsvertrag zum Forstamt Marksuhl
gewechselt.
Frau Simon kann auf eine
über 10- jährige Berufserfahrung im Revier Pößneck verweisen, in dem sie vor
allem in der Privat- und Kommunalwaldbetreuung und Waldpädagogik sehr gute
Arbeit geleistet hat.
Nach einer Auszeit wegen
Qualifizierung und Babyurlaub hat Frau Simon nun das Revier Triptis
übernommen, damit auch die Aufgabe der Beratung und Betreuung der
Forstbetriebsgemeinschaft Friesentäler.
Frau Simon ist unter der
Telefonnummer 0172- 3480297 für Sie erreichbar.
Exkursion der Forstwirtschaftlichen Vereinigung in den Schwarzwald
vom 25.-26.06.2010
Um es schon einmal vorab zu
kommentieren: Es war eine Exkursion mit einem sehr hohen
Informationsgehalt, Lernstoff, Erfahrungsaustausch und wunderschönen
Eindrücken Über- und auch Untertage… so die einhellige Meinung aller
Teilnehmer.
Am 25.Juni 2010 startete die kleine
Exkursionsgruppe am frühen Morgen Richtung Schwarzwald und erreichte
pünktlich gegen 11.00 Uhr den kleinen Ort Seelbach, wo uns Prof. Dr.
Hermann Rodenkirchen, Privatwaldbesitzer des Forstbetriebes Großer Grassert
( 228 ha) empfing. 
Nach einer aufregenden Fahrt immer höher
ins Gebirge waren wir auf dem Großen Grassert (ca. 500 mm NN) am Ziel des
1. Exkursionspunktes angekommen. In einem lebhaften Vortrag demonstrierte
uns Prof. Rodenkirchen sehr praxisnah, anschaulich und vor allem
leidenschaftlich seine Betriebsziele, die geprägt waren von
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und einer guten Balance zwischen
Ökonomie und Ökologie. Schwer geschädigt durch den Sturm Lothar hat er in
den letzten 10 Jahren mit Hilfe der Gratiskräfte Natur und einer klaren
Jagdstrategie, natürlich auch begünstigt durch gute klimatische
Voraussetzungen wunderschöne Waldbilder erzeugt. Dabei hat er nicht
verheimlicht, dass es in den Randbereichen seiner Waldfläche wesentlich
schwieriger war dem hohen Wilddruck die Stirn zu bieten und es auch Ecken
gab, wo nur mittels Pflanzung und Zaun eine Walderneuerung erfolgreich war.
Seine Ausführungen unterstützte und
ergänzte der örtlich zuständigen Revierleiter, der angestellt im Amt für
Waldwirtschaft Ortenaukreis zuständig für die Betreuung des Privat- und
Kommunalwaldes und gleichzeitig Geschäftsführer der örtlichen FBG ist. Nicht
vergleichbar ist eindeutig die Besitzstruktur im Schwarzwald mit der in
Ostthüringen, denn die Durchschnittsgröße für den Privatwald liegt bei 20
ha und weist (noch) nicht die Gemengelage auf, die uns das Wirtschaften so
erschwert.
Nach einem kleinen Zwischenstopp an der
Barock- Wahlfahrtskirche St. Landelin und einem kleinen Orgelkonzert auf
der Silbermannnorgel wurde Quartier in Gasthof Rebstock in Münchweiser
bezogen und jeder konnte sich mit einem guten Abendbrot eine ordentliche
Grundlage für die Weinverkostung schaffen.
Die abendliche Weinverkostung auf dem
Weingut von Dr. Benz begann mit einem Glas frischen, prickelnden Blanc Secco
in den Weinbergen und einem informativen Vortrag über den biologischen
Weinanbau. Leider musste unser Busfahrer seine vorgeschriebene Ruhepause
nach 22.00 Uhr antreten, sonst wären wir alle ordentlich weinselig aus dem
Weingut Richtung Nachtquartier gefahren.
Der nächste Tag begann mit einer Fahrt
durch den bäuerlich und forstlich geprägten Mittleren Schwarzwald und führte
uns nach Haslach- Schnellingen, wo uns der Geschäftsführer der
Waldbesitzervereinigung Mittlerer Schwarzwald Herr Prinzbach empfing.
Seine mit viel Enthusiasmus und
Leidenschaft vorgetragene Power-Point- Präsentation zeigte die Entwicklung,
Organisation und Zukunftsvision der Vereinigung Mittlerer Schwarzwald auf.
Die Vereinigung umfasst 77 Tha, 41 FBG mit 3700 Einzelmitgliedern mit
Flächen zwischen 10 und 180 ha.. Sie vermarktet über ihre Dienstleistungs-
GmbH jährlich 380 Tfm und kommt so auf einen Hiebssatz von 8fm/ha/ Jahr.
Interessant war der Hinweis auf die enge
Kooperation mit der Forstverwaltung und dem Revierleiter, die ein wichtiges
Unterpfand für die erfolgreiche Entwicklung der FWV ist. Das bestärkt uns
deutlich in unserer Strategie, die ebenfalls auf eine enge Kooperation mit
dem Forstamt setzt. Der organisatorische Ablauf ist absolut vergleichbar,
nur auf kleineren Füßen und in einigen Teilbereichen haben wir noch
Nachholebedarf, wie in den logistischen Abläufen und im kaufmännischen
Bereich. Aber wir arbeiten daran!
Übrigens, wer sich genauer informieren
möchte, findet die home page der FWV unter
www.diefms.de.
Die Diskussion im Anschluss war anregend
und zeigt unser intensives Interesse an diesem Prozess und führte doch zu
dem einen oder anderen „AHA- Effekt“.
Dann ging es in die Tiefe, denn nach
einer Einkleidung mit Gummistiefeln und Regenjacke ging es in das
Besucherbergwerk „Segen Gottes“, eine ehemalige Silbergrube, die
ehrenamtlich durch einen absoluten Enthusiasten und seinen Mitstreitern
wieder ausgegraben und der Menschheit zugänglich gemacht wurde. Die
Schubkarren, die in Handarbeit aus der verschütteten Grube rausgekarrt
wurden sind unzählig, aber die wunderschönen Anblicke der Gesteine untertage
und die deutliche Darbietung der unsagbaren Mühen unserer Vorfahren, haben
diese Arbeit gelohnt. Belohnt wurde sie übrigens auch mit dem
Bundesverdienstkreuz.
Tja, und dann war schon das Ende der
Exkursion gekommen und mit einer Einladung ins schöne Thüringen haben wir
uns von unseren Exkursionsführern verabschiedet und das Interesse an einem
Gegenbesuch schien doch recht groß zu sein, weil, so Prof. Rodenkirchen: „ …
der Blick über den Tellerrand immer lohnt!“
Zum Schluss ein großes Dankeschön an den
Organisator, unserem Vorsitzenden Martin Heinze, dem stellvertretenden
Vorsitzenden Klaus Nicklas, der sich um das Busunternehmen gekümmert hat und
der Geschäftsführerin Karin Drewes, die die Werbetrommel gerührt hat und die
Fäden der Organisation in den Händen hielt.
R. Leber
Gelungener Start in die Holzvermarktung durch die
Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse
Die Kooperation zur gemeinsamen
Holzvermarktung zwischen den FBG’s Dürrbachgrund, Seenplatte, Vor der Heide,
Friesentäler, Gamsengrund und Lämmersgrund kann auf ein erfolgreiches 1.
Halbjahr blicken. In enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Neustadt wurden
20 000 fm Holz an 10 Holzkunden vermarktet und Holzerlöse für die
Waldbesitzer von insgesamt 1, 3 Mio Euro erzielt.
Die derzeit guten Holzpreise in allen
Sortimenten sind ein echter Anreiz für Waldbesitzer und zeugen von einer
guten Nachfrage nach Rohholz.
Für das 3. Quartal konnten wiederum
Verträge mit allen Kunden abgeschlossen werden, wobei die nachgefragten
Mengen nicht im vollen Umfang angeboten werden konnten.
Ziel ist nach wie vor die Beschäftigung
einheimischer Unternehmer und die Vermarktung des Holzes überwiegend an
thüringische Firmen. Aufgrund der günstigen territorialen Lage können alle
Sortimente auf kurzem Weg ihren Käufer finden.
Frühjahrsveranstaltung des Waldbesitzerverbandes
am 28. April 2010 im Forstrevier Gössitz
Eindrucksvoll wurden den ca. 20
Exursionsteilnehmern in den Saalehängen des Forstrevieres Gössitz die
aufwendige Holzbringung mittels Seilkran durch den Forstwirt Heiko Wegelt
zur Frühjahrsveranstaltung des Waldbesiterverbandes vorgeführt. Aber auch
die schwierige Ertragssituation der Steilhangwaldbesitzer war Thema
der ca. 2,5 Stunden-exkursion. Dort wo Aufforstungen in den von Sturmtief
Kyril verursachten Kahlschlägen notwendig wurde, ist schnell eine defizitäre
Situation für die Waldeigentümer ereicht. Ein Trostpflaster in der
gegenwärtigen Holzmarktlage sind die ausgesprochen guten Holzpreise und die
hohe Nachfrage nach Holz. Dies machte auch Inspektionsleiter Pier Pernutz in
der anschließenden Versammlung in Schmorda deutlich. Das darauf folgende
einstündige Referat des Geschäftsführers des Waldbesitzerverbandes Wolfgang
Heyn beinhaltete alle neuen Informationen zu Themen wie
Beförsterungsgebühren, Fördermitteln, Gesetzesvorhaben, Jagd oder Forstliche
Zusammenschlüsse.
Leider war auch in diesem Jahr die
Teilnahme an beiden Veranstaltungen trotz des schönen Wetters und der
rechtzeitigen umfangreichen Veröffentlichung der Termine sehr verhalten.
U.T.
Das Forstamt Neustadt/Orla informiert:
Das Forstamt Neustadt weist noch mal
dringend darauf hin, dass für die Inanspruchnahme von Fördermitteln über die
FBG`n (Förderung Geschäftsstelle, Borkenkäferbekämpfung usw.) die
unbeglaubigten Grundbuchauszüge ihrer Mitglieder vorliegen müssen.
Mitglieder die diese noch nicht in der Geschäftsstelle, beim Revierförster
oder im Forstamt abgegeben haben, sollten dies unbedingt nachholen, sonst
entgeht seiner FBG unter Umständen die Inanspruchnahme von Fördergeldern.
Ein unbeglaubigter Grundbuchauszug
kostet z.Z. 10 Euro und kann beim Grundbuchamt in Pößneck (im Amtsgericht -
Bahnhofsstraße 18) schriftlich oder nach tel. Kontakt auch per Fax
(Tel.:03647-42680 Fax.: 03647-426860) angefordert werden.
U.T.
Mitgliederversammlung der FBG "Oppurger
Heide"
stimmt für die Fusion mit der FBG "Dürrbachgrund"
Eindeutig war das Votum der FBG "Oppurger
Heide" zur Fussion mit der FBG "Dürrbachgrund". Die mit über hundert
Teilnehmern gut besuchte Mitgliedervollversammlung der FBG "Oppurger Heide"
stimmte am 5. Februar 2010 in Kolba ohne Gegenstimmen und ohne
Stimmenthaltungen der Fusion mit der FBG "Dürrbachgrund" zu. Damit haben alle Mitglieder der FBG "Oppurger Heide" die Möglichkeit
der FBG "Dürrbachgrund" ohne Aufnahmegebühr beizutreten und somit
steht dem Entstehen der größten Forstbetriebsgemeinschaft Thüringens nichts
mehr im Wege. Am 22. Februar 2010 wird die Fusion rechtswirksam. Bis zur nächsten Neuwahle des Vorstandes
der FBG "Dürrbachgrund" werden die ehemaligen Vorstandsmitglieder der FBG "Oppurger
Heide" Herr Riege und Herr Grätzsch in dem Vorstand der FBG
"Dürrbachgrund" mitarbeiten. U.T.
Der ehemalige Vorstand der FBG "Oppurger Heide" und
seine
Förster
Mitgliederversammlung der FBG "Dürrbachgrund"
bereitet Weg für Fusion mit FBG "Zur Oppurger Heide"
Zur Mitgliedervollversammlung der FBG
"Dürrbachgrund" am 22. Januar 2010 in Dreba wurde der Weg bereitet für die
Fusion mit der FBG "Zur Oppurger Heide". Der einstimmige Beschluss der
Mitgliederversammlung zum Vollzug der Vereinigung beiden FBG`n bestätigte
damit die gute Vorarbeit der Arbeitsgruppe "Fusion" unter Leitung von Dr.
Lothar Duft. Am 5. Februar sind nun die Mitglieder der FBG "Zur Oppurger
Heide" aufgerufen ihr Votum für die Fusion abzugeben.
Da im Ergebnis der Fusion die größte
Forstbetriebsgemeinschaft Thüringens entstehen wird, war an dem Abend des
22. Januar viel Prominenz in Dreba anwesend. Unter anderen nahm
auch der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und
Naturschutz Jürgen Reinholz ca. eine Stunde im Präsidium Platz und hielt ein
Grußwort. Außerdem
waren die Landtagsabgeordneten Dagmar Künast, Egon Primas, Siegfried Wetzel,
der Landrat des Saale-Orla-Kreises Frank Roßner und mehrere hohe Beamte des
Ministeriums Referat Forsten anwesend.
Die ausgesprochen gut besuchte
Mitgliederversammlung beschloss außerdem eine Reihe von Satzungs- und
Gebührenänderungen, die im Zusammenhang mit der Fusion und der
eigenständigen Holzvermarktung stehen. So wird z.B. die 3%-Gebühr bei
Holzverkäufen zukünftig nicht mehr von den Mitgliedern erhoben, sondern
durch eine so genannte "Bündelungsprämie" ersetzt, die durch die Holzkäufer
bezahlt wird.
U.T.
Forstwirtschaftliche Vereinigung beruft Obleute
in den Dörfern
Forstbetriebsgemeinschaften verbessern Service für
Waldbesitzer
Die Berufung besonders aktiver
Waldbesitzer als Obleute für die Forstbetriebsgemeinschaften in den
Gemeinden war das Ergebnis einer Zusammenkunft von 30 Waldbesitzern und
Förstern am 3. Dezember 2009 in Kospoda.
Die Zielstellung dieser Initiative der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen ist auf eine
Verbesserung der Betreuung der Privatwaldbesitzer in den Gemeinden
gerichtet. Die von den Revierförstern vorgeschlagenen und von den Vorständen
der Forstbetriebsgemeinschaften bestätigten Obleute sollen vor allem
Informationen über neue Entwicklungen in der Waldbewirtschaftung an die
Waldbauern weitergeben. Auskünfte über Holzpreise, Holzaushaltungen,
Brennholzbereitstellung aber auch die Vorbereitung gebündelter
Holzeinschlagsmaßnahmen, Pflanzenbestellungen oder das Verteilen von
Infomaterial und Einladungen sind mögliche Aufgabenfelder dieser
Vertrauensleute. Damit die Obleute ihre Aufgaben erfüllen können, sind sie
erster Ansprechpartner für ihren zuständigen Revierförster und werden von
ihm in besonderem Maße mit Informationen ausgestattet. Die ortsansässigen
Waldbauern haben dadurch die Möglichkeit schnelle unbürokratische Hilfe im
Ort zu bekommen und sich den meist weiteren Weg zum Förster zu sparen.
Nutznießer dieser Initiative sind wiederum Privatwaldbesitzer die in
Forstbetriebsgemeinschaften organisiert sind. Natürlich sollen die Obleute
nicht den Förster ersetzen. Nach wie vor kann sich jeder Waldeigentümer auch
direkt an seinen zuständigen Revierförster mit seinen Fragen und Problemen
wenden.
Uwe Thrum
Richtung weisende Vorstandsbeschlüsse der FBG
"Dürrbachgrund" am 12.11.2009
Am Abend des 12.11.2009 wurden in
Kospoda in einer Vorstandsitzung der FBG "Dürrbachgrund" wichtige Richtung
weisende Beschlüsse gefasst, die für jedes FBG-mitglied von Bedeutung sind.
1. Auf
Antrag der FBG "Zur Oppurger Heide" wird eine Fusion zwischen der FBG
"Dürrbachgrund" und der FBG "Zur Oppurger Heide" vorbereitet. Dazu wird es
eine Auflösung der FBG "Zur Oppurger Heide" und den Beitritt ihrer
Mitglieder zur FBG "Dürrbachgrund" geben. Der Grund für diese Fusion liegt
darin, dass sich in der FBG "Zur Oppurger Heide" kein neuer Vorstand bilden
konnte. Die Fusion erfordert viel Vorbereitung soll aber bis zum Frühjahr
2010 abgeschlossen sein. Es wurde dazu eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese
Fusion bietet aber auch Chancen für die Mitglieder beider forstlicher
Zusammenschlüsse, denn je größer und damit finanzkräftiger eine FBG ist,
desto mehr Handlungsspielräume hat sie.
2. Auf
Initiative des Vorstandes der FBG "Dürrbachgrund" wurde die Geschäftsführung
der FBG durch die Revierleiter in einem genau festgelegten Tätigkeitsfeld
eines Geschäftsführervertrages beantragt. Da es pro FBG nur einen
verantwortlichen Geschäftsführer geben darf, beschloss der Vorstand die
Geschäftsführung dem Revierförster Matthias Groll zu übertragen. Im
Innenverhältnis des Forstamtes muss noch geklärt werden, wie Matthias Groll
in dieser Arbeit von den anderen Revierleitern unterstützt werden kann.
3. Die
FBG "Dürrbachgrund" hat beschlossen kurzfristig mit eigenen
Holzverkaufsverträgen erste Schritte der Holzvermarktung zu unternehmen.
Zielsetzung ist es dabei, marktkonforme und damit bessere Holzpreise für die
FBG-mitglieder zu erzielen und damit den Widerspruch aufzulösen, dass
Holzhändler unseren Waldbesitzern z.T. bessere Preise bieten konnten, wie
das Forstamt über die Rahmenverträge. Für Nicht-FBG-mitglieder wird das Holz
weiter über die Rahmenverträge verkauft. An der Rechnungslegung durch das
FA-büro wird sich erst mal nichts ändern, auch nicht an der Arbeit des
Revierförsters (Einspielen des Holzes, Holzübergabe, Abfuhreinweisung ...).
Die Holzverkaufsverträge werden maßgeblich durch die Forstamtsleitung (z.Z.
Christian Zehring) und den Geschäftsführer der FBG "Dürrbachgrund" (Matthias
Groll) ausgehandelt und vorbereitet und dem Vorsitzenden der FBG
"Dürrbachgrund" unterzeichnet. Diese Verträge sollen schon kurzfristig, also
möglichst ab spätestens Mitte Dezember wirksam werden und die gesamte
Sortimentspalette abdecken. Über den Vertrag der FBG "Dürrbachgrund" können
auf alle Fälle auch die Mitglieder der anderen FBG`n der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen ihr Holz
verkaufen.
4. Seit
langem gibt es das Vorhaben durch die Berufung von Obleuten/
Vertrauensleuten die Arbeit der FBG-vorstände und Revierförster zu
erleichtern bzw. zu unterstützen und die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber
unseren Mitgliedern zu verbessern. Am 3. Dezember 2009 um 17:00 Uhr in der
Gaststätte "Onkel Alvin" in Kospoda wird es die Berufung und erste
Zusammenkunft der vorgeschlagenen Obleute geben. Die Einladungen dazu werden
in der kommenden Woche verschickt.
Uwe Thrum
Erfahrungsaustausch mit dem Vorstand der FBG
„Saar- und Erlbachtal“ aus dem FoA Stadtroda
5 Vorstandsmitglieder von den FBG´n der
FWV Ostthüringen und 3 Forstbedienstete des Forstamtes Neustadt waren am 3.
September 2009 auf Einladung der FBG „Saar- und Erlbachtal“ zu einen
Erfahrungsaustausch in dem Gasthaus „Käseschänke“ bei Kaltenborn. In dieser
dreistündigen Beratung wurden interessante Gespräche zum Inhalt der Arbeit
der verschiedenen FBG`n geführt, Gemeinsamkeiten festgestellt, Anregungen
geholt und Informationsdefizite abgebaut.
Foto: Sabine Schleicher
Mit besonderen Interesse wurde die
Arbeit einer GbR, die unter dem Dach der FBG „Saar- und Erlbachtal“
gegründet wurde, analysiert. Diese GbR bündelt die Beitragszahlung für die
Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, erbringt andere Leistungen für die
LBG und führt im Gegenzug zu erheblichen Kosteneinsparungen bei den
Beiträgen der Waldbesitzer zur LBG. Ein in dieser GbR organisiertes
FBG-mitglied kann auf diese Weise zur Zeit ca. 35 €/Jahr an Pflichtbeitrag
gegenüber der LBG sparen.
Ein anderes Thema war die zukünftige
weitere Zusammenarbeit der FBG`n in Ostthüringen. Sicherlich war dies nicht
die letzte Zusammenkunft mit dieser unserer benachbarten FBG „Saar- und
Erlbachtal“
Uwe Thrum
Das Forstamt Neustadt/Orla informiert:
Einkommensverlustprämie ( Erstaufforstungsprämie )
Zur Jahresmitte 2009 werden
organisatorische Veränderungen in der forstlichen Förderung vorgenommen und
neue Abrechnungsprogramme eingeführt. Aus diesem Grund ist es in diesem Jahr
erforderlich, die Anträge auf Einkommensverlustprämie bereits bis spätestens
31.07.2009 statt 30.09.2009 im zuständigen Forstamt einzureichen.
Der Antragsteller muss mit seiner Unterschrift
garantieren, dass sich seine Kultur in einem ordnungsgemäßen Zustand
befindet. Die entsprechenden Anträge können im jeweiligen Forstamt bzw. beim
zuständigen Revierleiter bezogen werden.
U. Butzert -Forstamtsleiterin-
(kommissarisch)
Exkursion der Forstwirtschaftlichen Vereinigung
„Saale-Orla in Ostthüringen“ auf Einladung der hessischen
Forstbetriebsgemeinschaft Fulda
Bereits drei Jahre waren vergangen seit
Waldbesitzer der Forstbetriebsgemeinschaft Fulda mit drei vollen Reisebussen
das Forstamt Neustadt besuchten. Endlich am 16. Mai diesen Jahres folgten 40
Waldbesitzer der FWV „Saale-Orla in Ostthüringen“ der Gegeneinladung der
hessischen Waldbauern. Schon fünf Uhr früh begann die dreistündige Fahrt bei
Regenwetter und die Hoffnung auf Sonnenschein erfüllte sich pünktlich mit
der Ankunft in Fulda.
Der staatliche Revierleiter und
Geschäftsführer der FBG Fulda Herr Jochen Rümann nahm uns vor den Toren von
Fulda in Empfang und führte uns als erstes zu einen geschichtlich
interessanten Kloster in Petersberg. Von hier aus hatte man einen herrlichen
Blick auf die Stadt Fulda. Herr Rümann zeigte, dass man als Forstmann auch
über den „Tellerrand“ schauen kann und beeindruckte mit erstaunlichen
Kenntnissen zur Geschichte des Klosters, der Stadt Fulda und ihrer Umgebung.
Eine Stunde später wurden wir von dem
Vorsitzenden der 3500 Hektar großen und 800 Mitglieder starken „FBG Fulda“
Herrn Schwarz und zwei Vorstandmitgliedern in Empfang genommen. Hier
stellten die Hessen ihre angenehme Gastfreundschaft unter Beweis. Bei
„Kümmel“ und einen kleinen Imbiss wurden erste Gedanken und Erfahrungen
ausgetauscht. 
Im anschließenden waldbaulichen Teil der
Exkursion führte uns Herr Schwarz und Herr Rümann durch die Wälder der 74
Hektar großen Waldgenossenschaft Lünemünd deren Vorsitzender ebenfalls Herr
Schwarz ist. Bei der Vorstellung von Waldbildern, Bewirtschaftungsmaßnahmen
und Waldbauzielen betonte Herr Schwarz immer wieder, dass der beachtliche
Erfolg des Forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses in Fulda in erster Linie
das Ergebnis der guten Arbeit des engagierten Revierleiters Herrn Rümann
ist. Und dieser Erfolge in Zahlen ausgedrückt, ist in der Tat beachtlich:
Der Organisationsgrad in der FBG Fulda liegt deutlich über 90 %
Mitgliedschaft der Privatwaldbesitzer und zeugt somit von hoher
Zufriedenheit und Vertrauen der Waldbauern in diese Zusammenschlüsse. Es
werden jährlich 10 bis 12 Tausend Festmeter Holz eingeschlagen,
Schmuckbaumverkaufsaktionen, Pflanzenbestellungen und viele weitere
Aktivitäten organisiert. Die Arbeit der Vorstände wird ausnahmslos
ehrenamtlich durchgeführt. Wenn man bedenkt, dass Herr Schwarz auch noch
Ortsvorsteher seiner Gemeinde ist, zollt dies Respekt.

Wo die Ursachen dieser Erfolgsbilanz
liegen, wurde in den Gesprächen während des gemeinsamen Mittagessens bald
deutlich, wenn gleich sich hier für uns keine Geheimnis offenbarte. Die
Bewirtschaftung der Wäldern der FBG wird auf der Grundlage eines
Beförsterungsvertrages mit dem staatlichen Einheitsforstamt Fulda
durchgeführt. Zusätzlich wird die Geschäftsführung der FBG durch den
staatlichen Revierleiter abgesichert. Für Waldbesitzer bis 5 Hektar
Betriebsgröße werden für die Beförsterung keine Gebühren berechnet und
Waldbesitzer mit über 5 Hektar bezahlen lediglich 2,39 €/ha/Jahr. Für den
Holzverkauf kassiert das Forstamt ebenfalls nur 40 Cent/fm. Der Holzverkauf
muss in Hessen zwar grundsätzlich eigenständig durch die FBG´n durchgeführt
werden, erfährt aber ebenfalls eine umfangreiche Unterstützung durch das
Forstamt. Bereits hier wird deutlich, dass die Waldbesitzer in Hessen eine
weitaus höhere staatliche Förderung erfahren, als die Waldbesitzer in
Thüringen. Offenbar hat das hessische Finanzministerium, im Gegensatz zum
Thüringischen, erkannt, dass die reichlichsten Einnahmen des Staates nicht
aus Gebühren, sondern von den indirekten Steuern aus der Bewirtschaftung des
Waldes kommen! Der Beitrag für die Mitgliedschaft in der FBG beträgt
lediglich 60 Cent/ha/Jahr und 10 Cent/fm für verkauftes Holz. In diesen
ohnehin niedrigen Betrag ist sogar die Waldhaftpflicht- und
Waldbrandversicherung enthalten. Die Waldbesitzer der FBG erhalten also für
diese Beiträge eine echte und spürbare Gegenleistung. Diese ausgesprochen
günstigen Konditionen der Mitgliedschaft erklären den hohen
Organisationsgrad in der FBG.
Noch beeindruckt von diesen Bilanzen der
hessischen FBG führte uns ihr Geschäftsführer Jochen Rümann durch die
wunderschöne Stadt Fulda und erklärte uns die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten. Auch hier bewies der Forstmann wieder fundierte
Geschichtskenntnisse. Dankbar für die wunderschönen Stunde und die Führung
im hessischen Forstamt Fulda verabschiedeten wir uns dann am Nachmittag von
Herrn Rümann.
Auf der Heimfahrt in Richtung Thüringen
gingen Einigen von uns so manche Gedanken, Vergleiche aber auch Fragen durch
den Kopf. Das Anliegen unseres Besuches in Hessen war ja in erster Linie
Erfahrungen auszutauschen und von Erfolgen anderer FBG`n zu lernen.
Worin lag nun der Grund für
die Erfolge dieser hervorragend arbeitenden FBG begründet? Zweifellos ist es
zum großen Teil dem Engagement des Revierleiters Jochen Rümann und dem hohen
Einsatz der ehrenamtlichen Arbeit des Vorsitzenden Herrn Schwarz zu
verdanken. Aber allein dies wäre nicht möglich, wenn die forstpolitischen
Rahmenbedingungen für die Kleinprivatwaldbesitzer in Hessen nicht so gut
wären. Die Waldbesitzer und die FBG`n in Hessen erhalten nicht nur eine
ungleich umfassendere, sondern auch eine wesentlich kostengünstigere
Betreuung, im Vergleich zu den Waldbesitzern in Thüringen. Dadurch sind die
hessischen Waldbesitzer in den FBG´n ausgesprochen gut aufgestellt und für
die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Diese gute Förderung und
Betreuung der hessischen FBG`n wird aber dort nicht nur geschätzt, sondern
um ihre Beibehaltung wird gerungen. Wir hörten hier nicht einmal das
Bestreben der Herbeiführung so genannter „Selbstständigkeiten“. Sollten
etwa nur die hessischen Waldbesitzer begriffen haben, dass das, was unter
den Schlagwörtern „Selbstständigkeit“ oder „Höhere Verantwortung“ propagiert
wird, nichts anderes ist, als der Rückzug der Forstverwaltung aus der
intensiven Privatwaldbetreuung und die daraus resultierende
Kostenverlagerung auf die FBG`n und damit auf die Privatwaldbesitzer? Oder
liegt es daran, dass es nur in Thüringen einige eifrige Forstbeamte gibt,
die im vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Politik und mit Blick auf
schnelle Beförderung oder die Befriedigung ihres Ehrgeizes, mehr ihr
Eigenwohl als das der Privatwaldbesitzer im Auge haben. Sollte es in der
hessischen Forstverwaltung etwa keine dieser schwarzen Schafe geben, die als
unkündbare Beamte diese Demontage ihrer eigene Verwaltung beschleunigen und
dabei billigend in Kauf nehmen, dass junge gut ausgebildete Forstleute keine
Chance mehr bekommen, obwohl sie dringender denn je gebraucht werden?
Oder liegt es daran, dass wir als
Privatwaldbesitzer zu wenig Widerstand den ewigen Reformern entgegensetzen
und deshalb unsere Interessen auf der Strecke bleiben. Ich wünschte es würde
zu den Waldbesitzerversammlungen oder den derzeitig stattfindende
Wahlveranstaltungen der Parteien des Öfteren mal ein Waldbesitzer aufstehen
und sagen: „Nein das will ich nicht! Ich will nicht, dass wir die Folgen des
seit Jahren andauernden Personalabbaues in der Thüringer Forstverwaltung
tragen müssen. Ich will nicht, dass wir für die Überschuldung des Thüringer
Haushaltes den Preis zahlen, denn ich habe diese Verschuldung weder zu
verantworten, noch bin ich Nutznießer dieser Verschwendung der vergangenen
Jahre. Ich fordere die weitere kostengünstige Betreuung durch die
Forstverwaltung mit ausreichenden und motivierten Personal, denn ich bringe
durch die Bewirtschaftung meines Waldes der Gesellschaft mehr Nutzen, als
dies kostet!“
Ich befürchte, wenn wir dies nicht laut
und deutlich sagen, dann werden in erster Linie wir, die
Kleinprivatwaldbesitzer, die Zeche des dramatischen Personalabbaues in der
Forstverwaltung und die damit einhergehenden Reformen bezahlen.
Prof. Dr. Martin Heinze
Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale-Orla in
Ostthüringen“
Neuwahlen in der FBG "Lämmersgrund"
Am Sonnabend den 04.04.2009 wurde die
Mitglieder- und Wahlversammlung der FBG "Lämmersgrund" durchgeführt. Im
Ergebnis der Wahl konnte der bisherige Vorstand bestätigt werden. Als
Vorsitzender wurde aber der bisherige Stellvertreter Alfred Engelmann
gewählt. Weiterhin wurden in der Vollversammlung 2 wichtige Beschlüsse
gefasst: Der neue Vorsitzende wurde beauftragt beim Forstamt den Antrag zu
stellen, den Revierförster Jens Engler als Geschäftsführer der FBG
"Lämmergrund" zu bestellen. Weiterhin wurde er beauftragt mit der FBG "Friesentäler"
Verhandlungen zu einer möglichen Fusion der beiden FBG`n aufzunehmen.
| Statistik der Entwicklung der Forstbetriebsgemeinschaften im
Forstamtsbereich Neustadt/ Orla |
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Stand 31.12.2008 |
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ME |
Dürrbachgrund |
Lämmersgrund |
Zur Oppurger Heide |
Friesentäler |
Gamsengrund |
Vor der Heide |
Seenplatte |
Summe |
| Mitglieder 2004 |
|
245 |
50 |
128 |
50 |
26 |
40 |
|
539 |
| Mitglieder 2005 |
|
357 |
57 |
143 |
64 |
27 |
47 |
|
695 |
| Mitglieder 2006 |
|
377 |
57 |
143 |
67 |
27 |
46 |
27 |
744 |
| Mitglieder 2007 |
|
379 |
57 |
148 |
69 |
26 |
43 |
27 |
749 |
| Mitglieder 2008 |
|
379 |
55 |
149 |
66 |
26 |
41 |
29 |
745 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Fläche 2004 |
ha |
1.680 |
377 |
1.030 |
380 |
137 |
216 |
|
3.820 |
| Fläche 2005 |
ha |
2.942 |
411 |
1.187 |
420 |
138 |
267 |
|
5.365 |
| Fläche 2006 |
ha |
3.070 |
417 |
1.408 |
449 |
136 |
284 |
204 |
5.968 |
| Fläche 2007 |
ha |
3.098 |
415 |
1.500 |
478 |
134 |
276 |
204 |
6.105 |
| Fläche 2008 |
ha |
3.098 |
411 |
1.536 |
469 |
135 |
270 |
212 |
6.131 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Holzverkauf 2004 |
fm |
7.578 |
1.189 |
3.035 |
111 |
14 |
699 |
|
12.626 |
| Holzverkauf 2005 |
fm |
16.459 |
2.056 |
9.735 |
908 |
291 |
1.372 |
|
30.821 |
| Holzverkauf 2006 |
fm |
19.372 |
1.505 |
8.460 |
1.219 |
314 |
1.577 |
1135 |
33.582 |
| Holzverkauf 2007 |
fm |
26.056 |
1.141 |
3.050 |
1.558 |
603 |
270 |
1316 |
33.994 |
| Holzverkauf 2008 |
fm |
28.373 |
1.197 |
4.176 |
1.209 |
1.424 |
997 |
664 |
38.040 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Hiebsatz 2005 |
fm/ha |
5,6 |
5,0 |
8,2 |
2,2 |
2,1 |
5,1 |
|
5,7 |
| Hiebsatz 2006 |
fm/ha |
6,3 |
3,6 |
6,0 |
2,7 |
2,3 |
5,6 |
0,7 |
5,5 |
| Hiebsatz 2007 |
fm/ha |
8,4 |
2,7 |
2,0 |
3,3 |
4,5 |
1,0 |
0,8 |
5,4 |
| Hiebsatz 2008 |
fm/ha |
9,2 |
2,9 |
2,7 |
2,6 |
10,5 |
3,7 |
0,4 |
6,1 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
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|
|
|
| Holzerlöse 2005 |
Euro |
729.649 |
69.690 |
360.694 |
35.192 |
11.262 |
47.769 |
|
1.254.256 |
| Holzerlöse 2006 |
Euro |
897.374 |
63.360 |
271.712 |
46.038 |
16.669 |
59.809 |
7.692 |
1.362.654 |
| Holzerlöse 2007 |
Euro |
1.401.964 |
60.688 |
155.247 |
78.868 |
37.114 |
13.284 |
9.077 |
1.756.242 |
| Holzerlöse 2008 |
Euro |
1.380.916 |
62.496 |
198.545 |
56.880 |
69.291 |
51.991 |
5.186 |
1.825.305 |
| |
|
|
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|
| Durchschnittserlös 2005 |
Euro/fm |
44 |
34 |
37 |
39 |
39 |
35 |
|
41 |
| Durchschnittserlös 2006 |
Euro/fm |
46 |
42 |
32 |
38 |
53 |
38 |
55 |
42 |
| Durchschnittserlös 2007 |
Euro/fm |
54 |
53 |
51 |
51 |
62 |
49 |
56 |
53 |
| Durchschnittserlös 2008 |
Euro/fm |
49 |
52 |
48 |
47 |
49 |
52 |
57 |
49 |
|
|
|
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| Erläuterung: |
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Die farbig unterlegten FBG' en sind Mitglieder der Forstwirtschaftlichen
Vereinigung "Saale- Orla". |
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Die FBG Seenplatte hat Interesse an einer Mitgliedschaft angemeldet. |
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Der enorme Anstieg beim Holzverkauf ist im wesentlichen dem Orkanstürmen
Kyrill 2007 und Emma 2008 sowie dem hohen Anfall an Kalamitätsholz
geschuldet. |
|
Nicht eingerechnet sind die großen Mengen Brennholz, die vor allem nach
dem Ölpreisanstieg 2008 in der Regel als Eigenbedarf oder
Selbstwerbung geworben wurden. |
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Nicht eingerechnet ist ebenfalls Holz von Mitgliedsbetrieben, welches
von Waldbesitzern selbst vermarktet wurde. |
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Die großen Unterschiede zwischen den einzelnen FBG'en erklären sich im
wesentlichen aus dem oben angenannten Anteil Kalamitätsholz,
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dass in den Kiefernregionen nicht in diesem Maße angefallen ist. |
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Diese FBG'en waren meist durch einen Einschlagstopp bei Frischholz
stark in ihren Aktivitäten eingeschränkt. |
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Generell muß festgestellt werden , dass die Aufarbeitung des Sturm- und
Käferholzes in den letzten 3 Jahren das Wirken im Wald diktiert hat. |
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Im
Ergebnis konnten dringend notwendige Waldpflegemaßnahmen nicht getätigt
werden und Wiederaufforstungen stehen in Größenordnungen an. |
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Die Unterschiede im Durchschnitterlös erklären sich aus der
Baumartenzusammensetzung (Kiefer geringerer Holzerlös),
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dem Anteil Käferholz und dem Anteil Schichtholz. |
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Abzüglich der Holzverkaufsgebühren und der Holzerntekosten ergibt sich
ein Reingewinn für die Waldbesitzer von über 1 Mio Euro bzw. von 28 €/
fm. |
OTZ – Beitrag vom 4. März 2009
Mitglieder der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla haben am Montagabend bei einem
Treffen in Dreba den Erhalt von
Gemeinschaftsforstämtern in Thüringen gefordert. Diese nur noch in wenigen
Bundesländern existierenden Einrichtungen sind nicht nur für den Staatswald
zuständig, sondern auch für den Kommunal- und Privatwald. Vor allem die
Eigentümer von kleinparzellierten Privatwäldern, wie es sie in unserer
Stauseeregion sehr häufig gibt, profitieren vom Staatlichen Forstamt in
Neustadt und seinen Revierförstern, sagte der Vorsitzende der seit knapp
drei Jahren bestehenden Vereinigung, Prof. Dr. Martin Heinze.

Gerade bei der Vermarktung von kleinen Mengen Holz seien diese von großem
Vorteil. Wer lediglich zehn Festmeter eingeschlagen hat, kann diese im
Normalfall nur als Brennholz verkaufen. Im Forstamt werden diese
Kleinangebote zusammengefasst und gemeinsam vermarktet, zollte der
Chefeinkäufer der Klausner Holz Thüringen in Saalburg-Ebersdorf, Rolf
Wunsch, dieser Institution großen Respekt. Waldbesitzer würden von der Holz-
und Papierindustrie oftmals mehr als das doppelte des Brennholzpreises
gezahlt bekommen. Unter dem Dach der Forstwirtschaftlichen Vereinigung
befinden sich sechs Forstbetriebsgemeinschaften, in denen rund 700
Waldbesitzer mit insgesamt 6000 Hektar Fläche organisiert sind.
Die Vorsitzende des Forstausschusses im Thüringer Landtag, Carola Stauche
(CDU), die mit ihrem Leubsdorfer Fraktionskollegen Gottfried Schugens an
dieser Gesprächsrunde teilnahm, versuchte den Teilnehmern die Sorge zu
nehmen: Die Landesregierung will an diesen bewährten Strukturen festhalten.
Doch die Forstwirte möchten auch, dass die Zahl der Revierförster keineswegs
verringert und somit ihr Zuständigkeitsgebiet nicht vergrößert wird. Maximal
1200 Hektar, größer dürfen die zu betreuenden Reviere nicht sein, sagte
Vereinigungsvorsitzender Heinze. Aber auch die Übergabe an Nachfolger müsse
besser vorbereitet werden. Im Juni geht unser Revierförster Rolf Steps in
den Ruhestand. Sein Nachfolger müsste mindestens ein halbes Jahr von ihm
eingearbeitet werden, um sein künftiges Revier ordentlich kennenzulernen.
Doch für zwei Mitarbeiter gleichzeitig in einem Revier gibt es kein Geld,
beklagte Klaus Nicklas, Vorsitzender der im Raum Triptis ansässigen
Forstbetriebsgemeinschaft Friesentäler. Die Forstwirte gaben zu bedenken,
dass ein Revierförster mehr Geld einspiele als er koste.
Gerade im Kampf gegen die Borkenkäfer-Plage sei die regelmäßige Patrouille
im Revier von enormer Bedeutung. Seit dem Jahrhundertsommer im Jahr 2003
herrsche in den Wäldern vor allem am Hohenwarte-Stausee eine dramatische
Situation. Nach dem Orkan Kyrill im Januar 2007 haben allein die Mitglieder
der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund 21 000 Festmeter und im Jahr
darauf 28 000 Festmeter Holz an die Industrie verkauft. Normal sind für uns
eigentlich rund 15 000 Festmeter im Jahr. Geht das so weiter, ist die
nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes in Gefahr, warnte der Vorsitzende der
Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund, Gerd Günther.
Die Forstwirte hatten am Montagnachmittag ihre Erfahrungen im Waldumbau hin
zum Mischwald ausgewertet und dabei im Raum Weira zwei Privatwälder
besichtigt. Die Diskussion am Abend erfolgte bei Mathias Weise in Dreba, um
den Politikern an seinem Beispiel zu verdeutlichen, dass der Forst zu den
wirtschaftlichen Stützen im ländlichen Raum gehört. Familie Weise züchtet
auf ihrem Bauernhof nicht nur Angusrinder, sondern unterhält auch 90 Hektar
Wald und 15 Teiche zur Fischzucht, betreibt dazu noch Ferienwohnungen.
Forstwirtschaftliche Vereinigung nimmt Kontakt
zum Klausner auf
Am Montag, den 19.01.2009 trafen sich
Vertreter der Forstwirtschaftlichen Vereinigung (FV) unter Leitung ihres
Vorsitzenden Prof. Martin Heinze mit dem Chef des Rundholzeinkaufs der Firma
Klausner in Thüringen, Herrn Wunsch im Werk in Friesau.
Ziele der Gespräche waren unter anderem
die Vorstellung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung, die Erörterung der
Zahlungsschwierigkeiten der Firma Klausner auf Grund der wirtschaftlichen
Lage am Schnittholzmarkt und die weitere Entwicklung der
Geschäftsbeziehungen.
Bei einem Rundgang durch das Werk ,
geführt vom Mitarbeiter im Rundholzeinkauf, Herrn Stölzner, wurden Fragen
zur Holzanfuhr, Sortierung und Vermessung des Rundholzes erörtert.
Anschließend wurde die Gesprächsrunde in
der Kantine weitergeführt.
Zu Beginn offenbarte sich ein
eindeutiger Konsens zur weiteren engeren und direkterem Zusammenarbeit, der
Holzvermarktung unter dem Dach der Rahmenverträge der Forstverwaltung und
der wichtigen Rolle der Revierförster. Beide Seiten waren sich einig, dass
das Gemeinschaftsforstamt unter den derzeitigen Bedingungen in Thüringen
eindeutig die beste Garantie für die Holzlieferung aus dem Privatwald
darstellt und dieser Standpunkt auch gegenüber der Politik deutlich
vertreten wird.
Es wurde vereinbart, dass zu Gesprächen,
die die Vereinigung in nächster Zeit auch mit Politikern suchen wird, auch
Vertreter der Holzindustrie hinzugeladen werden.
Im zweiten Teil des Gespräches wurde
durch die Vertreter der Forstlichen Vereinigung die hohen Aufwendungen
seitens des Dienstleistungsbereiches der Vereinigung zur Bündelung des
Holzangebotes und der Rechnungslegung erörtert. Es wurde unsererseits
deutlich gemacht, dass für diesen Aufwand im Gegenzug von der Firma Klausner
auch eine pünktliche Zahlung und rasche Abfuhr erwartet wird. Es sei
notwendig für die weitere Entwicklung der Forstwirtschaftlichen
Zusammenschlüsse, dass die Mitglieder ihr anvertrautes Holz in guten Händen
wissen und sie sicher und schnell zu ihrem Geld kommen.
Für die finanzielle Stabilität der FBGen
ist wichtig, dass ein schneller Geldfluss ihnen weitere wirtschaftliche
Maßnahmen ermöglicht. Reißt der Geldfluss ab, so führt das zu
Einschlagsstopp und das wieder in der Folge zu finanzieller Engpässen bei
den Einschlags- und Rückefirmen und den Mitgliedern.
Herr Wunsch brachte vollstes Verständnis
dafür auf, sicherte maximale Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten zu
und bat um direkte Information, falls es irgendwo klemmt.
Die Mitglieds- FBG der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung mit einer Gesamtfläche von 5800 ha und 700
Mitgliedern liefern seit Jahren kontinuierlich zwischen 20 000 bis 30 000 fm
Rundholz an Klausner. Das ist zwar nur ca. 1 % des Rundholzeinschnitts von
Klausner, aber damit sichern wir ca. 30 Arbeitsplätze in der Region… und es
ist Holz der kurzen Wege!
Roswitha Leber
Das Forstamt Neustadt erinnert:
Waldbesitzer, die einen
Beförsterungsvertrag haben und von den Rabatten der Pflanzensammelbestellung
des Forstamtes profitieren wollen, müssen ihre Pflanzenbestellungen bis zum
30. Januar bei ihren zuständigen Revierförster abgeben.
Waldbesitzer, die in ihrem Wald im
Winterhalbjahr 2008/2009 erhebliche Wildschäden festgestellt haben, können
diese bis zum 1. Mai bei ihrer zuständigen Gemeinde anmelden. Wenn dieser
Termin verstrichen ist, erlischt die Schadensersatzpflicht der
Jagdgenossenschaft bzw. des Jagdpächters.
Bei Waldbesitzer, die einen
Beförsterungsvertrag haben und die nicht Mitglied in einer
Forstbetriebsgemeinschaft sind, führt das erste Mahnverfahren gegenüber
säumigen Holzkäufern das Forstamt für die Waldbesitzer durch. Voraussetzung
dafür ist, dass die Waldbesitzer sich sofort im Forstamt melden, wenn der in
der Holzrechnung aufgeführte Zahlungstermin überschritten ist. Bei
Mitgliedern von Forstbetriebsgemeinschaften der FWV wird das Mahnverfahren
automatisch von der Geschäftsstelle der FWV durchgeführt. Ebenfalls sollten
alle beförsterten Waldbesitzer nochmals überprüfen, ob sie neben ihren
Beförsterungsvertrag einen aktuellen Holzverkaufsvertrag mit dem Forstamt
Neustadt abgeschlossen haben. Bei Fragen wenden Sie sich an ihren
Revierförster!
Bodenschutzkalkung 2008 im Thüringer Forstamt
Neustadt / Orla
Waldböden
sind ein besonders schützenswertes Gut. Trotz eines Rückgangs der
Säurebelastung sind schon heute die Belastungen durch Schadstoffeinträge auf
unsere Böden höher als ihre Fähigkeit, diese Stoffe ökosystemneutral
aufzunehmen. Gerade die schon von Natur aus basenarmen Standorte, auf denen
mehr als die Hälfte unserer Wälder stockt, unterliegen einer erhöhten
Versauerungsgefährdung. Die Bodenschutzkalkung stellt hierbei eine mittel-
bis langfristig wirksame Vorbeugemaßnahme dar, um einer weiteren
Verschlechterung des Waldbodenzustandes entgegen zu wirken und zur
Stabilisierung geschädigter Waldökosysteme beizutragen. Zu den Kennzeichen
der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft zählt unter anderem ein
standortangepasster Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Erhaltung und
Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Es ist ein wichtiger Beitrag für die
Leistungsfähigkeit unserer Wälder.
Bei der
Bodenschutzkalkung 2008, bei denen unter anderem auch das Thüringer
Neustadt/Orla mit wirkte, handelte es sich um ein zu 100% aus Bundesgeldern
finanziertes Modellvorhaben des Bundesministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dieses Modellvorhaben diente der
Unterstützung vordringlicher Kalkungsmaßnahmen ausschließlich im
Kleinprivatwald.
Nach der
derzeit gültigen Fassung der „Anweisung zur Bodenschutzkalkung in den
Wäldern des Freistaats Thüringen“ wurde die Kalkung vorbereitet,
durchgeführt und abgeschlossen.
In enger
Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei
(TLWJF) hieß es im Vorfeld der Bodenschutzkalkung, die dazu anstehenden
Waldbestände sorgfältig auszusuchen, zu prüfen und als kalkungsbedürftig
einzuordnen. Ermittelt wurde eine Gesamtfläche von 423,60 Hektar in den
zwei Revieren Pößneck und Triptis.
Doch mit der
Auswahl und Festlegung geeigneter Waldbestände war die Vorbereitung
keineswegs abgeschlossen. Die betreffen Waldbesitzer mussten über
Notwendigkeit und Ziel der Bodenschutzkalkung informiert und deren
Einverständniserklärung eingeholt werden. Aufgrund der örtlichen
Waldbesitzstruktur, kleinparzellierter Privatwald (unter Umständen auch
Flurstücksgrößen unter 0,5 Hektar), nahm dieser Vorbereitungsschritt die
meiste Zeit in Anspruch. Einige Waldbesitzer konnten persönlich durch die
Revierleiter angesprochen werden, andere waren nur über Anschreiben zu
erreichen. Unterschriftslisten wurden erstellt, Anschreiben verfasst und
Rückläufen nachgelaufen.
Auch die
Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde,
sowie die Information der örtlichen Bevölkerung waren wichtige Elemente der
Vorbereitung und für eine problemlose Durchführung von hoher Notwendigkeit.
Weiterhin erfolgte während des Ausschreibungsverfahrens, die Suche und
Koordinierung geeigneter Lager- und Landeplätze, sowie die Festlegung des zu
verwendenden Kalkes, der Ausbringungsmenge und die Ausbringungstechnologie.
Mitte Oktober
2008 begann die Bodenschutzkalkung im Thüringer Forstamt Neustadt/Orla. In
den zwei Forstrevieren Triptis und Pößneck fand unter der Leitung der
jeweils zuständigen örtlichen Wirtschafter Frau Tina Küchler und Herrn Rolf
Stäps, die Befliegung in den Gemarkungen Rehmen, Schweinitz, Kleindembach,
Schönborn, Ottmannsdorf und Zwackau im Zeitraum vom 9.10.2008 bis 15.11.2008
statt.
In den
Kalkungsgebieten der Forstreviere Triptis und Pößneck kam erdfeuchter,
kohlensaurer Magnesiumkalk 80 (50%CaCO3; 30% MgCO3)
geliefert von der „Dornburger Zement GmbH & Co. KG“ mit einer
Ausbringungsmenge von 3 Tonnen pro Hektar zum Einsatz.
Die
aviotechnische Kalkapplikation mit Helikopter ist zwar verhältnismäßig
teuer, aber treffgenau. Sie ist in allen Beständen durchführbar und
unterliegt den geringsten zeitlichen Einschränkungen. Die Umschlag-/ und
Landeplätze lagen inmitten der Kalkungsflächen im Wald bzw. in deren
unmittelbarer Nähe (max. 1km Entfernung). Diese wurden vom Piloten gemeinsam
mit dem Forstamt unter Berücksichtigung des vorhandenen Wegenetzes für
Kalktransport und Flugsicherheit festgelegt.
Erstmals kam
dieses Jahr die GPS-unterstützte aviotechnische Ausbringung des Kalkes durch
die Düngekalkgesellschaft „Düka“ aus Baring zum Einsatz. Den Auftragnehmern
wurde eine CD mit den notwendigen Daten zur Verfügung gestellt. Am
Bordrechner wurden die digitale Karte des Kalkungsbereiches /-gebietes und
die Kalkapplikation angezeigt. Es war eine enorme Erleichterung für den
Piloten, als auch für das zuständige Forstamt und den Revierleiter vor Ort,
dadurch eine bessere Überwachungs- und Kontrollemethode der Arbeitsqualität
zu erhalten.
Nach
zweieinhalbwöchiger Helikopterkalkung im Thüringer Forstamt Neustadt konnte
die Bodenschutzkalkung 2008 erfolgreich und problemlos abgeschlossen werden.
Von den betroffenen bzw. beteiligten Waldbesitzer und der örtlichen
Bevölkerung erhielten wir Zufriedenheit und Zuspruch für weitere wald- und
bodenverbessernde Maßnahmen.
Tina
Küchler
Weitere Kontinuität in der Revierbesetzung des Revieres Pößneck
gewährleistet - FWV dankt Minister Sklenar
Neustadt/Orla, den
08.01.2009
Sehr geehrter Herr Minister
Dr. Sklenar,
mit Freude haben wir von
Ihrer Entscheidung erfahren, dass Sie den Zeitvertrag von Frau Tina
Küchler, die die Reviervertretung für das Revier Pößneck übertragen bekommen
hat, bis zum 02.10.2009 verlängert haben.
Es erfüllt uns mit
Zuversicht, dass Sie die von Ihnen während des gemeinsamen
Borkenkäfertermins im Sommer 2008 im Forstamt Neustadt gemachte Versprechen
einhalten und der weiteren zuverlässigen Betreuung des Kleinprivatwaldes
höchste Priorität einräumen. Es ist uns bewusst, dass wir nur durch eine
aktive Unterstützung durch die Revierleiter und funktionierende
forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse unsere Wettbewerbsnachteile
kompensieren, unseren Wald auch zum Wohle der Allgemeinheit bewirtschaften
und als zuverlässige Partner der Holzwirtschaft agieren können.
Vertrauen schaffen und
erhalten ist das wichtigste Unterpfand für eine erfolgreiche Bewirtschaftung
des Kleinprivatwaldes. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen
bedanken.
Die Revierfläche beinhaltet
Mitgliedsflächen von drei Forstbetriebsgemeinschaften, die Mitglied unserer
Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale- Orla in Ostthüringen“ sind. Alle
drei Vorstände haben uns beauftragt, diesen Dank auch in ihrem Namen
auszudrücken.
Frau Tina Küchler hat
außerordentlich verantwortungsbewusst die Geschicke des Revieres in die Hand
genommen, sich der hohen Aufgabe gestellt, 89 Beförsterungsverträge mit eine
Gesamtfläche von 1011 ha vorbildlich zu betreuen. Sie hat sich in kürzester
Zeit das Vertrauen und die Zuversicht der Waldbesitzer erarbeitet und dabei
ihre Flexibilität und Fachkompetenz unter Beweis gestellt.
Die Stadt Pößneck mit einer
Gesamtfläche von 280 ha Wald als Mitglied der FBG „Zur Oppurger Heide“ hat
bereits in einem Schreiben am 23.04.2008 dringend um eine Kontinuität und
Stabilität in der Revierbesetzung gebeten und die gute Arbeit von Frau Tina
Küchler hervorgehoben.
Wir halten eine
kontinuierliche Besetzung unserer Reviere für außerordentlich wichtig, zumal
die bisherige erfolgreiche Bewirtschaftung des Privatwaldes in unseren
Revieren ein beredtes Zeugnis dafür ablegt, was engagiertes Personal mit
einem hohen Vertrauensbonus durch die Waldbesitzer bewegen kann.
Wir verbinden mit diesem
Schreiben die Hoffnung, dass Frau Tina Küchler auch über den 02.10.2009
hinaus uns als Revierförsterin erhalten bleibt, wünschen Ihnen und Ihren
Mitarbeitern alles Gute und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Martin Heinze
Vorsitzender der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale- Orla in Ostthüringen“
"Borkenkäfer sind sehr hart im Nehmen"
Wer sich von der klirrenden
Kälte einen borkenkäferfreien Sommer erhofft, wird wohl enttäuscht: Insekten
stecken lange Frostperioden locker weg.
In Frostperioden
reduzierten Insekten ihre Körperfunktionen auf ein Minimum und fallen in
eine Art Kältestarre. Sie sind dann wie konserviert. Vorhersagen über
mögliche Schädlingsplagen sind derzeit kaum möglich - dezimiert werden die
Schädlinge durch die Kälte jedenfalls nicht.
Bei Feuchtigkeit drohen
Pilzerkrankungen
Trockene Kälte ist für die
kleinen Krabbler völlig ungefährlich. Schlimmer ist für manche Insekten
mildes und feuchtes Wetter. Bei Plusgraden und Regen drohten tödliche
Pilzkrankheiten, sie verschimmeln.
Insekten verbringen den
Winter meist als Eier, Puppen oder Larven im Boden oder unter der Rinde
von Bäumen. Auch wochenlanger Frost ist für sie kein Problem. Erfrieren
kann man praktisch ausschließen.
Versteck hinter Baumrinde
Einige Insekten suchen
sich im Herbst als fertig entwickelte Käfer Spalten oder Ritzen und fallen
in eine Starre, bis die warme Frühlingssonne sie herauslockt. Das gilt
beispielsweise für Marien- oder manche Borkenkäferarten.
Engerlinge verkriechen sich
im Boden
Vom
Frostspanner, einem gefürchteten Eichenschädling, überwintern die Eier, aus
denen bei steigenden Temperaturen im Frühjahr Larven schlüpfen und die
Knospen auffressen. Borkenkäfer, die vor allem in Fichtenwäldern riesige
Schäden anrichten können, verbringen den Winter als fertige Käfer unter der
Rinde von Bäumen oder im Boden. Tief in den Boden verkriechen sich
Engerlinge, die Larven des Maikäfers. Auch ihnen passiert bei Frost nichts.
Uwe
Thrum
Beschluss
des Vorstandes der FBG "Dürrbachgrund" vom 27.11.2008
(Beschluss
05/08):
Ehemaligen
Mitgliedern anderer Forstbetriebsgemeinschaften wird nach
Erlöschung
ihrer Mitgliedschaft eine gebührenfreie Aufnahme als Mitglied der FBG
"Dürrbachgrund"
innerhalb
einer First von 2 Monaten ermöglicht. Der Antrag
auf Aufnahme ist schriftlich zu stellen.
Antwort auf den "Offenen Brief an den
Ministerpräsidenten Dieter Althaus" vom 2.10.2008 (siehe unten)

Schweinemast und
Klimawandel
Exkursion in Bestände der ehemaligen Schweinemastanlage Weira-Quaschwitz

Zu einer
Waldbauexkursion in Bestände der Schadzone I um die ehemalige
Schweinemastanlage Weira-Quaschwitz luden am 29. November 2008 das Forstamt
Neustadt/Orla und die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla ein. In
einem etwa zwei stündigem Rundgang wurde das Großschadgebiet und die
Ergebnisse einer Inventur vorgestellt. Außerdem wurden, in Bezug auf den
Klimawandel, Empfehlungen zur Baumartenwahl, Mischung und Pflege erörtert.
Das Gebiet um
die ehemalige Schweinemastanlage ist in den 80iger Jahren durch extrem
erhöhte Ammoniakeinträge in der Luft komplett abgestorben. Dieses wurde vor
allem in den Jahren 1985 bis 1995 aufwendig durch den ehemaligen
Staatsforstbetrieb und nach der Wende durch die Mitglieder der frisch
gegründeten Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachsgrund“ aufgeforstet. Dabei
wurde ein Waldumbau mit Ahorn, Esche, Eiche, Buche, Lärche aber auch Fichte
und anderen durchgeführt.
Forstamtsleiterin Roswitha Leber stellte den etwa 30 Interessierten die
Inventur und Planung der ehemaligen Schadzone 1, die im Rahmen der
Diplomarbeit der Absolventin der Fachhochschule HAWK Göttingen Frau Kathrin
Jakob, durchgeführt wurde, vor. Zum Vergleich wurden die Daten des
Datenspeicher Waldfonds aus dem Jahr 1993 herangezogen. Erstaunlich war
dabei, dass die Anteile der aufwendig gepflanzten Ahorne und Eschen durch
Frostschäden oder Mäusefraß in den vergrasten Flächen sehr stark zurück
gegangen sind. Im Gegensatz dazu nahmen die Anteile von Fichte stark zu. Als
Grund wurde hier vor allem die Beliebtheit der „Brotbaumart“ genannt. Aber
auch die Anteile von Buche, Eiche, Lärche und sogar Birke sind leicht
gestiegen.
Roswitha Leber
verwies insbesondere darauf, dass der hohe Schaden, der den Waldbesitzern
durch das flächige Absterben der Fichte auf über 150 ha entstanden war, auch
eine große Chance in Bezug auf den Klimawandel in sich birgt. So sind
Waldbilder mit einer Baumartenmischung entstanden, die einmalig für die
gesamte vogtländische Region und die zukunftsfähig sind. Der ehemalige
Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachgrund“ brachte es mit
den Worten zum Ausdruck, dass es ein Wunder ist, wenn man sich an die
Grassteppe der 90- er Jahre erinnert. Niemand habe es damals für möglich
gehalten, dass daraus wieder ein ordentlicher Wald entsteht. Heute mache es
wieder Freude und erfüllt die Waldbesitzer mit Stolz, diese Waldbilder
anzuschauen.
Bei einem
Rundgang in ausgewählte Waldbilder wurden die Probleme aber auch Chancen mit
den vorhandenen Baumarten erörtert. Zunächst fand ein 28- jähriger
Birkenbestand mit Voranbau von Douglasie und Küsten- sowie Weißtanne reges
Interesse. Neben dem immer noch notwendigen Einzelschutz der Tannen gegen
Wildverbiss wurde die weitere Behandlung der Birkengruppen ausführlich
diskutiert. Zum Thema wurde die schützende und erzieherische Wirkung einer
Überschirmung aber auch Birke als Vorwald.
Weiter ging es
in einen 20jährigen Buchenbestand in dem zunächst nur Handlungsbedarf bei
der Entnahme von Protzen besteht.
Probleme, die
durch zu frühes oder zu starkes Eingreifen entstehen, wurden in einem etwa
12jährigen Eichenbestand erläutert. Die natürliche Astreinigung sollte vor
einem ersten größeren Eingriff abgeschlossen sein. Es sollten nur Bedränger
der ausgewählten Zukunfts-Bäume entnommen werden um eine Entwertung des
Holzes durch Wasserreiser zu vermeiden. Als Alternative zur heimischen Eiche
wurde anschließend die Rot-Eiche vorgestellt. Der Wuchsvorsprung des
Fremdländers wurde mit großem Erstaunen wahrgenommen. Revierleiter Matthias
Groll machte darauf aufmerksam, dass streifenweise Pflanzungen nicht zum
gewünschten Mischungsziel führen, da durch die schneller wachsende Roteiche
die heimischen Stieleichen stark bedrängt wurden.
Die Probleme
mit auf Dämmen gepflanzten Lärchen wurden danach erläutert. Die meist von
schlechter Qualität zeugende Lärche droht oft umzufallen. Sicherlich ist sie
für die vorhandenen Standorte ungeeignet, wobei die Lärche als Vorwald hier
auch eine Funktion erfüllt. Nach Auflichtung des risikoreichen Vorwaldes
Lärche ist ein zügiger Voranbau mit Buche oder Tanne als langfristiges
Betriebsziel empfehlenswert.
Zum Schluss
konnten sich die Waldbesitzer in einem 42-jährigen Fichtenbestand davon
überzeugen, welche Auswirkungen durch zu geringe Pflege entstehen können.
Referendar Dirk Meisgeier legte die Zuwachsverluste durch Kroneneinengungen
und die damit entstehenden Einnahmeverluste den Waldbesitzern dar. „Die
Fichte soll aus dieser Region keinesfalls verdrängt werden, denn sie gehört
hierher“ machte Roswitha Leber deutlich. Möglich wären Mischungen auf gut
durchlüfteten Böden.
Bei einem Glühwein und einem
wärmenden Feuer, angefacht vom Revierleiter Erich Kreisel, fand diese
Exkursion ihren Abschluss. Frau Leber konnte festhalten, dass die
Renaturierungsmaßnahmen erfolgreich waren, Chancen und Probleme der
verschiedenen Baumarten aufzeigt und somit auch ein Zeitfenster in die
Zukunft unserer Wälder eröffnet.
Offener Brief an den Ministerpräsidenten Dieter
Althaus - überreicht von Prof. Dr. Martin Heinze am 4.
Oktober 2008 zum Landeserntedankfest in Neustadt
Sehr geehrter
Herr Ministerpräsident,
Mit dem vorliegenden
Brief möchten wir – die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla - Sie
mit unserer Lage und unseren Zielen bekannt machen und Sie um Ihre
Unterstützung bitten.
In der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla haben sich 6 selbständige
Forstbetriebsgemeinschaften mit insgesamt rund 700 Waldeigentümern und
5000 ha Waldfläche zusammengeschlossen. Die Eigentümer sind
Kleinprivatwaldbesitzer
und einige kleine kommunale Waldbesitzer.
Wir sehen uns als die Interessenvertreter unserer Mitglieder. Wir
informieren die FBGs über die Holzmarktlage und die Holzsortierung und
bemühen uns um die Weiterbildung unserer Mitglieder. Die Vorstandsarbeit in
der FWV und in den einzelnen FBGs wird von ehrenamtlichen Laien geleistet.
Die Forstwirtschaftliche Vereinigung arbeitet mit dem Forstamt Neustadt (Orla)
in vertrauensvoller Partnerschaft eng zusammen.
Das Forstamt Neustadt beförstert die FBGs bzw. deren
Mitglieder auf vertraglicher Grundlage.
Wir
Kleinwaldbesitzer könnten uns nun auf den Standpunkt von Wilhelm Busch
stellen: „Am schönsten hat´s die Forstpartie, der Wald, er wächst auch ohne
sie.“ Aber wir wollen unseren Wald (in Thüringen ein Drittel der
Waldfläche) sachgerecht bewirtschaften, um aus ihm Nutzen zu ziehen, aber
auch seine Mehrfachfunktion für die Gesellschaft erfüllen zu helfen. Dazu
brauchen wir unbedingt die fachliche Betreuung unserer Vereinigung und ihrer
einzelnen Mitglieder durch das Forstamt. Die Revierförster und das Forstamt
sind Adressen im ländlichen Raum mit hohem Ansehen. Sie werden von der
Bevölkerung mit Recht als diejenigen angesehen, die für alles, was den Wald
betrifft, zuständig und kompetent sind, also weit über die Holznutzung
hinaus. Ihr Einsatz bei der Bewältigung der Schäden durch Sturm und
Borkenkäfer hat diesen Ruf in den letzten Jahren wieder bestätigt. Bewahren
wir diesen Ruf! Das Forstamt ist für uns „Vertrauensperson“ ohne eigene
Gewinninteressen. Die fachfremden Kleinwaldbesitzer sind fern vom Markt und
deshalb durch unlauteres Geschäftsgebaren besonders gefährdet.
Sie sind aber auch aus eigener
Kraft heraus nicht in der Lage, ihre kleinen Forstbetriebe kostendeckend zu
bewirtschaften. Hier ist die
Unterstützung der staatlichen Forstverwaltung
unabdingbare Voraussetzung dafür, daß die Bewirtschaftung des
Kleinprivatwaldes sichergestellt wird. Und nur durch diese Sicherstellung
der Bewirtschaftung werden neben den ökonomischen auch die sozialen und
ökologischen Aufgaben des Waldes für die Gesellschaft erfüllt.
Der
Revierförster steht an der Quelle der Primärproduktion. Er stellt die
Weichen z. B. bei der Baumartenwahl, bei der Waldpflege und bei der
Holzsortierung und entscheidet damit über die Wertschöpfung in den folgenden
Verarbeitungsprozessen. Über
vorwiegend indirekte Steuern, z. B. über die Mehrwertsteuer entlang der
ganzen Wertschöpfungskette, und Gebühren bringt der bewirtschaftete
Wald dem Staat mehr Einnahmen, als ihm der Förster Gehalt kostet.
Das haben mehrere Studien bewiesen.
Der Revierförster und das Forstamt sind also rentabel! Das kann im
politischen Raum nicht oft genug wiederholt werden. Ihre Bedeutung wird in
Zukunft zunehmen, denn die jetzt durch Stürme, Borkenkäfer und Klimawandel
destabilisierten Wälder erfordern bei der Wiederbewaldung, beim Waldumbau
und bei der Waldpflege noch bessere forstfachliche Kenntnisse als beim
einfachen Absägen des Holzes.
Die ersten
Erfolge haben sich schon durch das weitsichtige Waldumbauprogramm seit
Anfang der 90er Jahre auch im Kleinprivatwald eingestellt. Mit Freude haben
wir die zahlreichen – wenn auch befristeten - Einstellungen junger
Forstleute seit letztem Jahr zur Kenntnis genommen.
Die FWV und
die FBGs als Organisationen der Waldeigentümer sehen sich als eine Brücke
zwischen der staatlichen Forstverwaltung und der ländlichen Sozialstruktur.
Sie können die staatliche Verwaltung aber nicht ersetzen.
Hier liegt nach
unserer Meinung das Problem. Wir haben den Eindruck, dass durch die schon
seit Jahren anhaltende allmähliche Ausdünnung des Personalbestandes der
Forstämter sich der Staat aus der flächendeckenden Betreuung zu Lasten der
kleinen Waldbesitzer zurückziehen will. Wir
können an Beispielen beobachten, dass 1800 ha große Reviere mit bis zu über
500 Waldeigentümern von einem Revierleiter nicht mehr zu überblicken und zu
bewältigen sind. Die Lage hat sich unter den jetzigen Bedingungen
(Borkenkäfer) mit bis zur dreifachen Einschlagsmenge über dem normalen
Hiebssatz noch verschärft. Der Revierleiter „läuft sich einen Wolf“. Daran
ändert auch die Nutzung von Luftbildern, Drohnen,
Computern
und ähnlichen Hilfsmitteln nichts. Die Präsenz des Revierleiters auf der
Fläche ist unersetzbar. Trotz hohen Engagements der Revierleiter sind heute
öfter als früher unzufriedene Stimmen von Kleinwaldbesitzern zu hören.
Statt überblickbarer
Reviere werden fragwürdige Hilfskonstruktionen wie Holzmobilisatoren in
Privat-Public-Partnership aufgebaut und Aufgaben den FBGs zugeschoben. Die
Vorstellung, über eine Eigenständigkeit der FBGs Spareffekte zu erzielen,
lässt sich in der Praxis nicht umsetzen, da dies von Laien ehrenamtlich
nicht zu leisten ist und die Einstellung hauptamtlichen Fachpersonals aus
finanziellen Gründen scheitert. Außerdem empfinden sich unsere forstlichen
Zusammenschlüssen dann als „Sparbüchse des Staates“ missbraucht. Unsere
Mitglieder würden sich von uns abwenden.
Gelegentlich
hört man abwertend, dass der Staat für ein „Rundum-sorglos-Paket“ für
Kleinwaldbesitzer nicht zuständig sei. Dem können wir nicht zustimmen, denn
der Kleinprivatwald erbringt über die Bewirtschaftung seines Waldes neben
dem Holzertrag weitere vielfältige Leistungen für die Gesellschaft, z. B.
für die Erholungswirkung, die er ebenso wie der wirtschaftlich selbständige
Mittlere Privatwald über Subventionen entgolten
haben möchte. Die wichtigste Subvention für
den Kleinprivatwaldbesitz sind nicht finanzielle, in komplizierte
Förderrichtlinien verpackte Geldzuwendungen, sondern die kostengünstige
Betreuung durch die Forstverwaltung. Eine Zusage, diese Betreuung aufrecht
zu erhalten, dies aber nicht ausreichend personell zu untersetzen, ist
lediglich ein Lippenbekenntnis.
Schöngeredete
Strukturexperimente in den anderen Bundesländern sollten für Thüringen kein
Vorbild sein. Die Forstwirtschaft funktioniert dort zwar auch heute noch,
aber nicht wegen, sondern trotz der Reformen, weil die Menschen am Erfolg
ihrer Arbeit interessiert sind und deshalb auch unpassende Strukturen in der
Praxis wieder halbwegs passend machen.
Ehrliche Bilanzen sind hier selten anzutreffen, weil es das Laufbahndenken
so manches hohen Verwaltungsbeamten verhindert.
Wir bitten Sie,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident: Bleiben Sie bei der bewährten
Thüringer Forststruktur des Gemeinschaftsforstamtes und des flächendeckenden
Reviersystems. Verkleinern Sie die Reviere auf überblickbare Größen. Dünnen
Sie dafür nicht die Bediensteten der Unteren Forstbehörde aus, sondern
stellen Sie den bereitstehenden qualifizierten und hochmotivierten Nachwuchs
ein. Dafür haben wir in Schwarzburg fähige junge Forstleute ausgebildet und
setzen diese Ausbildung an der FH Erfurt fort.
Setzen Sie
noch vor der kommenden Landtagswahl ein Zeichen! Tausende von
Kleinwaldbesitzern werden es Ihnen danken!
Bitte
delegieren Sie die Beantwortung unseres Briefes nicht auf die
Landesforstverwaltung. Deren Haltung können wir im direkten Kontakt
erfahren. Uns interessiert Ihre persönliche Meinung und das langfristige
politische Ziel der Thüringer Landesregierung.
Mit
freundlichen Grüßen
(Prof. Dr.
habil. Martin Heinze)
Vorsitzender
der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla
RTL-Drehtag im Forstrevier Gössitz
Die aktuelle kritische
Borkenkäfersituation gerät zunehmend in den Blickpunkt der Medien. Am 14.
August begleitete ein Kamerateam des Fernsehsenders RTL den Revierleiter
des Forstrevieres Gössitz bei seiner Arbeit. Die Sendung wurde im RTL-nachtjurnal
ausgestrahlt.
Inspektionsleiter Pier Pernutz im Interview
U.T.
Mitteilungen des Thüringer Forstamtes Neustadt /Orla
Änderung zum Thüringer Waldgesetz seit 24.06.2008 in
Kraft
In der Diskussion zur Änderung des
Thüringer Waldgesetzes erregten vor allem zwei Sachverhalte die Gemüter- das
Vorkaufsrecht für Waldnachbarn und der Motorsport im Wald.
Nachfolgend die wichtigsten Änderungen
für alle Waldbesitzer und Waldbenutzer zur Kenntnis. Die Änderungen sind im
Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen Nr. 6 vom 30.Juni
2008 erschienen und nachzulesen.
 |  |
Das Vorkaufsrecht für benachbarte
Privatwaldbesitzer ist aus dem Waldgesetz gestrichen worden. Es gibt nur
noch ein Vorkaufsrecht für Gemeinden und das Land. |
 |  |
Motorsport im Wald bleibt
grundsätzlich verboten. |
 |  |
Die Wiederaufforstungspflicht (Anm.
FoA: für Kahlflächen und stark verlichtete Flächen) wurde von zwei Jahren
auf drei Jahre verlängert. |
· Besteht
für den Waldbesitzer keine gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung eines
Betriebsplanes (Anm. FoA: ab 50 ha Waldfläche) oder hat dieser noch keinen
Betriebsplan vorgelegt oder ist der angezeigte Betriebsplan beanstandet
worden, kann der Waldbesitzer durch die untere Forstbehörde befristet zur
Einhaltung eines höchstzulässigen Hiebssatzes verpflichtet werden.
 |  |
Zu § 25- Bau und Unterhaltung von
Waldwegen angefügt:
|
Waldbesitzer
und Dritte, die durch den Weg land-, forst- oder fischereiwirtschaftliche
Vorteile haben, können in angemessenen Umfang im Zuge privatrechtlicher
Regelungen an Unterhaltskosten beteiligt werden.
·
Aus Gründen der Gefahrenvermeidung ist
bei der Errichtung von Gebäuden ein Abstand von 30 m zum Wald einzuhalten.
Das ehemalige Waldgenossenschaftsgesetz
wurde ein Bestandteil des Waldgesetzes. Es regelt sowohl die
Rechtsverhältnisse bestehender Waldgenossenschaften, als auch für nach dem
24.April 1999 gegründete und zu gründende Waldgenossenschaften.
Der bisherige § 47- Bußgeldvorschriften
wird neu der § 66.
Neu ist hier der Bußgeldtatbestand bei
Nichteinhaltung des Betriebsplanes, bzw. Nichtvorlage eines Betriebsplanes.
Borkenkäfer grassieren in unseren Wäldern
Aus Anlass der sich entwickelnden
Borkenkäfermassenvermehrung in unseren Wäldern geben wir den Wortlaut des §
11 –Waldschutz des Thüringer Waldgesetzes hier nochmals zur Kenntnis:
(1)
Die Waldbesitzer sind verpflichtet, den Wald
gegen die Gefahr drohende Übervermehrung von Forstökosystem schädigende
Pflanzen und Tiere, gegen schädigende Naturereignisse, gegen Feuer und
Forstfrevel nach besten Kräften zu schützen und vor Schäden zu bewahren. Der
Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen und solche der Überwachung.
(2)
Die Waldbesitzer haben Gefahr drohende
Vermehrung von Forstökosysteme schädigende Pflanzen und Tiere und
festgestellte Waldschäden umgehend der unteren Forstbehörde zu melden.
(3)
Im Rahmen ihrer Forstaufsichtspflicht haben
die unteren Forstbehörden die nach pflichtgemäßem Ermessen notwendigen
Maßnahmen zu treffen, um Gefahr abzuwenden, die dem Wald insbesondere durch
Forstökosysteme schädigende Pflanzen und Tiere, durch Naturereignisse und
durch Feuer drohen.
Und nun zum Bußgeldkatalog:
Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich
oder fahrlässig als Waldbesitzer die nach §11 Abs. 2 erforderlichen
Meldungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt.
Und nun eine Ergänzung von ihrem Forstamt gerichtet
an alle Waldbesitzer:
Wir werden alles in unserer Kraft
stehende tun, um dem Absatz 3 des Gesetzes gerecht zu werden.
Wir geben ihnen unsere volle
Unterstützung bei der Bekämpfung des gefährlichsten Fichtenschädlings, aber
sie haben auch Pflichten und Verantwortung gegenüber dem Wald, der
Gesellschaft und ihrem Waldnachbarn.
Die meisten von ihnen sind zuverlässige
und verantwortungsbewusste Waldbesitzer, denen wir für ihre Mitarbeit ein
großes Dankeschön sagen möchten.
Aber es gibt auch Waldbesitzer , die
entweder ihre eigenen Fähigkeiten zu hoch einschätzen oder aber die Gefahr
der rasanten Käferentwicklung weit unterschätzen.
Wir können das Käferproblem nur lösen
durch schnelle Aufarbeitung des Holzes und zügige Rückung und Abfuhr aus dem
Wald oder Begiftung der Polter. Das betrifft auch alle Einschlagsreste, die
als Brennholz noch genutzt werden sollen.
Roswitha Leber
Forstamtsleiterin
Minister Volker
Sklenar besucht Forstamt Neustadt
Am Freitag den 25. Juli 2008 besuchte
Thüringens Landwirtschaftsminister Volker Sklenar das Forstamt Neustadt zum
wiederholten Mal.
Anliegen seines Besuches war es, sich
über die derzeitig kritische Borkenkäfersituation zu informieren.

In einem Waldbegang mit zwei
Exkursionspunkten, die sich im Revier Gössitz befanden, wurde dem Minister
eindrucksvoll demonstriert, welche enormen Schäden die Stürme Kyrill, Emma
und der Borkenkäfer hinterlassen haben. Im Forstrevier Gössitz musste in der
letzten 3 Jahren ein Vielfaches des zulässigen Hiebsatzes kalamitätsbedingt
geschlagen werden. Sollte diese Situation so anhalten, ist die
Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung in Gefahr. Allein die
Borkenkäferschäden haben in diesem Jahr große zur Aufforstung notwendige
Kahlflächen entstehen lassen. Das ganze Ausmaß der Schäden ist im Augenblick
noch gar nicht absehbar, da die Befallsflächen schwer auffindbar sind. Die
Situation muss somit als dramatisch bezeichnet werden.
Der Vorsitzende der FWV Prof. Dr. Martin
Heinze und der FBG- Vorsitzende der FBG „Dürrbachgrund“ Gerd Günther nutzten
die Gelegenheit einen Appell an den Minister zu richten, den Personalabbau
in der Forstverwaltung zu stoppen. Der Minister sicherte Hilfe zu.

Uwe Thrum
Steuerseminar in Dreba
Auf dem vom Waldbesitzerverband für
Thüringen e.V. organisierten Steuerseminar am 3.06.2008 in Dreba wurde von
der Treukontax Steuerberatergesellschaft noch einmal verdeutlicht, wie
wichtig es ist, dass der Waldeigentümer sich, als Unternehmer eines
forstwirtschaftlichen Betriebes, eine Unternehmersteuernummer von seinem
Finazamt zuweisen lässt, für den Fall, dass er Holz verkaufen will und die
pauschalierte Umsatzsteuer in Anwendung bringen will.
Die häufig anzutreffende Praxis, dass
einfach die Lohnsteuernummer angegeben wird, ist nicht rechtskonform.
Wer also weiterhin die 5,5 %
Mehrwertsteuerregelung auf seine Holzverkäufe nutzen will, sollte umgehend
bei seinen Finanzamt eine Unternehmersteuernummer beantragen und diese dem
Forstamt oder Revierförster schriftlich mitteilen.
Uwe Thrum
Beschluss aus der Vorstandsitzung der FBG
„Dürrbachgrund“ vom 16.04.2008
Der Vorstand der FBG „Dürrbachgrund“
beschließt, Mitgliedern einen Zuschuss für nicht geförderte
Aufforstungsmaßnahmen und Wegebaumaßnahmen im Rahmen seiner finanziellen
Möglichkeiten und unter folgenden Bedingungen weiterhin zu gewähren.
Ein Zuschuss von 10%, maximal jedoch 50
Euro, pro Waldbesitzer, pro Maßnahme und pro Jahr auf die mit
Originalrechnungsbelegen nachgewiesenen Kosten, wird für Aufforstungen und
Wegebaumaßnahmen gewährt. Es werden nur Aufforstungsmaßnahmen gefördert, die
auf Grund von Kalamitäten notwendig geworden sind. Es werden nur
Wegebaumaßnahmen gefördert, die mehreren Waldbesitzern die Nutzung des
geförderten Weges ermöglichen. Die Maßnahmen dürfen nicht schon durch
Fördermittel der öffentlichen Hand bezuschusst sein.
Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist eine vor Beginn der
Maßnahme durchgeführte fachliche Beratung durch den zuständigen
Revierförster und dessen fachliche und sachliche Richtigzeichnung auf dem
Rechnungsbeleg.
Dieser Beschluss aktualisiert den Beschluss vom 17.01.2007 und wird
aufrechterhalten, bis er vom Vorstand widerrufen wird.
Neustadt den 16.04.2008
Vorstand der FBG Dürrbachgrund
Gemeinsame Beratung des Vorstandes der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung mit den Vorsitzenden der
Hegegemeinschaften, dem Landratsamt SOK , Untere Jagdbehörde und dem
Forstamt Neustadt
Am 21.02.2008 fand im Landratsamt
Schleiz unter Moderation des 1. Beigeordneten des Landrates, Herr Schmieder
eine Beratung zu den Ergebnissen des Verbiss- und Schälgutachtens und den
daraus resultierenden Schlussfolgerungen für Jäger und Waldbesitzer
gleichermaßen. Zuerst stellte die Forstamtsleiterin Frau Leber kurz das
Verfahren des Gutachtens vor und diskutierte die Ergebnisse an.
Sie stellte 5 Thesen auf, die
Leitgedanken für die anschließende Diskussion sein sollten und auch
allgemeine Zustimmung fanden.
-
Wald und Wild sind eine Einheit und haben beide eine
Daseinsberechtigung. Diese Symbiose sollte sich auch in dem
Zusammenwirken von Waldbesitzern, Jägern und Förstern abbilden.
-
Der Klimawandel ist auch in unserer Region spürbar
angekommen. Trockenheit, Sturmkatastrophen und Schädlinge, die optimale
Bedingungen vorfinden, sind deutliche Zeichen.
-
Wir sind gezwungen, unseren monotonen Fichtenwald
umzubauen, sonst haben wir die Nachhaltigkeit aufs gröblichste verletzt
und werden die Folgen zu spüren bekommen.
-
Dieser notwendige Waldumbau in stabile, für die Zukunft
angepasste Mischbestände wird ein gewaltiger Kraftakt, bei dem der
Waldbesitzer nicht allein gelassen werden darf. Es ist eine
Gemeinwohlaufgabe, der sich die Gesellschaft, der Staat, die
Waldbesitzer und die Jäger verpflichtet fühlen müssen.
-
Die Naturkatastrophen sind aber auch eine Chance, die uns
Möglichkeiten der Korrektur von Altlasten, falscher Waldbau- und
Jagdstrategien eröffnen. Angepasste Mischbestände vertragen eine
angepasste Wilddichte besser, als Monokulturen mit geringem
Äsungsangebot und Hektar unter Zaun.
Das Resümee aus der anschließend von Herrn Schmieder
geleiteten Diskussion war:
- Klimawandel, Kyrill- und
Borkenkäferschäden erfordern eine engere Zusammenarbeit zwischen Jägern,
Waldeigentümern und Förstern.
- Das Ergebnis des Verbiss- und
Schälgutachtens 2007 ist keine statische Aufnahme für die nächsten 3
Jahre. Sie zeigt vielmehr auf, wo Wiederholungsgutachten notwendig sind,
um die genaue Ursache des Ausbleibens von Naturverjüngung festzustellen.
- Dass Wild ein beeinflussender Faktor
bei der Waldverjüngung darstellt, wurde von allen Beteiligten anerkannt .
Um das konkret an Flächen zu erkennen, sind verstärkt Kontrollzäune bzw.
bereits eingezäunte Kulturen zur Erkennung des Verjüngungspotentials zu
nutzen.
- Auftretender Verbiss sollte sofort
nach Erkennen durch Revierleiter oder Waldbesitzer an die Jagdpächter
gemeldet werden und geeignete Maßnahmen eingefordert werden. Die
2xjährlich anzuzeigenden Wildschäden beim Bürgermeister sind nur ein
Regularium, aber in den meisten Fällen nicht schnell genug
schadensverhütend.
- Die in diesem Jahr zu erstellenden 3-
Jahres- Abschusspläne bedürfen einer jährlichen Überprüfung, vor allem
wenn punktuell Wild- Wald- Konflikte entstehen.
R. Leber
Vorstand fasst Beschluss zur besseren Umsetzung
von Wegebauprojekten
Der Vorstand der FBG „Dürrbachgrund“
fasste in seiner Sitzung am 15.01.2008 den Beschluss bei
Gemeinschaftswegebauprojekten, auch Projekte mit Zwischenfinanzierungen zu
unterstützen, bei denen Nichtmitglieder beteiligt sind. Damit soll
ausgeschlossen werden, dass Wegebauprojekte nicht umgesetzt werden können,
nur weil ein Teil der Waldbesitzer nicht in der Gemeinschaft Mitglied sind.
Natürlich müssen die Nichtmitglieder die Aufwendungen der FBG mit einer
Gebühr begleichen.
Die Wegebauproblematik nahm einen großen
Teil der Diskussionen ein. Um der Notwendigkeit stetiger Verbesserung des
Waldwegenetzes gerecht zu werden, wird es ohne Straßenausbausatzungen der
Gemeinden zukünftig nicht mehr gehen.
Gegenstand der Beratungen war auch ein
Antrag der Jagdpächter von Weira, der die Unterstützung von Lockerungen bei
der Abschussfreigabe junger Rothirsche beinhaltete. Diesen Anliegen der
Jagdpächter konnte nur zum Teil entsprochen werden, da in der Diskussion
herausgestellt wurde, das dem Anliegen der Waldbesitzer,
waldverträgliche Wilddichten zu erreichen, am ehesten durch den Abschuss der
Zuwachsträger (weiblichen Rotwildes) gerecht wird. (siehe nachfolgende
Stellungnahme)
Uwe Thrum
Standpunkt zur Bejagung von Rotwild
Die
Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund sehen mit großer
Sorge, dass sich der Bestand an Rotwild in ihrem Wald ständig erhöht, obwohl
wir zu keinem Einstandsgebiet gehören.
Stürme, Borkenkäfer und Dürre richten bereits große Schäden an. Wir können
es nicht hinnehmen, dass die verbleibenden Bestände dann noch durch Rotwild
völlig entwertet werden.
Aus
diesem Grund haben wir uns durch Pächter und Jäger des
Gemeinschaftsjagdbezirkes Weira über die Jagd auf Rotwild informieren
lassen. Trotz reichlichem Vorkommen von Hirschen während des gesamten
Jagdjahres konnte kein einziger gestreckt werden, da die Klasseneinteilung
weitgehende Verbote auferlegt.
In
der Ausführungsverordnung zum Thüringer Jagdgesetz heißt es ausdrücklich:
“Eine Bewirtschaftung des Rot-, Dam- oder Muffelwildes ist außerhalb der
Einstandsgebiete nicht erlaubt.“Die Festlegung der unteren Jagdbehörde über
Abschuss ausschließlich von b-Hirschen in den Klassen II und III ist aber
eindeutig eine Bewirtschaftungsmaßnahme, da die Schonung von
„Zukunftshirschen“ verfolgt wird wie innerhalb des Einstandsgebietes.
Wir
sind aber strikt dagegen, dass Rotwild im der gegenwärtigen Bestandshöhe
eine Zukunft in unseren Wäldern hat. Unbestritten kann man eine Wildart nur
über Eingriffe in das weibliche Wild wirksam regulieren. Hier wurde in Weira
ja auch regelmäßig Strecke gemacht. Wenn aber tatenlos zugesehen werden muss
wie die Hirsche Schaden anrichten geht Jagd vor Waldvernichtung. Das kann
doch letztlich nicht im Interesse von Erhaltung der freilebenden Wildarten
sein.
Was
in unseren Kräften steht, wollen wir zur Schadensverhütung beitragen. Mit
den Revierförstern wurde vereinbart an geeigneten Stellen Prossholz in der
gefährdeten Zeit von Januar bis Vegetationsbeginn anzubieten. Wir halten es
aber dringend für erforderlich.
 |  |
Die Klassenbeschränkung bei Hirschen
deutlich zu lockern, mindestens den Abschuss aller Hirsche der Klasse III
zu gestatten, damit auch für reine Hirschrudel Jagddruck entsteht. |
 |  |
Bei Nachbeantragung großzügig zu
verfahren. |
 |  |
Bei Grenzfällen von Einstufung in a
oder b die Jäger nicht unnötig unter Druck setzen, denn unter den Jägern
herrscht mittlerweile die Meinung: „Bevor ich mich von allen Seiten
terrorisieren lasse, lass ich den Hirsch, der sich nun mal kein Maßband an
seine Geweihenden halten lässt doch lieber laufen“ |
Weira den 16.01.2008
Vorstand der FBG Dürrbachgrund
Kyrill- Schäden weitestgehend aufgearbeitet- Dank
an alle Mitwirkenden
In einer Dankeschönveranstaltung am
22.09.2007 ehrte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale- Orla in
Ostthüringen allen aktiven Helfern bei der Aufarbeitung der Orkanschäden.
Der Vorsitzende Prof. Martin Heinze
betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, forstlichen
Dienstleistern und den Förstern des Forstamtes Neustadt.
Prof. Dr. Martin Heinze bei der Dankesrede
Dank diesem guten organisiertem Vorgehen
sei es gelungen, bis Ende September die ca. 40 000 fm Bruch- und Wurfholz
aufzuarbeiten, obwohl der Verkauf des Holzes aufgrund des gesättigten
Holzmarktes sich sicher noch länger hinziehen wird.
„Die Solidargemeinschaft der FBG’en und
ihrer Mitglieder hat sich bezahlt gemacht“, betont er in seiner Dankesrede.
Die Finanzierung der Aufarbeitungskosten konnte über die Vorkasse der FBG’en
vollständig erwirtschaftet werden und über Sammelanträge konnten
Fördermittel für die Aufarbeitung und Begiftung abgerechnet werden.
Der Vorsitzende betonte weiter, das
zwischen den FBG’ en Einigkeit darüber bestand, dass vordringlich das Wurf-
und Bruchholz aufzuarbeiten ist und der Frischholzeinschlag so lang zurück
gestellt werden muss. In monatlichen Mitgliederversammlungen der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung wurde der Stand der Aufarbeitung
analysiert und weiteres abgestimmtes Vorgehen besprochen.
Prof. Heinze bedankte sich abschließend
mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent bei den 30 Forstlichen
Unternehmen, den Revierförstern und Mitarbeitern des Forstamtes sowie der
Geschäftsführerin der Vereinigung, Frau Drewes für ihre Leistungen bei der
Bewältigung dieses außergewöhnlichen Schadereignisses.
Ein Fachvortrag von Georg- Ernst Weber
zum Zukunftsthema: „Wiederbewaldung im Zeichen des Klimawandels“ war ein
deutlicher Hinweis auf wesentlich kompliziertere Aufgaben in der Zukunft,
die ohne Fachwissen kaum zu lösen sind.
Forstdirektor a.D. Hans-Georg Weber bei seinem Fachvortrag
Die anwesenden Gästen konnten diesen
wunderschönen Herbsttag mit Kaffee, Kuchen und Schwein am Spieß , alles
gesponsert von den Forstbetriebsgemeinschaften, geniesen.
Roswitha Leber
Vorsitzender der FBG Dürrbachgrund, Gerd
Günther, in entscheidenden politischen Gremien
Endlich nimmt man die ostthüringer
Forstbetriebsgemeinschaften wahr, zumal die FBG Dürrbachgrund mit über 3000
ha Mitgliedsfläche mit Abstand die größte FBG in Thüringen ist. Ihr
Vorsitzender Gerd Günther ist nunmehr Vorstandsmitglied des Thüringer
Waldbesitzerverbandes und Mitglied des Landesforstausschusses in Thüringen.
Vorsitzender der FBG "Dürrbachgrund" Gerd Günther
Über
diese Web – Seite können Sie auch Fragen und Probleme an ihn herantragen!
Besuch des Biomassehofes im Allgäu am 13.
Oktober 2007

Für den
Sonnabend, den 13.Oktober 2007, hatten sich die Waldbesitzer der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale-Orla“ eine weite Reise
vorgenommen: zum Biomassehof Allgäu in Kempten.
Früh um 4 Uhr
startete der Bus von Neustadt. Um 10 Uhr empfing uns Herr Wirthensohn,
Forstlicher Berater der Waldbesitzervereinigung Kempten, Land und Stadt e.
V.
Der Biomassehof
Allgäu vermarktet Holz aus dem überwiegend kleinbäuerlichen Privatwald als
Brennholz und Hackschnitzel (Beispiel für uns?) und betreibt gleichzeitig
ein holzbeschicktes Spitzenlast-Heizkraftwerk gemeinsam mit dem
Müllzweckverband. Dieses Heizkraftwerk wurde aus einem ausgedienten
Müllverbrennungsofen entwickelt. Als Betriebsgelände konnte der
Biomassehof das großzügige Gelände (18ha) eines aufgelassenen
Munitionsdepots der Bundeswehr übernehmen. Dort befinden sich jetzt
Lagerhallen und –flächen, Bürogebäude, Säge-Spalt-Automat, Stapler und
weitere Maschinen und Ausrüstungen einschließlich einer Schlosserei. Der
Biomassehof ist als GmbH organisiert. Der GmbH gehören die
Waldbesitzervereinigung Kempten und eine Beteiligungsgesellschaft mit 114
Einzelmitgliedern an (70 Landwirte, 6 Kommunen sowie Banken, Sägewerke,
Fuhrunternehmen, Handwerker u. a.).
Allein dies
zeigt, dass der Biomassehof eng in die Wertschöpfungskette und in die
Sozialstruktur der Region eingebunden ist. Das erwies sich auch beim
anschließenden Besuch der Messe des holzverarbeitenden Gewerbes in der
Stadt Kempten. Wenn es noch eines weiteren Beweises dafür bedurft hätte,
dann war es die begeisterte Führung von Herrn Wirthensohn in das
Freilufttheater Altusried, eine Aufführungsstätte, die von
Laienschauspielern eines ganzen Dorfes getragen wird und wo wir von der
bäuerlichen Direktvermarktung gastlich bewirtet wurden.
Dank nochmals
an alle unsere Gastgeber!
Prof. Dr. M.
Heinze
Sitzung des Arbeitskreises Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstwirtschaftlichen Vereinigung
„Saale – Orla in Ostthüringen“

Auf Anregung des Vorsitzenden der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung , Prof. Dr. Martin Heinze, fand am 21.
05.2007 ein Gespräch mit Exkursion mit Mitgliedern des Arbeitskreises der
CDU- Landtagsfraktion und Vorstandsmitgliedern der Forstwirtschaftlichen
Vereinigung statt.
Ziel der Veranstaltung war ein Austausch
über die Betreuungsarbeit des Gemeinschaftsforstamtes im Kleinprivatwald,
den Stand der Bewältigung der Folgen des Orkansturmes Kyrill und der
drohenden Borkenkäfergefahr, zur Holzmobilisierung und den umfangreichen
Aufgaben der Wiederbewaldung im Zeichen des Klimawandels.
Die Exkursion führte durch das
Hauptschadgebiet des Revieres Wernburg, wo alle Schwerpunkte der laufenden
und zukünftig zu bewältigenden Aufgaben der Waldbesitzer, Förster und
forstlichen Dienstleister auf engstem Raum geballt sind.
Borkenkäferkahlflächen, Sturmschäden,
trockener Standort am Steilhang und schmale lange Flurstücke erschweren hier
die Arbeit gewaltig.
Die Erkenntnis, das hier ein Förster vor
Ort die wichtigste Person zur Bewältigung dieser Aufgaben ist, war unschwer
zu vermitteln.
Dementsprechend war auch die
Schlussfolgerung der Landtagsfraktion aus dieser Zusammenkunft, dass der
Privatwald vom Einheitsforstamt optimale Hilfe und Beratung erhält und
keine bessere Alternative derzeit besteht.
Die Reviere müssten unbedingt besetzt
sein und wenn kein Personal mehr zur Verfügung stehe, dann müsse es auch
wieder Neueinstellungen geben.
Nun bleibt nur die Hoffnung, dass vor
der Neueinstellung nicht eine neue Strukturänderung mit Personaleinsparung
kommt. Dann steht der Privatwald wahrscheinlich doch ohne Förster da.
R. Leber
Tickende Zeitbomben im Wald
Friedvoll und schön sieht der Wald am
Morgen aus, doch der Schein trügt, denn da frisst etwas- der Borkenkäfer.
Auf jedem der liegenden Stämme kann
man bis zu 300 Bohrmehlhäufchen vom Borkenkäfer finden. Die sogenannte
Rammelkammer ist fertig, die Weibchen haben mit dem Fraß des Mutterganges
begonnen und legen mindestens 60 Eier längs des Ganges ab. In nur noch 3
Wochen werden aus einem Baum Zehntausende Jungkäfer ausfliegen und die
nächsten schwächsten Fichten in der Umgebung anfallen.
Das momentan kühlere Wetter kann den
Käfer nicht mehr aufhalten, aber seine Entwicklung verlangsamt sich. Wir
wissen aber, dass schon wenige heiße Tage reichen, um die Entwicklung
explosionsartig wieder anzufachen.
Wird jetzt nichts unternommen, dann
werden in nur 2-3 Monaten aus einer dieser liegenden Fichten
Borkenkäferherde mit 200 bis 400 Bäumen, d.h. ganze Hektar verlieren quasi
über Nacht einen Wert von 8000 Euro.
Noch kann die Katastrophe minimiert
werden, indem die betroffenen Waldbesitzer die meist nur wenigen Bäume
schnellstens aufarbeiten, aus dem Wald schaffen oder entrinden.
Für die Aufarbeitung und Entrindung hat
der Freistaat Fördermittel bereitgestellt. Jeder aufgearbeitete Festmeter
wird mit 2 Euro gefördert. Anträge sollten schnellstens beim zuständigen
Revierleiter gestellt werden und die Aufarbeitung in den kommenden 2-3
Wochen abgeschlossen sein. Antragsformulare sind auch im Forstamt
erhältlich.
Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe
sind jetzt gefragt., denn die Forstunternehmen können dieses Problem nicht
mehr allein bewältigen.
Es bestehen noch 2 Projekte der
Beschäftigungsgesellschaften „Ökoland e.V. „ und „Soll e.V.“ mit insgesamt
50 Arbeitskräften , die bei der Borkenkäferbekämpfung tatkräftige
Unterstützung leisten sollen. Sie werden vorrangig dort helfen, wo der
Waldbesitzer aus objektiven Gründen die Entsorgung der Käferbäume nicht
allein durchführen kann.
Holzpolter, die am Abfuhrweg liegen ,
werden begiftet, um ausfliegende Käfer abzutöten. Die Begiftung wird wieder
durch das Forstamt organisiert und von entsprechend sachkundigem Personal
der Landgenossenschaft Oppurg durchgeführt. Die Begiftung wird ebenfalls mit
2 Euro/Festmeter gefördert.
R. Leber
Waldbrandgefahr weiterhin außergewöhnlich hoch
Fast alle Forstämter in Ostthüringen
haben im Laufe der vergangen Woche die Waldbrandwarnstufe 3 ausgerufen.
Damit besteht stark erhöhte Waldbrandgefahr.
Es wird daher nochmals darauf
hingewiesen, das es verboten ist, Feuer in einem Abstand von weniger als
100 m vom Wald anzuzünden. Des weiteren ist Rauchen im Wald , auch auf
Waldwegen verboten. Waldwege dürfen nicht zugeparkt werden, bzw. ist das
Abstellen von Fahrzeugen auf Grasflächen in Waldnähe zu unterlassen.
Abfälle, speziell Glasscherben, dürfen nicht im Wald liegen gelassen werden.
Sollte ein Waldbrand entdeckt werden, so
ist der Notruf –112- zu wählen. Es meldet sich in der Regel die zuständige
Rettungsleitstelle, der möglichst genau die Brandstelle zu beschreiben ist.
Zufahrten zur Brandstelle sind unbedingt für Rettungs- und Löschfahrzeuge
frei zu halten.
Es muss ausreichend regnen, bevor die
Waldbrandstufe wieder abgesenkt werden kann.
Forstamt Neustadt
Borkenkäfer- eine Plage von
biblischem Ausmaß erwartet
Dazu spricht Dr. U. Baier am 10.5.2007
im Bürgerhaus Knau
.....so zitiert die Bild am Sonntag Frau
Ute Seeling von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände.
Dr. Ulf Baier von der Thüringer
Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei Gotha wird zu dem Thema
„Borkenkäfer und andere Gefahren für den Wald“ am kommenden Donnerstag, den
10.05.2007 um 18.00 Uhr im Bürgerhaus in Knau einen Vortrag halten.
Waldbesitzer und Waldinteressierte sind dazu herzlichst eingeladen.
Die Situation unserer Fichtenwälder
stellt sich bedrohlich dar, denn die Witterung der letzten Monate und die
noch zahlreichen Einzelbrüche nach dem Orkan „Kyrill“ bilden ein optimales
Vermehrungsklima für den Borkenkäfer.
Der Schwarmflug ist im vollen Gange ,
wie das braune Bohrmehl auf den Fichtenstämmen uns zeigt. Nun dauert es
ca. 6 Wochen, bis von einem Weibchen ca. 100 Nachkommen ausfliegen und
wiederum Baumstämme befallen. Gleichzeitig legt das Weibchen weitere
Geschwisterbruten an, so dass es im Laufe eines Sommers 10. 000 Nachkommen
erzeugt.
Bereits im Vorjahr war es zu einer
Massenentwicklung gekommen, die sich nun in diesem Jahr und auch in den
kommenden Jahren potenziert. Das wird zu einem Schadholzaufkommen führen,
dass die Ausmaße von „Kyrill“ weit übersteigen wird.
Der Borkenkäfer kann sich aber auch nur
deshalb so gut entwickeln, weil er in den Fichtenmonokulturen ein optimales
Vermehrungsgebiet findet. Sind die Fichten durch Wassermangel zudem noch
geschwächt und liegt noch überall bruttaugliches Bruchholz im Wald, so
findet er Eden auf Erden.
R. Leber
Der Borkenkäfer - nur 5mm groß,
aber gefährlich
Klimawandel stellt auch hiesige Waldbesitzer vor neue
Herausforderungen
Die
mit dem Klimawandel verbundenene Erhöhung der Durchschnittstemperatur um bis
zu 2 C° in den nächsten Jahrzehnten wird nicht ohne Folgen für die
einheimischen Wälder bleiben. Dies war die Erkenntnis aus der
Waldbesitzerinformationsveranstaltung und der Waldexkursion in der letzten
Woche, zu der die Forstreviere Wernburg/Gössitz und die FBG „Dürrbachgrund“
eingeladen hatten.
Den über 80 Privatwaldbesitzern, die der
Einladung am vergangenen Montag in die Gaststätte „Portengrund“ nach
Schmorda gefolgt waren, wurde durch den Mitarbeiter der Landesanstalt für
Wald, Jagd und Fischerei Herrn Dipl.-Ing. Michael Seiler eindrucksvoll
dargelegt, welche Zusammenhänge es zwischen der CO²-Anreicherung in der
Atmosphäre, der zunehmenden Erderwärmung und den Reaktionen der Waldbäume
gibt.
Die Schlussfolgerung daraus, dass
besonders der Anbau der Fichte hier in Ostthüringen unter den Bedingungen
von durchschnittlich nur 650 mm bis 750 mm Niederschlag als sehr bedenklich
gesehen wird, machte einmal mehr deutlich, wie dringend der notwendige
Waldumbau forciert werden muss. Waldbesitzer deren Waldbestände in den
letzten Jahren massiv durch Borkenkäfer geschädigt wurden, muss man davon in
der Regel ohnehin nicht mehr überzeugen.
Die Antwort auf die Frage: “Welche
Baumarten pflanzen wir nun zukünftig?“ blieb der Referent den Waldbesitzern
allerdings schuldig, weil es eine eindeutige und einfache Antwort auf diese
Frage nicht geben kann.
Der Antwort auf diese Frage widmete sich
die Waldexkursion am darauf folgenden Samstag. Hier wurde den ca. 20
Waldbesitzern dargelegt, welche Standortfaktoren für die Baumartenwahl von
entscheidender Bedeutung sind, welche Waldbauformen den Herausforderungen
der Zukunft am ehesten gerecht werden und welche Hilfen vom Staat zukünftig
noch zu erwarten sind.
Die Ratschläge die den Waldbesitzern an
diesen Tag von den Revierförstern gegeben wurden, waren nicht neu, aber
dafür aktueller denn je. Der Anbau von Fichtenmonokulturen auf Standorten
auf denen sie von Natur aus nicht vorkommen würden, hat als Waldbaumodell
ausgedient. Darüber sind sich die Fachleute einig und dem widersprechen auch
die Privatwaldbesitzer in den seltensten Fällen.
Der langfristige Umbau der Wälder in
naturnahe, standortgerechte Mischwälder die struktur- und artenreich sind,
schränken die Leistungsfähigkeit unserer Forsten nicht ein. Sie bieten aber
den Garant für höhere Sicherheit gegen Sturm, Schnee, Borkenkäfer und eben
auch die Folgen von Klimawandel. Welche Baumart dann im konkreten Fall
gepflanzt werden sollte, darüber entscheidet auch zukünftig in erster Linie
die Beschaffenheit des Standortes. Die Analyse solcher Standortfaktoren wie
Bodenfruchtbarkeit, Lage, Wasserversorgung und Mikroklima bildet die
Voraussetzung für eine fachlich fundierte Entscheidung für eine bestimmte
Baumart. Die zu erwartenden Auswirkungen der Klimaveränderungen fliesen
heute bei diesen Entscheidungen mit ein, können sie aber nicht allein und
ausschließlich bestimmen.
Da sich der Waldbesitzer mit der
Entscheidung für eine bestimmte Baumart auf viele Jahrzehnte festlegt,
sollte er sich grundsätzlich vorher von seinem für ihn zuständigen
Revierförster beraten lassen. Der Revierförster hat ein Hochschulstudium
absolviert, das ihn nicht nur befähigt solch einfache Aufgaben wie den
Holzverkauf für den Waldbesitzer abzuwickeln, sondern eben auch solche eher
komplizierten Entscheidungen innerhalb des Waldbaus fachgerecht zu treffen.
Uwe Thrum
Forstwirtschaftliche Vereinigung
Saale-Orla in Ostthüringen wird Mitglied in der „Regionalen
LEADER-Aktionsgruppe Saale-Orla“
Auf der letzten Sitzung der FWV
Saale-Orla in Ostthüringen beschlossen die Delegierten der
Forstbetriebsgemeinschaften Mitglied in der am 8. Februar 2007 in Schleiz
gegründeten „Regionalen LEADER-Aktionsgruppe Saale-Orla“ zu werden.
Vertreten wird die FWV durch ihren
Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Martin Heinze persönlich. Herr Forstamtsrat Uwe
Thrum wird ihn bei Abwesenheit vertreten.
Die FWV will mit ihrer Mitgliedschaft
die Ziele der Regionalen Arbeitsgruppe unterstützen und unter anderem
mithelfen, die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu
steigern.
Als zur Zeit einzige Vertreter der
Forstwirtschaft in dieser wichtigen Aktionsgruppe will die FWV mithelfen
investive und innovative Projekte im ländlichen Raum umzusetzen. Sie
verspricht sich durch ihre Mitarbeit auch eine bessere Beachtung der
Interessen der Waldeigentümer in der Region.
U.
Thrum
Orkan Kyrill hat auch Wälder der FBG- Mitglieder
getroffen
Aufgearbeitete Sturmwurffläche in Neumannshof
Nach Mitteilung des Forstamtes Neustadt
sind ca. 28.500 fm Sturmschaden im Privat- und Kommunalwald zu verzeichnen.
Die Forstbetriebsgemeinschaften sind
auch im erheblichen Umfang betroffen, vorrangig die FBG Dürrbachgrund
aufgrund ihrer Flächengröße und dem hohen Anteil der besonders betroffenen
Fichtenwälder.
Die Aufräumungsarbeiten unter
Koordination der Revierleiter sind im vollen Gange und werden bis Anfang
April auf der überwiegenden Fläche abgeschlossen sein. Ziel ist es , so viel
Holz wie möglich noch vor dem Anflug durch den Nutzholzbohrer zu vermarkten.
Problematisch sind jedoch die vielen
Einzelbrüche, die auf der ganzen Fläche verstreut sind und ein hohes
Gefährdungspotential für eine weitere Verbreitung des Borkenkäfers im
Frühjahr darstellen. Hier ist die Unterstützung und Eigeninitiative der
Waldbesitzer gefragt, die in der Lage sind mit vorhandener eigener Technik
möglichst rasch ihre Wälder zu beräumen.
Eine große Auswirkung auf den Holzpreis
wird es nach jetzigen Informationsstand nicht geben, da die Schadholzmengen
vom Holzmarkt problemlos aufgenommen werden können.
R. Leber
Forstamtsleiterin
Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachgrund“
unterstützt Privatwaldbesitzer, deren Waldflächen durch Borkenkäfer
geschädigt wurde, mit finanziellen Zuschuss!
Auf
der letzten Vorstandsitzung der FBG „Dürrbachgrund“ wurde der Beschluss
gefasst, FBG-Mitgliedern, die durch Borkenkäferkalamitäten im Jahr 2006
besonders geschädigt wurden, mit einem finanziellen Zuschuss zu
unterstützen.
Dieser finanzielle Zuschuss wird für nicht geförderte Aufforstungen von
Käferblößen, für nicht geförderte Wegebaumaßnahmen oder die Beschaffung von
PSM (Giftmittel gegen Borkenkäfer) gewährt.
Der
Zuschuss beträgt 10% der nachgewiesenen Kosten (Originalrechnungsbelege)
aber maximal 50 Euro pro Waldbesitzer und Jahr und wird für oben genannte
Maßnahmen, die ab dem 1. Februar 2007 realisiert werden, im Rahmen der zur
Verfügung stehenden Finanzmittel bezahlt.
Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist eine vor Beginn der
Maßnahme durchgeführte fachliche Beratung durch den zuständigen
Revierförster und dessen fachliche und sachliche Richtigzeichnung auf dem
Rechnungsbeleg.
Weitergehende Fragen beantwortet der Revierförster Uwe Thrum unter Tel.:
03647/414013 oder während seiner Sprechzeiten.
U.
Thrum
Ergebnisse der Forstbetriebsgemeinschaften in
der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale- Orla können sich sehen lassen
Die Forstwirtschaftliche Vereinigung
Saale- Orla besteht nun ein reichliches halbes Jahr und es ist Zeit, erste
Bilanzen zu ziehen.
Seit der Gründung ist die Fläche der
Organisation von 5753 ha auf 5836 ha zum Stichtag 01.01.2007 angewachsen.
Die Zahl der Mitglieder ist von 716 auf 725 angewachsen. Die sich damit
errechnende Durchschnittsfläche mit 8 ha je Mitglied ergibt sich durch die
Mitgliedschaft größerer Waldbesitzer, wie die beiden Städte Neustadt und
Pößneck mit je über 250 ha. Die meisten Mitglieder haben Flächengrößen
deutlich unter 5 ha , die sich noch auf mehrere verstreut liegende
Flurstücke verteilen.
Der Holzverkauf als Hauptgeschäft der
Forstbetriebsgemeinschaften konnte insgesamt um 5 % gegenüber 2005
gesteigert werden, wobei die Borkenkäferkalamität zu einigen zusätzlichen
ungeplanten Nutzungen geführt hat. Insgesamt wurden 32.447 fm an die
Holzindustrie vermarktet und weitere geschätzte 3000 fm als Brennholz im
Eigenverbrauch genutzt. Es wurde damit ein Hiebssatz von 6fm/ha erreicht,
der auch der Einhaltung der Nachhaltigkeit entspricht (Zuwachs ca. 8 fm/ha).
Die Einnahmen der Waldbesitzer aus dem Holzverkauf über alle Baumarten und
Sortimente haben sich im vergangenem Jahr auf grund der ab Herbst
gestiegenen Holzpreise deutlich verbessert und lagen bei 41,75 € gegenüber
40,69 € in 2005.
Der hohe Anteil von Borkenkäferholz hat
verhindert, dass sich die Erhöhung der Holzpreise noch deutlicher in den
erzielten Erlösen niedergeschlagen hat.
Der Vorstand und die Mitglieder der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale- Orla in Ostthüringen haben sich
seit der Gründung an vier Versammlungen zu folgenden Themen verständigt:
1.
Einrichtung einer Sprechstunde im Büro der
Geschäftsstelle jeweils Dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr
2.
Herausgabe eines Informationsblattes zum
Thema Holzmobilisierung
3.
Beratung zu steuerrechtlichen Fragen für
Forstbetriebsgemeinschaften gemeinsam mit der Treukontax
4.
Delegierungen zur Mitgliederversammlung des
Waldbesitzerverbandes
5.
Verstärkung der Aufklärungsarbeit der
Waldbesitzer zur Holzvermarktung
6.
Kontaktaufnahme zur Mitarbeitern des
Thüringer Landtages mit dem Ziel, die Probleme der Waldbesitzer näher zu
bringen
7.
Stand der Kartellrechtsklage und
Schlussfolgerungen für die FV.
Waldbesitzer auf
Spuren des Borkenkäfers
Bei
wunderbarem Spätsommerwetter fand am 30.September für alle interessierten
Waldbesitzer eine Exkursion im Revier Lemnitz statt. Eingeladen hatte die
örtliche Forstbetriebsgemeinschaft „Lämmersgrund“ und das Forstamt Neustadt.
Die trockenen sowie heißen Sommertage im Juni und Juli schwächten die
Fichten erheblich und begünstigten damit eine Massenvermehrung des
Borkenkäfers. Von Juni bis September gab es im Revier Lemnitz knapp 100
Befallsstellen mit rund 2200 Fm Stehendbefall. Durch Waldbesitzer,
Waldarbeiter und ortsansässige Firmen wurden bis Ende September rund 1750 Fm
Käferholz aufgearbeitet.
Vom
Treffpunkt aus fuhren die Exkursionsteilnehmer in die Gemarkung Weltwitz.
Dort hatte im Sommer der Borkenkäfer einen Fichtenaltholzbestand in größerem
Umfang vernichtet. Innerhalb von 14 Tagen von der ersten Erkennung des
Stehendbefalls bis zur Aufarbeitung durch den Harvester verzehnfachte sich
die Schadholzmenge. Insgesamt wurden Anfang August auf dieser Fläche rund
150 Fm Käferholz aufgearbeitet. Eine gute Anbindung an das Waldwegenetz
ermöglichte eine problemlose Aufarbeitung und Abfuhr des Käferholz an die
weiterverarbeitende Holzindustrie. Hier wurde den Waldbesitzern noch einmal
verdeutlicht, dass ein intaktes Waldwegenetz zur ordnungsgemäßen
Waldbewirtschaftung unbedingt notwendig ist. Der von FBG „Lämmersgrund“ vor
zwei Jahren neu gebaute Wegeabschnitt hat sich in dieser Situation für die
anliegenden Waldbesitzer bewährt und so manch einer der Exkursionsteilnehmer
wünschte sich eine ähnliche Anbindung seines Waldbesitzes. Jeder einzelne
Waldbesitzer kann seinen Anteil zum Erhalt des Weges beitragen, indem er
„seine“ angrenzenden Gräben unterhält, Äste oder Rindenreste vom Weg räumt
oder dem Weg genügend Kronenfreiraum gewährt, damit der Weg nach Regen oder
Schneeschmelze schneller abtrocknen kann.
Durch den
örtlichen Revierleiter Herrn Engler wurde darauf hingewiesen, dass solche
Käfernester auch im Nachgang auf neuen Stehendbefall kontrolliert werden
müssen. Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist mit weiteren
Borkenkäferbäumen zu rechnen.
Es wurde
jedem vom Borkenkäfer betroffenen Waldbesitzer empfohlen, im Februar/März
Fangbäume zu legen. Diese sollen im Frühjahr den Borkenkäfer, welcher
meistens im Boden überwintert, anlocken, müssen aber dann bei Befall bis
Ende Mai entrindet bzw. aus dem Wald geschafft werden.
Spätestens
nach 2 Jahren müssen die größeren Käferlöcher, sofern keine Naturverjüngung
vorhanden ist, wieder aufgeforstet werden. Die Nutzung von Fördermitteln
zur Wiederaufforstung mit Laubholz ist möglich. Jedoch muss jedem
Waldbesitzer bewusst sein, dass nach 5 Jahren eine Erfolgskontrolle der
geförderten Maßnahme durchgeführt wird.
Anschließend
konnte man bei einem Freibier in gemütlicher Runde noch verschiedene Fragen
zu Holzpreisen, Bestandespflegen oder anderen Fragen zur
Waldbewirtschaftung an den Förster stellen oder seine Erfahrungen mit
anderen Waldbesitzern austauschen.
Jens
Engler
Bild 1: „ Wege müssen fest und
genügend Lichtraum aufweisen, damit das eingeschlagene Holz ganzjährig mit
Lkw abgefahren werden kann.“
Bild 2: „Einsatz der Firma Weber bei der Aufarbeitung von
Käfernestern im Revier Lemnitz.“

Gerd Günther ist neues Mitglied des
Waldbesitzerverbandes Thüringen
Der Vorsitzende der FBG Dürrbachgrund
Gerd Günther wurde in den Vorstand des Waldbesitzerverbandes Thüringens
gewählt.
Die Wahl erfolgte in der
Mitgliederversammlung des WBV in Tambach- Dietharz am 09.September 2006.
Damit sind wir nun auch maßgeblich in der Interessenvertretung der Thüringer
Waldbesitzer beteiligt.
Probleme, Anfragen, Hinweise an den
Waldbesitzerverband und Gerd Günther können im Büro der Geschäftsstelle der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung hinterlassen werden.
Waldbegang 10 Jahre nach
Wiederaufforstungsprogramm rund um die einstige SZM
Auf Einladung des Ehrenvorsitzenden der FBG "Dürrbachgrund"
Jochen Rößig und des Forstamtes Neustadt unternahmen zahlreiche Waldbesitzer
und Forstleute am Mittwoch den 4.
Oktober 2006 einen Waldbegang rund um die ehemalige Schweinemastanlage S110.
Ziel der Veranstaltung war es, die Ergebnisse der vor 10 Jahren
abgeschlossenen Wiederaufforstungen der insgesamt 500 ha total geschädigten
Waldbestände um die Schweinemastanlage zu begutachten. Von dem positiven
Ergebnis konnten sich eine Reihe besonderer Gäste wie die Forstleute aus dem
Referat Forstpolitik des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft,
Naturschutz und Umweltschutz unter Leitung von Karl-Heinz Müller, die
ehemaligen Forstamtsleiter des Forstamtes Neustadt Herr Lothar Burghoff und
Herr Pier Pernutz oder der ehemalige Landrat Herr Walter Peter überzeugen.
Die FBG "Dürrbachgrund" hatte sich 1992 als erste in Ostthüringen gegründet
und bis 1995 rund 500 ha aufgeforstet. Allein zwischen 1993 und 1995 wurden
mehr als 1 Millionen Pflanzen der Baumarten Fichte, Eiche, Buche, Erle,
Ahorn, Douglasie, Kiefer, Weißtanne, Esche und Lärche in den Boden gebracht.
Entstanden sind aus diesem Kraftakt vor 10 Jahren attraktive Waldbilder die
sich sehen lassen können. Aber auch zukünftig gibt es viel Arbeit für die
Privatwaldbesitzer und Forstleute, denn die inzwischen zu Dickungen
herangewachsenen Kulturen müssen in den nächsten Jahren fachgerecht und
kräftig durchforstet werden. Die weitere Unterstützung der Forstverwaltung
durch das Fachpersonal insbesondere die Revierförster und die Bereitstellung
von Fördermitteln sicherte trotz enger begrenzter Finanzmittel Herr
Karl-Heinz Müller zu.
U. Thrum Exkursion der Forstbetriebsgemeinschaft in das
Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“
Für den 23.September 2006 hatte
die FBG Dürrbachgrund zu einer Exkursion in das Biosphärenreservat „Mittlere
Elbe“ eingeladen. Leider nur 35 Mitglieder und Gäste waren trotz intensiver
Öffentlichkeitsarbeit der Einladung gefolgt. So war es aber eine sehr
interessierte Gruppe, die sich bei bester Betreuung der Firma „Schumann-
Reisen“ am Sonnabend vor Sonnenaufgang in Richtung Dessau bewegte. Dort bei
schönstem Sonnenschein wurden wir im Auewald- und Überflutungsgebiet um
Dessau , in der sogenannten „Mulde- Aue“ vom Revierleiter Reiner Heide
begrüßt. In einem ca. 1,5 stündigen Rundgang führte er uns die Problematik
der jährlichen Hochwasser und der damit verbundenen Schwierigkeiten der
Naturverjüngungen vor. Einen ungewohnten aber herrlichen Anblick boten
die 300-jährigen Eichenhorste in der Aue und die alten Baumriesen, die z.T.
schon als Totholz neuem Leben Nahrung geben. Auch für uns war die Behandlung
der Edellaubholz- und Eichenaufforstungen eine wichtige Information, denn
zukünftig wachsen aus den Aufforstungsgebieten der ehemaligen SZM und den
Erstaufforstungen viele Kulturen in das Pflegealter ein.
Nach dem Mittag in Vockerode, nur 10 min
von der Elbe entfernt, ging es weiter ins Biosphärenreservat „Mittlere
Elbe“. Im Informationszentrum befand sich neben einem alten Bauerngarten
auch eine sehr interessante Präsentation über das Gebiet, seine Fauna und
Flora. Für Kinder und Erwachsene ist es ein wahrer Fundus an Rate- und
Schätzspielen mit einem hohen Bildungsgehalt, Anregungen und Informationen.
Der Besuch der Biberburg mit Einblick in
das Familienleben einer Biberfamilie bildete den krönenden Abschluss im
Biospärenreservat.
Nach kurzer Fahrt gab es in Oranienbaum
noch Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit Schloss, Park und Ausstellung
alter Kutschen und Gefährte zu besichtigen.
Dieser Tag fand seinen gelungenen
Abschluss beim Grillabend in Oberpöllnitz, bei dem sogar das Tanzbein
geschwungen werden könnte.
Alle Teilnehmer waren sich einig., dass
es eine sehr schöne, informative Veranstaltung war und sie im nächsten Jahr
wieder dabei sein werden. Dank dem Organisator, Herrn Revierleiter Erich
Kreisel für die gute Vorbereitung verbunden mit dem Wunsch an alle
Mitglieder der FBG, das Exkursionsangebot im kommenden Jahr anzunehmen .
Ein Blick über den Tellerrand lohnt
immer.
R. Leber
Sprechzeiten in der Geschäftsstelle
Auf der Vorstandssitzung der
Forstwirtschaftlichen Vereinigung am 6. September wurde von den Vertretern
der Forstbetriebsgemeinschaften festgelegt, dass ab sofort an jedem
1. Dienstag des Monats in der Zeit von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr Sprechzeiten
in den Geschäftsräumen der FWV in Neustadt, Karl-Liebknechtstr. 2 abgehalten
werden. Damit wird den FBG-Mitgliedern eine zusätzliche Möglichkeit der
Beratung angeboten. In der Regel wird die Geschäftsführerin Frau Drewis den
Waldbesitzern für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen. Da
grundsätzlich auch das Forstamt an jeden Dienstag in dieser Zeit für die
Waldbesitzer Sprechzeiten anbietet, sind die Sprechzeiten der FWV eine
Ergänzung des bereits bestehenden Angebotes der Forstverwaltung.
U.T.
Kirchgemeindefest der beiden Pfarrämter
Wernburg u. Gössitz in der Superintendentur Schleiz/SOK unter der
Überschrift „Mein Freund der Baum“

Am 16.Juli 2006 feierten wir unser
gemeinsames, jährlich stattfindendes, Kirchgemeindefest, diesmal wieder in
Gössitz.
Als diesjähriges Thema wurde festgelegt:
„Mein Freund der Baum“ .
Auch aus der Bibel kennen wir viele
Hinweise und Textstellen, die sich auf den Baum / die Bäume beziehen.
Selbstverständlich wurden in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche
Lieder aus unserem Kirchengesangbuch zu diesem Thema zum Lobe Gottes
gesungen.
Aus dem Forstamt Neustadt konnten wir
den für unsere Gemarkung zuständigen Revierförster, Herrn Thrum als
Referenten zum Thema Wald gewinnen. Er hat anschaulich und sehr
interessant für jung und alt den ungezählten Besuchern aus 12
Kirchgemeinden dieser beiden Pfarreien dieses doch recht komplexe Thema
bildhaft dargestellt. Ein Novum für Herrn Thrum war, wie er eingangs
erwähnte, nicht anlässlich einer Waldbesitzerversammlung zum Thema zu
sprechen, sondern in einer Kirche.
Unter anderem erhielten die
aufmerksamen Zuhörer umfangreiche Informationen zur Forstgeschichte, deren
Anfängen im 18. Jahrhundert, den landeskulturellen Wirkungen des Waldes, zum
Klimaschutz, zur Verpflichtung des Waldbesitzers, seinen Besitz zu
bewirtschaften und zu pflegen , um nur einige zu nennen. Wobei der Begriff
„Nachhaltigkeit“ in diesem Zusammenhang geeignet schien, die Verantwortung
aller für die nachfolgende Generation konsequenter ins Blickfeld zu
rücken.
An dieser Stelle wollen wir den
Revierförster, Herrn Uwe Thrum vom Forstamt Neustadt sehr danken , dass er
geholfen hat, unser Kirchgemeindefest an diesem Sonntagnachmittag zu
bereichern. Ebenso gilt unser Dank auch den Forstwirten, Herr Minner, Heiko
u, Herrn Roy, Wolfgang für deren Mitwirkung. So konnten wir uns überzeugen,
wie aus Holzkloben mittels filigraner Arbeit mit der Motorkettensäge
Gegenstände künstlerisch gestaltet werden. Der Gössitzer Organist und
Kirchenälteste, Herr Frowald Schmidt, pflanzte an diesem Tag im Pfarrgarten
auch eine Eberesche. Dazu passend haben wir gemeinsam das Lied vom
„Vogelbeerbaum“ gesungen.
Ein gelungenes Kirchgemeindefest bei
sommerlichen Temperaturen wird bei vielen in guter Erinnerung bleiben und
konnte hoffentlich mit dazu beitragen, die große Bedeutung des Waldes ins
Bewusstsein der Menschen zu rücken.
Gerhard Schröder
Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen
gegründet
Wie geplant und an vielen Abenden der letzten 12 Monate
vorbereitet wurde die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla in
Ostthüringen am 19. Mai 2006 in Dreba im Beisein von ca. 60 FBG-Mitgliedern
und Gästen gegründet. Als besondere Gäste konnten die Landtagsabgeordneten
G. Schugens und D. Künast, der Staatssekretär Prof. Dr. Chr. Juckenack,
weitere Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz u. Umwelt
der Inspektionsleiter für Privatwald Oberforstrat P. Pernutz und die
Vertreterin des Referates Forstpolitik G. Resch, der stellv. Landrat u. 1.
Beigeordnete S. Schmieder, der Vors. des Waldbesitzerverbandes Thüringen J.
Göhring, der Vors. des Bauernverbandes im Saale-Orla Kreis H. Gumbert,
zahlreiche Bürgermeister und Angehörige der Forstverwaltung begrüßt werden.
In zahlreichen Wortbeiträgen wurde die Bedeutung dieses zukunftsweisenden
Schrittes für die Privatwaldeigentümer gewürdigt. Am Ende der von Uwe Thrum
geleiteten Veranstaltung übergab Prof. Juckenack die Anerkennungsurkunde an
den frisch gewählten Vorsitzenden der FWV Prof. Dr. Martin Heinze.

Forstbetriebsgemeinschaft aus Fulda das zweite mal zu Besuch im
Forstamt Neustadt
Mit 130 Waldbesitzern in 3 Bussen besuchten am 9. Mai 2006
bei strahlenden Sonnenschein erneut eine Forstbetriebsgemeinschaft aus Fulda
das Forstamt Neustadt. Als Exkursionspunkte wurde den Gästen unter anderem
das Plothener Teichgebiet und die Probleme rund um die ehemalige S110
vorgeführt. Zu Mittag wurden dann die FBG-mitglieder von der
Forstamtsbesatzung mit Gulaschsuppe und Thüringer Rostbratwurst auf dem
Rittergut in Knau bewirtet. Den Abschluß bildete eine 1,5- stündige
Schifffahrt auf dem Hohenwartestauseee. Begleitet wurden die Gäste während
des ganzen Tages von der FA-leiterin Frau Leber, einigen Revierförstern, den
FBG-vorsitzenden Herrn Schmutzler und Herrn Nicklas und den Jagdhorbläsern
des Forstamtes Neustadt, die unter anderem auf dem Schiff für Unterhaltung
sorgten.
U.T.
|
Waldbewirtschaftung nicht nur Selbstzweck
der Waldeigentümer
Trotz des nasskalten Wetters,
trafen sich am 29. April 2006 rund 25 Waldeigentümer zu einer vom
Forstamt Neustadt und der Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachgrund“
organisierten Informationsveranstaltung zum Thema „Die vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten des Einsatzes einheimischen Holzes“.

Wie der Revierförster Uwe Thrum
in seinen einleitenden Worten ausführte, war das Ziel der Veranstaltung,
die Waldeigentümer anzuregen das im eigenen Wald geerntete Rohholz
stärker für das eigene Wohngrundstück oder für die eigene Wohnung zu
nutzen.
Bei dem Verkauf des im Wald
geernteten Rohholzes sind die Waldbesitzer schon seit Jahren mit einigen
unbefriedigten Tatsachen konfrontiert. Während Fichtenrohholz im
Durchmesserbereich zwischen 15 cm bis 40 cm durch die großen
Sägewerksbetriebe wie Klausner und Rettenmeier relativ gut bezahlt wird,
erhalten Waldbesitzer für qualitativ hochwertiges Holz im
Starkholzbereich auf Grund zu geringer Nachfrage zu wenig Geld. Noch
prekärer ist die Situation im Schwachholzbereich, wo oft nur Erlöse in
Höhe der Aufarbeitungskosten fließen.
Was liegt also näher, als das in
der Waldbewirtschaftung anfallende qualitativ hochwertige Starkholz
verstärkt als Bauholz auf dem eigenen Wohngrundstück zu verwenden und
die Rest- und Dünnhölzer zum Beispiel in einer modernen Holzheizung zu
verwerten, um sich damit viel Geld zu sparen, zumal die Energiepreise
für fossile Energieträger wie Öl und Gas gegenwärtig rasant ansteigen.
Diese Alternativen der
Rohholzverwertung im eigenen Wohnbereich hat dazu noch einen positiven
Nebeneffekt. Während das an die großen Sägewerke verkaufte Rohholz
vorwiegend als Schnittholz ins Ausland exportiert wird und ein Großteil
der Wertschöpfung dort vorgenommen wird, aktiviert das vor Ort
verarbeitete Holz Beschäftigung für kleine Sägewerke und das Holz
verarbeitende Handwerk. Ortsansässige Zimmerleute, Tischler,
Heizungsbauer, Besitzer kleiner Sägerwerke und viele andere profitieren
vom verstärkten Einsatz des Rohholzes, dort wo es geerntet wird. Somit
bekommt die Waldbewirtschaftung eine noch stärkere soziale Komponente
und ist damit nicht nur Selbstzweck der Waldeigentümer. Der
Sozialpflichtigkeit des Waldeigentum werden ihre Besitzer ohnehin am
ehesten gerecht durch seine kontinuierliche Bewirtschaftung. Unter
diesen Blickwinkel sind auch die Entwicklungen in den
Forstbetriebsgemeinschaften genauso wie hohe Eigeninitiative der
Waldbesitzer zu begrüßen.
An dem Samstagvormittag hatten
die Veranstaltungsteilnehmer in Seebach, dem Sitz der Revierförsterei
Gössitz, die Möglichkeit eine große Anzahl von Möglichkeiten des
Holzeinsatzes im privaten Haus- und Grundstücksbereich zu begutachten
und sich Anregungen zu holen. Der Ausbau eines Wohnhauses in massiver
Holzkonstruktion, rustikaler Carbortbau, Terrassenbau, die Verwendung
von Holz im Türen- und Fensterbau, der Bau von rustikalen
Gartenholzmöbeln und vieles mehr wurde von den Fachleuten Dipl.-Ing.(FH)
Michael Sprigade vom Planungsbüro Sprigade und dem Zimmerermeister Ralf
Seidel vorgeführt. Der Heizungsbauer Detlef Wirth erklärte die
Wirkungsweise der von ihm installierte moderne Holzvergaserheizung und
erläuterte eine Reihe von anderen Alternativen im Heizungsbau unter
Einsatz des Energieträgers Holz. Der Besitzer eines mobilen Sägewerkes
und Forstbetriebsgemeinschaftsvorsitzende Ing. Gerd Günter zeigte welche
Kostbarkeiten in manchen Holzstämmen verborgen sind und was man daraus
alles herstellen kann. Auch solche Themen wie der Einsatz tropischer
Hölzer und deshalb notwendiger Zertifizierung, die Notwendigkeit des
konstruktiven Holzschutzes und die Vermeidung unnötiger Imprägnierungen
und Anstriche, der Verwendung welcher Baumart für welchen Einsatz, der
richtige Erntezeitpunkt des Holzes und vieles mehr, wurde mit Interesse
von den Waldeigentümern verfolgt.
Uwe Thrum |
Unternehmertag in Knau
Am 31. März 2006 trafen sich die Forstwirtschaftlichen
Lohnunternehmer des Forstamtsbereiches Neustadt zur diesjährigen Beratung
auf Einladung der Forstamtsleitung. Die Forstamtsleiterin Frau
Oberforsträtin Leber informierte die Anwesenden über die gegenwärtige
forstpolitische Entwicklung, die Veränderungen seit der Forstamtsstruktur,
die Entwicklung der forstlichen Zusammenschlüssen und eine Reihe weiterer
wichtiger Themen die für die Forstdienstleister von Interesse waren. Auch
die beiden neuen Revierförster Jens Engler und Torsten Veckenstädt wurde den
Forstwirten vorgestellt. Weitere Vorträge über die der FBG, den
Einsatz von GPS in Forstmaschinen und die Vorstellung neuer Forsttechnik
rundeten die Veranstaltung ab.
Uwe Thrum
Gründung einer Forstwirtschaftlicher Vereinigung
war das Thema eines Spitzengespräches
der Vorsitzenden der FBG des Forstamtbereiches Neustadt mit den Vertretern
des Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Herrn Karl-Heinz
Müller und Frau Resch.
Anlass der Gründung der FWV ist es, die
nun schon seit über zwei Jahren funktionierende Geschäftsstelle der
Forstbetriebsgemeinschaften unter dem Dach einer FWV auf "sichere Füße"
zustellen um die Förderung und damit Finanzierung aufrecht zu erhalten.
Die meisten Probleme und zum Teil auch
kritische Fragen und Befürchtungen konnten mit den Vertretern des
Ministeriums meist geklärt werden, so dass der Gründung der
Vereinigung im Frühjahr nichts mehr im Wege steht. (siehe auch Beitrag
"Forstbetriebsgemeinschaften des Saale-Orla-Kreises gehen neue Wege der
Zusammenarbeit")
Uwe Thrum
Auf die Palisaden
und
viele andere Produkte des Holz- und Imprägnierwerkes Auma GmbH konnten 65
Waldbesitzer nicht nur schauen, sondern auch viel über die Geschichte der
Holzverarbeitung in Auma erfahren.
Eingeladen hatten das Forstamt Neustadt
und die Vorstände der Forstbetriebsgemeinschaften zu einer
Informationsveranstaltung zur Dünnholzverarbeitung nach Auma am Samstag den
21. Januar 2006.
Die Führung durch den Betrieb wurde
trotz der niedrigen Temperaturen von der Firmenleitung sehr informativ
gestaltet. Erläutert wurden die Anforderungen an das Rohholz, die
Bearbeitungsschritte von der Anlieferung bis zum Kesseldruckimprägnieren und
die Vielzahl der möglichen Produkte (Palisaden, Profilhölzer, Pfähle, Zäune,
Gartentore u.V.m.)
So sahen viele Waldbesitzer erstmalig
mit großem Interesse, was aus den von ihnen bereitgestellten Stangen und
Industrieholz alles hergestellt wird.
Der Werksverkauf bietet sogar die
Möglichkeit, das gelieferte Holz in neuer Form wieder mit nach Hause zu
nehmen.
Wir möchten uns im Namen aller
Beteiligten recht herzlich für die Organisation und Durchführung bedanken.
Gerald Schmidt
Forstbetriebsgemeinschaften des Saale-Orla-Kreises gehen neue Wege der
Zusammenarbeit
Am
13. Oktober 2005 fanden sich die Vorstände der Forstbetriebsgemeinschaften
des Forstamtsbereiches Neustadt zusammen und beschlossen die bereits
praktizierte kooperative Zusammenarbeit auf rechtlich sichere Füße zu
stellen. Grundlage dafür bildet der § 37 des Bundeswaldgesetzes der die
Bildung von Forstwirtschaftlichen Vereinigungen regelt. Unter dem Dach einer
Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Ostthüringen“ soll mit Hilfe von
staatlicher Förderung die schon jetzt funktionierende und erfolgreich
arbeitende Geschäftstelle der Forstbetriebsgemeinschaften langfristig
finanziell sichergestellt bleiben, ohne dass die Mitgliedsbeiträge in den
Zusammenschlüssen erhöht werden müssen. Der große Vorteil der Forstlichen
Vereinigung ist die Erhaltung der Selbstständigkeit der einzelnen
Forstbetriebsgemeinschaften und die Erhaltung des Zugriffs der
Privatwaldbesitzer auf ihr Waldeigentum. Damit entscheiden auch zukünftig
die in Forstbetriebsgemeinschaften organisierten Privatwaldbesitzer, was in
ihren Wäldern geschieht und bestimmen selbst, wer in ihren Waldflächen
arbeitet. Die Vorteile die mit einer FBG- mitgliedschaft verbunden ist
spüren bereits jetzt viele der organisierten Waldbesitzer, denn die
forstlichen Dienstleistungsunternehmen unterstützen fast ausnahmslos die
Entwicklung dieser Gemeinschaften und räumen deren Mitgliedern großzügige
Rabatte auf ihre Angebotspreise ein.
Bereitschaft zur Mitarbeit im Vorstand der zu gründenden
Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Ostthüringen“ hat bereits das prominente
Vorstandsmitglied der FBG „Dürrbachgrund“ Herr Prof. Dr. Martin Heinze
signalisiert, der selbst Privatwaldeigentümer ist.
Insgesamt bedeutet die positive Entwicklung der forstlichen Zusammenschlüsse
im Saale-Orla-Kreis nicht nur zahlreiche Vorteile für den Wald und seine
Eigentümer, sondern aktiviert auch das große Beschäftigungspotential des
Waldes, sichert also Arbeitsplätze. Besonders deshalb verwundert es die
Vorstandsmitglieder der FBG, dass dieser Entwicklung der forstlichen
Zusammenschlüsse so wenig Beachtung unter den Lokalpolitikern geschenkt
wird.
Uwe
Thrum
Forstbetriebsgemeinschaft Neuhof aus Hessen am
9.9.2005 zu
Besuch im Forstamt Neustadt Die
Forstbetriebsgemeinschaft Neuhof, ein Zusammenschluß der Privat- und
Kommunalwaldbesitzern von Flieden, Neuhof und Kalbach, besuchten auf
Einladung des Forstamtes Neustadt die Reviere Knau und Gössitz. Die mit zwei
Bussen angereisten 82 Privatwaldbesitzer verfolgten aufmerksam die
Ausführungen der Amtsleiterin Frau Roswitha Leber zu Strukturen und Abläufen
in der Privatwaldbetreuung, die sich im wesentlichen nicht stark von denen
in Hessen unterscheiden. Die FBG Neuhof hat einen beachtliche
Organisationsgrad von immerhin 95%. Den 82 Privatwaldbesitzern aus Hessen
wurden vom Forstamtsteam und den Vorsitzenden Gerd Günther die umfangreichen
Rekultivierungsmaßnahmen um die ehemalige S110 vorgestellt. Nach einem
umfangreichen Erfahrungsaustausch beim Mittagessen in Dreba fuhren sie
anschließend zum Aussichtspunkt Mooshäuschen nach Wilhelmsdorf und bekamen
einen kurzen Einblick in die schwierigen Bewirtschaftungsverhältnisse der
Steilhänge an der Saale. Beim Abschied am Nachmittag äußerte der
Geschäftsführer der FBG Neuhof Herr Rümann den Wunsch mit weiteren FBG das
Forstamt Neustadt besuchen zu dürfen und so wurden nach unserer Zusage
gleich drei Busse für den Mai 2006 angekündigt. Sicher wird dieser
Erfahrungsaustausch keine Einbahnstraße.
Uwe Thrum
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