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Die Thüringer und bundesdeutschen Wald-, Jagd- und Naturschutzgesetze in ihrer geltenden Fassung

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Aushaltungskriterien (als PDF)

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Preisempfehlungen für den Holzverkauf

     
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Mitteilungsblätter

Pflanzen- und Wuchshüllenbestellungen bis 15.01.2012

Wer als FBG-mitglied wieder den Vorteil der Pflanzensammelbestellung nutzen will, sollte bis spätestens 15. Januar 2012 seine Bestellung bei seinem zuständigen Revierförster abgeben. In die Sammelbestellung sollen auch Wuchshüllen einbezogen werden. Wünsche diesbezüglich sollten ebenfalls bis 15.1.2012 dem Revierförster mitgeteilt werden. Nach wie vor gewähren die Forstbaumschulen Bremsnitz und Birkenhügel für Direktabholer von Pflanzen, bei vorlegen des Mitgliedsausweises, 25% Rabatt auf den Listenpreis.

U.T.

Erfolgreicher 1. Tag des Holzes am Vorwerk Seebach

Nicht nur der Sonnenschein bei dem herrlichen Herbsttag am Sonntag den 24. Oktober trug zum guten Gelingen des 1. Holztages am Vorwerk Seebach bei Wernburg bei. Ca. 15 Aussteller und Firmen, die alle etwas mit dem Rohstoff Holz zu tun hatten, und zwei interessante Vorträge trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei. Die ca. 300 Besucher bewiesen das starke Interesse der Bevölkerung an dem Thema "Holz". Nicht zuletzt war es eine gute Werbung für den stofflichen und energetischen Einsatz des wunderbaren Rohstoffes Holz und das nützt nicht nur dem holzverarbeitenden Handwerk, sondern auch den Waldeigentümern, den forstlichen Dienstleistern und dem Wald selbst. Deshalb Lob und Anerkennung dem Organisator der Präsentation Herrn Christian Seeliger aus Seebach.

 

 

U.T.

 

Forstwirtschaftliche Vereinigung stellt die Weichen für die Zukunft

Die Änderung des Bundeswaldgesetzes Juli 2010 bezüglich der Erlaubnis der Holzvermarktung durch Forstwirtschaftliche Vereinigungen brachte für die bundesweite rasante Entwicklung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse die entscheidenden gesetzlichen Grundlagen. Damit war auch unsere  Forstwirtschaftliche Vereinigung endlich in der Lage, der Eigenvermarktung der FBG den gewünschten und angestrebten Rahmen zur gemeinsamen Holzvermarktung zu bieten.

Besonders dankbar sind die Mitglieds – FBG der FBG Dürrbachgrund und ihrem Vorsitzenden Gerd Günther für große  Pionierarbeit bei der Entwicklung der Holzvermarktungskooperation . Ohne diese Vorreiterrolle hätte die Kooperation der eigenständigen Holzvermarktung noch nicht den derzeitigen Entwicklungsstand erreicht, auf dem heute die Forstwirtschaftliche Vereinigung aufbauen kann.

Mit Beschluss der Mitgliederversammlung der FWV am 29.09.2011 wird die Satzung um die Aufgabe der Holzvermarktung für die Mitglieder erweitert. Das bedeutet insbesondere, dass die FWV ab 01.01.2012 die Rahmenverträge für die FBG mit den Holzkunden verhandelt und abschließt. 

In zahlreichen sehr intensiven Verhandlungen der Mitglieds- FBG und des Vorstandes der FWV wurde eine Geschäfts-  und Gebührenordnung angepasst auf die neuen Aufgaben erstellt. Oberste Priorität war dabei immer, ein breites Dienstleistungsangebot zu fairen Preisen zu bieten, die vor allem eine Mitgliedschaft in den FBG und in der FWV als attraktives Angebot für Waldbesitzer gelten lässt.

Neben der Verhandlung von Rahmenverträgen und damit der Bündelung der Holzmengen zu attraktiven Verkaufsgrößen und damit günstigerer Preisfindungen gehören die Verkaufsabwicklung, Sicherheitsleistungen,  Abrechnungen zu den umfangreichsten Angeboten der FWV.  Selbstverständlich stehen dabei in gewohnter und vertrauensgebender Weise  die Revierleiter an der Seite der FBG- Vorstände und der FWV. Ohne diese fachkundige Unterstützung der Forstleute  wäre auch der  FWV- Vorstand unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Heinze  nicht in der Lage diesen gesamten Umfang der  Holzbringung bis zum Verkauf zu meistern. Ihm zur Seite steht neben dem Forstamt das Team der Geschäftsstelle, Frau Karin Drewes und Frau Doreen Lang.  Beide bieten eine perfekte Dienstleistung für die FBG und die Waldbesitzer von der Holzabrechnung,  Abwicklung der Einschlagskosten,  Gebührenberechnung der einzelnen FBG, Überwachung der Zahlungseingänge und der Sicherheitsleistungen, Mahnverfahren gegenüber säumigen Holzkunden, Fördermittelanträge und – abrechnungen bis zur Pflanzenbestellung und Beantwortung und Vermittlung von Anfragen.

Die FWV vereint heute 5 Forstbetriebsgemeinschaften, in denen  über  700 Waldbesitzer mit einer Gesamtwaldfläche von über 6000 ha organisiert sind. Die jährliche Holzvermarktung beträgt 40000 fm aller Sortimente.

Roswitha Leber

Schneebruchaufarbeitung weitestgehend abgeschlossen

Wie die Forstamtsleiterin Roswitha Leber mitteilt, beträgt die gesamte Schadmenge durch den Schneebruch im Amtsbereich ca. 50.000 fm. Das ist die Jahreseinschlagsmenge, die der Schnee vorrangig in den jungen Kiefern- und Fichtenbeständen zu Boden gedrückt  hat.

Nach großen Anfangsschwierigkeiten, denn viele Firmen sahen sich außerstande dieses Gewirr aufzuarbeiten, wurden doch technologische Lösungen gefunden und die Aufarbeitung konnte bis zum heuten Zeitpunkt zu 90 % abgeschlossen werden.

Der anfänglich gute Holzfluss kam im Laufe des 2. und 3. Quartals ins Stocken, da die Holzindustrie bedingt durch den Masseanfall vorrangig schwacher Sortimente an ihre Kapazitätsgrenze kam.  Die dadurch bedingte Verzögerung in der Holzabfuhr und Holzvermessung bekamen auch die liefernden Waldbesitzer zu spüren.

Trotzdem konnten die guten Holzpreise bisher bewahrt werden und der durch lange Holzlagerung bedingte Qualitätsverlust wurde überwiegend durch die Holzindustrie getragen.

Derzeit kommt es zu einem Lieferstau beim Sortiment Schichtholz, da ein Überangebot an Sägespänen und Waldschichtholz besteht.  Alle anderen Sortimente werden dringend von der Industrie nachgefragt, insbesondere Nadelstammholz lang.

Roswitha Leber

Eschentriebsterben auf dem Vormarsch

Die typischen Erscheinungsbilder des durch einen Kleinpilz verursachte sogenannte Eschentriebsterben sind vertrocknete Blätter an den Trieben und ockergelbliche  bis violettbraune Verfärbungen an den Rinden der vertrockneten Triebe. Ursache könnten Trockenheit, Frost, wechselnde Winterwitterung sein.  Von den im Forstamtsbereich Neustadt mit Esche bestockten Flächen sind bereits 1/3 deutlich geschädigt. Aber auch zahlreiche Eschen in den Ortschaften und an Straßen zeigen deutliche Krankheitserscheinungen, die zum Absterben der Bäume führen können. Es trifft nicht nur Alteschen, sondern auch in den Kulturen und Forstbaumschulen  sind die jungen Eschen deutlich betroffen. Deshalb soll vorerst gänzlich auf die Pflanzung von Eschen verzichtet werden, da ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht.

Roswitha Leber

Schneebruchaufarbeitung im Revier Pößneck nahezu abgeschlossen

Durch den starken Schneefall und das Nassschnee im Dezember 2010 sind viele Schneebruchschäden entstanden. Besonders die Forstämter in Ostthüringen (Schleiz, Weida, Paulinzella, Stadtroda und Neustadt) waren mit einer Bruchmenge von nahezu 300.000 Fm betroffen.

Es sind dabei unterschiedliche Arten von Schneebruchschäden aufgetreten. In einigen Regionen sind Einzelbrüche und vor allem Kronenbrüche in der Fichte zu verzeichnen und in anderen Gebieten sind eher die Flächenbrüche und -würfe in den 20 – 40jährigen Kiefern- beständen auffällig.

Das Revier Pößneck ist eines der kieferdominierten Reviere des Forstamtes Neustadt und wurde vom Schneebruch besonders stark betroffen.

Bei den Schneebruchflächen handelt es sich zu 80% um flächigen Schneebruch und – wurf in den besagten 20 – 40jährigen Kieferbeständen und zu 20% um Einzel- und Nesterbrüche, sowie Kronenbrüche in den Althölzern.

Im Februar und März dieses Jahres hieß es erst einmal Wege freischneiden (soweit möglich) und Flächen sichten. Woche für Woche mehrten sich die Anrufe der betroffenen Waldbesitzer und somit die Anzahl der Schneebruchflächen. Eine grobe Kalkulation und Schätzung ergab ca. 10.000 Fm Schadholz. Bei einigen Waldbesitzern steht (nun) kein Stämmchen mehr.

                           

(Foto: Küchler 02/11– Schneebruch, vorher)                                                                                     (Foto: Küchler 02/11 – Schneebruch, vorher)                                      

Es häuften sich die großen Fragen:

-        Wie soll das alles aufgearbeitet werden?

-        Wer kann das aufarbeiten?

-        Was kostet mich die Aufarbeitung und was bleibt am Ende, wenn überhaupt, übrig?

-        Wo fangen wir an?

-        Wie kommt man an die einzelnen Flächen überhaupt heran?

-        Wann können wir mit der Abarbeitung rechnen?

-        Wie entwickelt sich die Holzmarktsituation?

Diese und andere Fragen beschäftigten nicht nur die Waldbesitzer, sondern auch uns Förster.

Im kleinstrukturierten Privatwald, wie er vorrangig in Ostthüringen vorzufinden ist, sind vor allem die Zusammenarbeit und Gespräche zwischen den betroffenen Waldbesitzern und deren betroffenen oder auch nicht betroffenen Waldgrundstücksnachbarn und dem zuständigen Revierförster sehr wichtig und Grundvoraussetzung für die Beratung und die Vorgehensweise bei der Organisation der Aufarbeitung. Denn es geht hierbei meist um die Frage der Grenzen zwischen den einzelnen Waldgrundstücken (Flurstücken) und deren Zugänglichkeit.

Es mussten für den Einsatz der Forstmaschinen nicht selten neue Maschinenwege gebaut oder vorhandene schmale, stark verwachsene Bewirtschaftungswege befahrbar und nutzbar gemacht werden. Wobei dies nur durch das Miteinander und im Einvernehmen mit allen beteiligten Waldbesitzern und Nachbarn möglich war und ist.

Es handelte sich bei den Schneebruchflächen leider nicht um ebenes, gut erschlossenes und befahrbares Gelände. Nein ganz im Gegenteil, es mussten steile Hänge und zum Teil vernässte Gründe überwunden werden, da eine Bearbeitung der Flächen in den häufigsten Fällen nur von oben nach unten möglich  war. Die gebrochenen und geworfenen Bäume lagen  mit den Kronen hangabwärts, was durch den Dominoeffekt des vielen Schnees auf den Baumkronen und des durchweichten, nicht gefrorenen Boden zu erklären ist.

Mit vielen regionalen, als auch überregionalen Forstfirmen wurden die Flächen besichtigt und begangen. Einige gaben nicht einmal ein Angebot ab, da ihnen die Aufarbeitung als unmöglich erschien.

Letztendlich haben wir es dennoch geschafft gemeinsam mit unseren ortsansässigen Forstunternehmern als auch mit Forstfirmen aus anderen Bundesländern, sowie in guter Zusammenarbeit mit den Forstbetriebsgemeinschaften  und den Waldbesitzern einen Großteil der Schneebruchflächen aufzuarbeiten.

Hier an dieser Stelle sei im Namen aller Beteiligten und Betroffenen für die gute und vertrauensvolle Kommunikation und Zusammenarbeit herzlich gedankt.

                                            

(Foto: Küchler 06/11 – Harvester bei der Aufarbeitung)                                                   (Foto: Küchler 07/11 – vor der Holzrückung)

Leider konnten einige Flächen aber bis dato noch nicht bearbeitet werden. Hier steht nach wie vor das Problem, dass entweder die Waldbesitzer „unbekannt“ sind, die Erschließung nicht vorhanden oder nicht ausreichend vorhanden ist, die Forstfirmen mit der benötigten Technik noch nicht zur Verfügung stehen oder die Befahrung nur bei kompletter Trockenheit oder starkem Frost möglich ist. Daher müssen diese Flächen wohl noch etwas aufgeschoben werden, bis die optimalen Bedingungen gegeben sind.

Auch nach allen Bemühungen wird die komplette Aufarbeitung des Schneebruchs wohl erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein.

Doch auch für die Waldbesitzer, die bereits (glücklicherweise) mit der Aufarbeitung auf ihren Grundstücken „fertig“ sind, ist die Arbeit noch lange nicht getan. Wiederaufforstung lautet das neue Schlagwort.

Auch wenn die Waldbesitzer nichts für ihre Kahlflächen können, da es sich um Kalamitäten und nicht um einen selbst verursachten Kahlschlag handelt, sind sie nach § 23 – Wiederaufforstung des Thüringer Waldgesetz dazu verpflichtet, die entstanden Kahlflächen innerhalb von 3 Jahren wieder aufzuforsten.

 

 

(Foto: Küchler 08/11 - Aufarbeitung fertig, Wiederaufforstung?)

 Und wieder stellen sich viele Fragen:

-        Was kostet diese Wiederaufforstung?

-        Gibt es Fördermittel für die Wiederaufforstung?

-        Welche Baumarten kommen überhaupt dafür in Frage?

-        Wie bepflanze ich die Kahlflächen?

-        Wie werden die neuen Pflanzen vor Begleitvegetation, Wildverbiss, etc.  geschützt?

-        Wo bekomme ich die Pflanzen her?

Diese Fragen und mehr heißt es u.a. in den nächsten Wochen und Monaten zu beantworten und Hilfestellung für die Waldbesitzer zu geben. Die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) sowie die zuständigen Revierleiter sind hier als eine der ersten Anlaufpunkte für die Beratung zu nennen. Denn über die FBG können Mitglieder über Sammelbestellungen Pflanzen und Zaunmaterial, sowie Material für Einzelschutz bestellen.

Über die Fördermöglichkeiten und die richtige Wahl der Baumarten beraten die zuständigen Revierförster gern vor Ort. 

Ebenfalls ist es wichtig und notwendig das Gespräch mit den jeweiligen Jagdpächtern zu suchen. Die verstärkte und intensive Bejagung des verbeißenden Schalenwildes, wie Reh-, Dam- und Muffelwild, ist Vorraussetzung für die Wiederbewaldung der entstandenen Kahlflächen, im Hinblick auf natürliche Verjüngung. Sie ist als Ergänzung zur Wiederaufforstung nicht nur sehr wichtig und wünschenswert, sondern für die Waldbesitzer auch kostenlos.

Tina Küchler

Revierförsterin im Revier Pößneck

 

Sammelbestellung Winterverbissmittel

Revierleiter Jens Engler beabsichtigt für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften eine Sammelbestellung von Winterverbissmittel ("Certosan" o.ä.) zu organisieren. Interessierte Waldbesitzer geben bitte bis 31. Juli 2011 ihre formlose schriftliche Bestellung bei Jens Engler im Forstamt Neustadt oder bei ihrem zuständigen Revierleiter, ihrem Obmann der FBG oder in der Geschäftsstelle der FWV ab.

Holzmarktbericht 1. Quartal 2011

Die Schneebruchereignisse des vergangenen Winters haben keinen Einfluss auf den Holzmarkt ausgeübt, obwohl flächendeckend die Menge des Schneebruches generell unterschätzt wurde.

In unserem Aktionsbereich sind ca. 35 000 fm vorrangig schwache Kiefer gebrochen, aber auch schwache Fichtenbestände liegen am Boden.

Die Aufarbeitung gestaltet sich schwieriger als ursprünglich angenommen und ist vor allem arbeits- und zeitintensiv.

Insgesamt haben wir aus  den FBG –Wäldern im 1. Quartal 12000 fm Holz verkauft, überwiegend Langholzabschnitte und Schichtholz. Begrenzt wird die Rundholzlieferung zur Zeit durch die Kapazitäten der forstlichen Dienstleister und der Holzabfuhr.

Das Holzangebot aus unseren Mitgliedswaldungen ist bedingt durch die hohen Holzpreise höher. Aufgearbeiteter Schneebruch im Gössitzer Wald

Die Nachfrage der Säger findet vor allem in einem weiteren Preisanstieg seinen Niederschlag, obwohl sie alle an ihrer Kapazitätsgrenze schneiden. Ein Preisabfall ist derzeit nicht zu befürchten, da vor allem auch der Binnenmarkt bedingt durch derzeitige Konjunktur sich positiv entwickelt.

R.Leber

Gut besuchte Mitgliedervollversammlung der FBG "Dürrbachgrund"

Mit ca. 100 anwesenden Waldbesitzern war die Vollversammlung der FBG "Dürrbachgrund" am 25. Februar 2011 in der Gaststätte Dreba wieder sehr gut besucht. So würdigte auch der Inspektionsleiter der Forstinspektion Ost Herr Forstdirektor Pier Pernutz u.a. die ausgesprochen gute Arbeit des forstlichen Zusammenschlusses und die daraus folgernden positiven Auswirkungen auf den Wald und die Wirtschaft. An dem Abend wurden eine Reihe von Beschlüssen und Satzungsänderungen beschlossen, die eine bessere und effektivere Vorstandsarbeit in der FBG ermöglichen. In der Zusammensetzung des Vorstandes ergeben sich durch das Ausscheiden von zwei Mitgliedern und die daraus erforderliche Neuwahl folgende Änderungen: Ausgeschieden sind Dieter Riege und Anita Jauch. Als Schriftführer neu gewählt wurde Peter Grätsch und als Beisitzer Ulf-Dieter Pitzing und Martin Lutz. Am Ende der Veranstaltung folgte ein interessanter Vortrag zum Ergebnis der Wildverbiss- und Schälgutachten durch Herrn Udo Häger von der Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei.

Bergahorn der Stadt Pößneck erzielt bei der Submission 625 Euro je Festmeter

Zur diesjährigen Submission lieferten fünf Privatwaldbesitzer aus dem Forstamtsbereich und die Stadt Pößneck insgesamt 66 Festmeter Wertholz auf dem Submissionsplatz in Eggstedt an. Davon wurden  46 fm  von Holzkäufern aus ganz Deutschland beboten und es wurde ein durchschnittlicher Erlös von 177 €/fm erreicht.  Neben Ahorn wurden auch die Baumarten Esche, Birke, Lärche und  Fichte angeboten. Sogar ein Nussbaum und eine Aspe vervollständigten das Angebot. Neben dem Ahorn erreicht die Stadt Pößneck auch mit einer Esche 284 €/fm ein sehr gutes Ergebnis. Für die Lärche erzielte ein Waldbesitzer 276 €/fm, für die Fichte lag das beste Ergebnis bei 169 €/fm und bei der Birke standen 93 €/fm im Höchstgebot und blieb damit etwas unter den allgemeinen Erwartungen. Von den insgesamt auf dem Submissionsplatz  angebotenen 2000 fm erzielte die Eiche mit durchschnittlich 732 €/fm  die höchsten Erlöse, gefolgt vom Bergahorn mit 675 €/fm. Den Spitzenpreis auf der Submission erzielte ein Ahorn mit 7444 € aus dem Forstamt Hainich- Werratal.

Revierleiter Rolf Nusche neben versteigerten Bergahorn

Dezemberschneebruch – Aufarbeitung mit Gefahr- kostenloser Lehrgang angeboten

Die Forstämter Stadtroda und Neustadt bieten aufgrund der vielen Schneebruchschäden in den Wäldern einen speziellen Kurs zur sicheren und fachgerechten Aufarbeitung von Schadholz an. Der Lehrgang findet am 29.01. 2011 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr am Grillplatz neben dem Freibad in Wolfersdorf statt. Der Lehrgang wird von den beiden Forstwirtschaftsmeistern der Forstämter Stadtroda und Neustadt durchgeführt. Anmeldung nimmt das Forstamt Stadtroda unter 036428- 511300 bis spätestens zum 25.01.2010 entgegen.  Arbeitsschutzausrüstung und Motorsäge sind mitzubringen.

Das Forstamt Neustadt bereitet zusammen mit dem Forstamt Paulinzella einen 2. Lehrgang im Raum der Uhlstädter Heide vor. Ort und Zeitpunkt wird über die Presse ebenfalls zu erfahren sein.

Nachdem der Schnee weggetaut ist tritt  nun das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich zu Tage. Vor allem junge Kiefernbestände zwischen 20 und 40 Jahren sind am stärksten betroffen, wie die Forstamtsleiterin Roswitha Leber berichtet. Aber auch Fichtenbestände aller Altersklassen zeigen wieder typische Wipfelbrüche oder sind unter den Schneelasten auf dem total vernässten Böden komplett umgefallen. Hier liegt bei  der Aufarbeitung der größte Schwerpunkt. „ Um eine Borkenkäferkatastrophe zu verhindern sind vorrangig die vielen Fichteneinzelbrüche und – würfe aufzuarbeiten“, mahnt die Forstamtsleiterin an. Da wiederum der Privatwald am meisten betroffen ist und viele Waldbesitzer selbst ihren Wald aufräumen wollen, bieten die Forstämter diese Schulung an. Daneben sind die Revierleiter zurzeit bei der Bestandsaufnahme und werden bezüglich der Aufarbeitung die Waldbesitzer unterstützen und beraten. Die Aufarbeitung von Bruch- und Wurfholz hat in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Unfallopfer gefordert und zählt zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Wald. Das Holz steht unter Spannung und reagiert nach einem Trennschnitt vom Stock unberechenbar oder es fallen unbeachtete gebrochene Kronenteile auf den unter dem Baum Arbeitenden. Daher ist angeraten die Flächenwürfe maschinell aufarbeiten zu lassen und hier die Zusammenarbeit mit dem Waldnachbarn zu suchen, um sinnvoll, preisgünstig und rationell die Arbeiten zu organisieren. Die Rang- und Reihenfolge der Aufarbeitung lautet: Fichte vor Kiefer, Einzelbruch vor Flächenbruch und stark vor schwach.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Revierleiter oder das Forstamt. Revierförsterin Tina Küchler in Schneebruchfläche bei Langendembach

 

Holzmarktbericht 4. Quartal

Der Holzmarkt entwickelt zur  Zeit einen wahren Höhenflug und saugt jeden „ Stecken“ Holz auf, so könnte man es ganz kurz beschreiben.

Die Holzpreise sind auf einem absoluten Rekordniveau mit Preisen in der Fichte 2b= 92,00 € und Kiefer 2b= 71,00 €.  Neu ist auch, dass die höheren Stärkeklassen (3b+ und 4, also ab 35 cm Mittendurchmesser ohne Rinde)  mit steigenden Preisen honoriert werden, hier endet der Preis in der Fichte derzeit bei 95,00 € in der Fichte und 73,00 € in der Kiefer.

Selbst im Schwachholzbereich, also ab 1a (ab 10 bis 14 cm) beginnt der Preis derzeit bei 55 €, je nach Käuferanforderungen.

Der Bedarf an Sägeholz, sowohl im Langholzbereich, als auch bei Abschnitten kann momentan nicht gedeckt werden. Kleine Sägewerke suchen händeringend nach Holz, weil endlich auch ein Anschub in der Bauindustrie greift. Die Säger haben Aufträge, aber kein Holz!

Die großen Säger treiben momentan das  Preiskarussell an, weil die Holzlieferung weit hinter dem Bedarf zurück bleibt.

Dieses Bild spiegelt sich auch in den Verträgen der Forstlichen Zusammenschlüsse ab. Für das 4. Quartal konnten Verträge mit 7 Holzkunden abgeschlossen werden zu diesen marktgerechten Preisen und teilweise  darüber. Insgesamt konnte eine Liefermenge von 8500 fm durch die FBG’s angeboten werden. Die Nachfrage der Holzindustrie lag bei ca.12000 fm, so dass einigen Holzkunden keine Mengen oder nur geringere Mengen angeboten werden konnten.

Ein Trend auf dem Holzmarkt kann momentan nicht abgeschätzt werden. Entscheidend ist die Entwicklung auf dem Schnittholzmarkt, wo der Preis derzeit stagniert. Das führt zur Empfehlung, vor allem für den Privatwald, sich vertraglich abzusichern.

FAL Leber

Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften besuchen Firma Semmler in Neustadt

Organisiert von der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund besuchten am 07.10.2010

ca. 30 interessierte Waldbesitzer und Förster die Semmler Holzverarbeitung GmbH in Neustadt.

Die Firma ist einer der Hauptabnehmer des in den Wäldern des Forstamtsbereiches Neustadt geschlagenen Holzes und einer der wichtigsten Vertragspartner der Forstbetriebsgemeinschaften im Territorium. Der  Holzverarbeitungsbetrieb hat sich vor allem auf die Produktion von Dachlatten spezialisiert und verarbeitet im Jahr ca. 30.000 fm Rundholz.

Ziel der Veranstaltung war vor allem die Anforderungen an die Rundholzsortierung und Holzaushaltung für die Verarbeitung zu einem qualitativ hochwertigem Konsumgut zu vermitteln und natürlich auch, dass sich im ungezwungenen Gespräch  Waldbesitzer und Holzverarbeiter kennen lernen.

Die beiden Geschäftsführer Andre und Raik Semmler haben weder Zeit noch Mühe gescheut, die zweistündige Führung zu einem informations- und erkenntnisreichen Nachmittag zu gestalten.

Die Firma Semmler gehört zu den 10 Holzverarbeitern im Landkreis Saale- Orla mit denen die Forstbetriebsgemeinschaften der „Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale- Orla“ Lieferverträge für alle Sortimente zu marktüblichen Preisen abgeschlossen haben gemäß der Devise des „Holzes der kurzen Wege“.

  FAL Leber

Ehrenurkunde für besondere Leistungen an die Gemeinde Gössitz verliehen

Die Gemeinde Gössitz gehört mit einer Waldfläche von 141 ha zu den größten waldbesitzenden  Gemeinden des Forstamtsbereiches Neustadt/ Orla. Aber nicht deswegen wurden sie ausgezeichnet, sondern weil die Waldbewirtschaftung und das Engagement der Gemeinde in der Region für den Wald eine besondere Würdigung verdient hat.

Die „Ehrenurkunde für besondere Leistungen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ anlässlich der „Gründen Tage Thüringen 2010“ nahm stellvertretend  für alle Akteure der Bürgermeister der Gemeinde, Ulf-  Dieter Pilling, entgegen.

Es ist dem Engagement des ehemaligen Bürgermeisters Manfred Ulitzsch , seinen Gemeinderäten und dem betreuenden Revierleiter Uwe Thrum zu verdanken, das die votierende Kommission die vorgezeigten Waldbilder als vorbildlich und auszeichnungswürdig befanden.

Positiv wirkte sich auch der Umstand aus, dass die Gemeinde Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund ist und damit auch ein wichtiges Standbein der Solidargemeinschaft der Waldbesitzervereinigung ist.

FAL Leber

Holzpreise weiterhin im Aufwärtstrend

Die Holzindustrie dürstet nach unserem Holz- besser kann es uns Waldbesitzern nicht gehen. Unterstrichen wird das auch durch einen weiteren Anstieg der Holzpreise im 3. Quartal um durchschnittlich 10 %, wobei der Anstieg vor allem in den schwächeren Sortimenten besonders hoch ist. Das sind beste Voraussetzungen für dringende Waldpflegemaßnahmen in den jüngeren Waldbeständen.

Frau Ines Simon ist die neue Revierleiterin im Revier Triptis

Seit 01.08.2010 hat Frau Simon das Revier Triptis von ihrer Vertreterin Frau Ines Würker übernommen. Frau Würker ist mit einem befristetem Arbeitsvertrag zum Forstamt Marksuhl gewechselt.

Frau Simon kann auf eine über 10- jährige Berufserfahrung im Revier Pößneck verweisen, in dem sie vor allem in der Privat- und Kommunalwaldbetreuung und Waldpädagogik  sehr gute Arbeit geleistet hat.

Nach einer Auszeit wegen Qualifizierung und Babyurlaub hat Frau Simon nun das Revier Triptis übernommen, damit auch die Aufgabe der Beratung und Betreuung der Forstbetriebsgemeinschaft Friesentäler.

Frau Simon ist unter der Telefonnummer 0172- 3480297 für Sie erreichbar.

Exkursion der Forstwirtschaftlichen Vereinigung in den Schwarzwald

vom 25.-26.06.2010

Um es schon einmal vorab zu kommentieren: Es war eine Exkursion  mit einem sehr  hohen Informationsgehalt, Lernstoff, Erfahrungsaustausch und wunderschönen Eindrücken Über- und  auch Untertage… so die einhellige Meinung aller Teilnehmer.

Am 25.Juni 2010 startete die kleine Exkursionsgruppe am frühen Morgen Richtung Schwarzwald und erreichte pünktlich gegen 11.00 Uhr den kleinen  Ort Seelbach, wo uns Prof. Dr. Hermann Rodenkirchen, Privatwaldbesitzer des Forstbetriebes Großer Grassert

( 228 ha) empfing.  

Nach einer aufregenden Fahrt immer höher ins Gebirge waren wir auf dem Großen Grassert (ca. 500 mm NN)  am Ziel des 1. Exkursionspunktes angekommen. In einem lebhaften Vortrag demonstrierte uns Prof. Rodenkirchen sehr praxisnah, anschaulich und vor allem leidenschaftlich seine Betriebsziele, die geprägt waren von  Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und einer guten Balance zwischen Ökonomie und Ökologie. Schwer geschädigt durch den Sturm Lothar hat er in den letzten 10 Jahren mit Hilfe der Gratiskräfte Natur und einer klaren Jagdstrategie, natürlich auch begünstigt durch gute klimatische Voraussetzungen wunderschöne Waldbilder erzeugt. Dabei hat er nicht verheimlicht, dass es in den Randbereichen seiner Waldfläche wesentlich schwieriger war dem hohen Wilddruck die Stirn zu bieten und  es auch Ecken gab, wo nur mittels Pflanzung und Zaun eine Walderneuerung erfolgreich war.

Seine Ausführungen unterstützte und ergänzte  der  örtlich zuständigen Revierleiter, der angestellt im Amt für Waldwirtschaft Ortenaukreis zuständig für die Betreuung des Privat- und Kommunalwaldes und gleichzeitig Geschäftsführer der örtlichen FBG ist. Nicht vergleichbar ist eindeutig die Besitzstruktur im Schwarzwald mit der in Ostthüringen, denn die Durchschnittsgröße für den Privatwald liegt  bei  20 ha und weist (noch) nicht die Gemengelage auf, die uns das Wirtschaften so erschwert.

Nach einem kleinen Zwischenstopp an der Barock- Wahlfahrtskirche  St. Landelin und einem kleinen Orgelkonzert auf der Silbermannnorgel wurde Quartier in Gasthof Rebstock in Münchweiser bezogen und jeder konnte sich mit einem guten Abendbrot eine ordentliche Grundlage für die Weinverkostung schaffen.

Die abendliche Weinverkostung auf  dem Weingut von Dr. Benz begann mit einem Glas frischen, prickelnden Blanc Secco in den Weinbergen und einem informativen Vortrag über den biologischen Weinanbau. Leider musste unser Busfahrer seine vorgeschriebene Ruhepause nach 22.00 Uhr antreten, sonst wären wir alle ordentlich weinselig aus dem Weingut Richtung Nachtquartier gefahren.

Der nächste Tag begann mit einer Fahrt durch den bäuerlich und forstlich geprägten Mittleren Schwarzwald und führte uns nach Haslach- Schnellingen, wo uns der Geschäftsführer  der Waldbesitzervereinigung Mittlerer Schwarzwald Herr Prinzbach empfing.

Seine mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft  vorgetragene Power-Point- Präsentation zeigte die Entwicklung, Organisation und Zukunftsvision der Vereinigung Mittlerer Schwarzwald auf.  Die Vereinigung umfasst 77 Tha, 41 FBG  mit 3700 Einzelmitgliedern mit Flächen zwischen 10 und 180 ha.. Sie vermarktet über ihre Dienstleistungs- GmbH jährlich 380 Tfm und kommt so auf einen Hiebssatz von 8fm/ha/ Jahr.

Interessant war der Hinweis auf die enge Kooperation mit der Forstverwaltung und dem Revierleiter, die ein wichtiges Unterpfand für die erfolgreiche Entwicklung der FWV ist. Das bestärkt uns deutlich in unserer Strategie, die ebenfalls auf eine enge Kooperation mit dem Forstamt setzt. Der organisatorische Ablauf ist absolut vergleichbar, nur auf kleineren Füßen und in einigen Teilbereichen haben wir noch Nachholebedarf,  wie in den logistischen Abläufen und im kaufmännischen Bereich. Aber wir arbeiten daran!

Übrigens, wer sich genauer informieren möchte, findet die home page der FWV unter www.diefms.de.

Die Diskussion im Anschluss war anregend und zeigt unser intensives Interesse an diesem Prozess und führte doch zu dem einen oder anderen „AHA- Effekt“.

Dann ging es in die Tiefe, denn nach einer Einkleidung mit Gummistiefeln und Regenjacke ging es in das Besucherbergwerk „Segen Gottes“, eine ehemalige Silbergrube, die ehrenamtlich durch einen absoluten Enthusiasten und seinen Mitstreitern wieder ausgegraben und der Menschheit zugänglich gemacht wurde. Die Schubkarren, die in Handarbeit aus der verschütteten Grube rausgekarrt wurden sind unzählig, aber die wunderschönen Anblicke der Gesteine untertage und die deutliche Darbietung der unsagbaren Mühen unserer Vorfahren, haben diese Arbeit gelohnt. Belohnt wurde sie übrigens auch mit dem Bundesverdienstkreuz.

Tja, und dann war schon das Ende der Exkursion gekommen und mit einer Einladung ins schöne Thüringen haben wir uns von unseren Exkursionsführern verabschiedet und das Interesse an einem Gegenbesuch schien doch recht groß zu sein, weil, so Prof. Rodenkirchen: „ … der Blick über den Tellerrand immer lohnt!“

Zum Schluss ein großes Dankeschön an den Organisator, unserem Vorsitzenden Martin Heinze, dem stellvertretenden  Vorsitzenden Klaus Nicklas, der sich um das Busunternehmen gekümmert hat und der Geschäftsführerin Karin Drewes, die die Werbetrommel gerührt hat und die Fäden der Organisation in den Händen hielt.

R. Leber

 

 

Gelungener Start in die Holzvermarktung durch die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse

Die Kooperation zur gemeinsamen Holzvermarktung zwischen den FBG’s Dürrbachgrund, Seenplatte, Vor der Heide, Friesentäler, Gamsengrund und Lämmersgrund kann auf ein erfolgreiches 1. Halbjahr blicken. In enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Neustadt wurden 20 000 fm Holz  an 10 Holzkunden vermarktet und Holzerlöse für die Waldbesitzer von insgesamt 1, 3 Mio Euro erzielt.

Die derzeit guten Holzpreise in allen Sortimenten sind ein  echter Anreiz für Waldbesitzer und zeugen von einer guten Nachfrage nach Rohholz.

Für das 3. Quartal konnten wiederum Verträge mit allen Kunden abgeschlossen werden, wobei die nachgefragten Mengen nicht im vollen Umfang angeboten werden konnten.

Ziel ist nach wie vor die Beschäftigung einheimischer Unternehmer und die Vermarktung des Holzes überwiegend an thüringische Firmen. Aufgrund der günstigen territorialen Lage können alle Sortimente auf kurzem Weg ihren Käufer finden.

 

Frühjahrsveranstaltung des Waldbesitzerverbandes am 28. April 2010 im Forstrevier Gössitz

Eindrucksvoll wurden den ca. 20 Exursionsteilnehmern in den Saalehängen des Forstrevieres Gössitz die aufwendige Holzbringung mittels Seilkran durch den Forstwirt Heiko Wegelt zur Frühjahrsveranstaltung des Waldbesiterverbandes vorgeführt. Aber auch die schwierige Ertragssituation der Steilhangwaldbesitzer  war Thema der ca. 2,5 Stunden-exkursion. Dort wo Aufforstungen in den von Sturmtief Kyril verursachten Kahlschlägen notwendig wurde, ist schnell eine defizitäre Situation für die Waldeigentümer ereicht. Ein Trostpflaster in der gegenwärtigen Holzmarktlage sind die ausgesprochen guten Holzpreise und die hohe Nachfrage nach Holz. Dies machte auch Inspektionsleiter Pier Pernutz in der anschließenden Versammlung in Schmorda deutlich. Das darauf folgende einstündige Referat des Geschäftsführers des Waldbesitzerverbandes Wolfgang Heyn beinhaltete alle neuen Informationen zu Themen wie Beförsterungsgebühren, Fördermitteln, Gesetzesvorhaben, Jagd oder Forstliche Zusammenschlüsse.

Leider war auch in diesem Jahr die Teilnahme an beiden Veranstaltungen trotz des schönen Wetters und der rechtzeitigen umfangreichen Veröffentlichung der Termine sehr verhalten.

 

   U.T.

 

Das Forstamt Neustadt/Orla informiert:

Das Forstamt Neustadt weist noch mal dringend darauf hin, dass für die Inanspruchnahme von Fördermitteln über die FBG`n (Förderung Geschäftsstelle, Borkenkäferbekämpfung usw.) die unbeglaubigten Grundbuchauszüge ihrer Mitglieder vorliegen müssen. Mitglieder die diese noch nicht in der Geschäftsstelle, beim Revierförster oder im Forstamt abgegeben haben, sollten dies unbedingt nachholen, sonst entgeht seiner FBG unter Umständen die Inanspruchnahme von Fördergeldern.

Ein unbeglaubigter Grundbuchauszug kostet z.Z. 10 Euro und kann beim Grundbuchamt in Pößneck (im Amtsgericht - Bahnhofsstraße 18) schriftlich oder nach tel. Kontakt auch per Fax (Tel.:03647-42680 Fax.: 03647-426860) angefordert werden.

U.T.

Mitgliederversammlung der FBG "Oppurger Heide" stimmt für die Fusion mit der FBG "Dürrbachgrund"

Eindeutig war das Votum der FBG "Oppurger Heide" zur Fussion mit der FBG "Dürrbachgrund". Die mit über hundert Teilnehmern gut besuchte Mitgliedervollversammlung der FBG "Oppurger Heide" stimmte am 5. Februar 2010 in Kolba ohne Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltungen der Fusion mit der FBG "Dürrbachgrund" zu. Damit haben alle Mitglieder der FBG "Oppurger Heide" die Möglichkeit der FBG "Dürrbachgrund" ohne Aufnahmegebühr beizutreten und somit steht dem Entstehen der größten Forstbetriebsgemeinschaft Thüringens nichts mehr im Wege. Am 22. Februar 2010 wird die Fusion rechtswirksam. Bis zur nächsten Neuwahle des Vorstandes der FBG "Dürrbachgrund" werden die ehemaligen Vorstandsmitglieder der FBG "Oppurger Heide" Herr Riege und Herr Grätzsch in dem Vorstand der FBG "Dürrbachgrund" mitarbeiten.   U.T.

Der ehemalige Vorstand der FBG "Oppurger Heide" und seine Förster

 

Mitgliederversammlung der FBG "Dürrbachgrund" bereitet Weg für Fusion mit FBG "Zur Oppurger Heide"

Zur Mitgliedervollversammlung der FBG "Dürrbachgrund" am 22. Januar 2010 in Dreba wurde der Weg bereitet für die Fusion mit der FBG "Zur Oppurger Heide". Der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung zum Vollzug der Vereinigung beiden FBG`n bestätigte damit die gute Vorarbeit der Arbeitsgruppe "Fusion" unter Leitung von Dr. Lothar Duft. Am 5. Februar sind nun die Mitglieder der FBG "Zur Oppurger Heide" aufgerufen ihr Votum für die Fusion abzugeben.

Da im Ergebnis der Fusion die größte Forstbetriebsgemeinschaft Thüringens entstehen wird, war an dem Abend des 22. Januar viel Prominenz in Dreba anwesend. Unter anderen nahm auch der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Jürgen Reinholz ca. eine Stunde im Präsidium Platz und hielt ein Grußwort. Außerdem waren die Landtagsabgeordneten Dagmar Künast, Egon Primas, Siegfried Wetzel, der Landrat des Saale-Orla-Kreises Frank Roßner und mehrere hohe Beamte des Ministeriums Referat Forsten anwesend.

Die ausgesprochen gut besuchte Mitgliederversammlung beschloss außerdem eine Reihe von Satzungs- und Gebührenänderungen, die im Zusammenhang mit der Fusion und der eigenständigen Holzvermarktung stehen. So wird z.B. die 3%-Gebühr bei Holzverkäufen zukünftig nicht mehr von den Mitgliedern erhoben, sondern durch eine so genannte "Bündelungsprämie" ersetzt, die durch die Holzkäufer bezahlt wird. 

                            U.T.

Forstwirtschaftliche Vereinigung beruft Obleute in den Dörfern

Forstbetriebsgemeinschaften verbessern Service für Waldbesitzer

Die Berufung besonders aktiver Waldbesitzer als Obleute für die Forstbetriebsgemeinschaften in den Gemeinden war das Ergebnis einer Zusammenkunft von 30 Waldbesitzern und Förstern am 3. Dezember 2009 in Kospoda.

Die Zielstellung dieser Initiative der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen ist auf eine Verbesserung der Betreuung der Privatwaldbesitzer in den Gemeinden gerichtet. Die von den Revierförstern vorgeschlagenen und von den Vorständen der Forstbetriebsgemeinschaften bestätigten Obleute sollen vor allem Informationen über neue Entwicklungen in der Waldbewirtschaftung an die Waldbauern weitergeben. Auskünfte über Holzpreise, Holzaushaltungen, Brennholzbereitstellung aber auch die Vorbereitung gebündelter Holzeinschlagsmaßnahmen, Pflanzenbestellungen oder das Verteilen von Infomaterial und Einladungen sind mögliche Aufgabenfelder dieser Vertrauensleute. Damit die Obleute ihre Aufgaben erfüllen können, sind sie erster Ansprechpartner für ihren zuständigen Revierförster und werden von ihm in besonderem Maße mit Informationen ausgestattet. Die ortsansässigen Waldbauern haben dadurch die Möglichkeit schnelle unbürokratische Hilfe im Ort zu bekommen und sich den meist weiteren Weg zum Förster zu sparen. Nutznießer dieser Initiative sind wiederum Privatwaldbesitzer die in Forstbetriebsgemeinschaften organisiert sind.  Natürlich sollen die Obleute nicht den Förster ersetzen. Nach wie vor kann sich jeder Waldeigentümer auch direkt an seinen zuständigen Revierförster mit seinen Fragen und Problemen wenden.        

Uwe Thrum

Richtung weisende Vorstandsbeschlüsse der FBG "Dürrbachgrund" am 12.11.2009

Am Abend des 12.11.2009 wurden in Kospoda in einer Vorstandsitzung der FBG "Dürrbachgrund" wichtige Richtung weisende Beschlüsse gefasst, die für jedes FBG-mitglied von Bedeutung sind.

1. Auf Antrag der FBG "Zur Oppurger Heide" wird eine Fusion zwischen der FBG "Dürrbachgrund" und der FBG "Zur Oppurger Heide" vorbereitet. Dazu wird es eine Auflösung der FBG "Zur Oppurger Heide" und den Beitritt ihrer Mitglieder zur FBG "Dürrbachgrund" geben. Der Grund für diese Fusion liegt darin, dass sich in der FBG "Zur Oppurger Heide" kein neuer Vorstand bilden konnte. Die Fusion erfordert viel Vorbereitung soll aber bis zum Frühjahr 2010 abgeschlossen sein. Es wurde dazu eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese Fusion bietet aber auch Chancen für die Mitglieder beider forstlicher Zusammenschlüsse, denn je größer und damit finanzkräftiger eine FBG ist, desto mehr Handlungsspielräume hat sie.

2. Auf Initiative des Vorstandes der FBG "Dürrbachgrund" wurde die Geschäftsführung der FBG durch die Revierleiter in einem genau festgelegten Tätigkeitsfeld eines Geschäftsführervertrages beantragt. Da es pro FBG nur einen verantwortlichen Geschäftsführer geben darf, beschloss der Vorstand die Geschäftsführung dem Revierförster Matthias Groll zu übertragen. Im Innenverhältnis des Forstamtes muss noch geklärt werden, wie Matthias Groll in dieser Arbeit von den anderen Revierleitern unterstützt werden kann.

3. Die FBG "Dürrbachgrund" hat beschlossen kurzfristig mit eigenen Holzverkaufsverträgen erste Schritte der Holzvermarktung zu unternehmen. Zielsetzung ist es dabei, marktkonforme und damit bessere Holzpreise für die FBG-mitglieder zu erzielen und damit den Widerspruch aufzulösen, dass Holzhändler unseren Waldbesitzern z.T. bessere Preise bieten konnten, wie das Forstamt über die Rahmenverträge. Für Nicht-FBG-mitglieder wird das Holz weiter über die Rahmenverträge verkauft. An der Rechnungslegung durch das FA-büro wird sich erst mal nichts ändern, auch nicht an der Arbeit des Revierförsters (Einspielen des Holzes, Holzübergabe, Abfuhreinweisung ...). Die Holzverkaufsverträge werden maßgeblich durch die Forstamtsleitung (z.Z. Christian Zehring) und den Geschäftsführer der FBG "Dürrbachgrund" (Matthias Groll) ausgehandelt und vorbereitet und dem Vorsitzenden der FBG "Dürrbachgrund" unterzeichnet. Diese Verträge sollen schon kurzfristig, also möglichst ab spätestens Mitte Dezember wirksam werden und die gesamte Sortimentspalette abdecken. Über den Vertrag der FBG "Dürrbachgrund" können auf alle Fälle auch die Mitglieder der anderen FBG`n der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen ihr Holz verkaufen.

4. Seit langem gibt es das Vorhaben durch die Berufung von Obleuten/ Vertrauensleuten die Arbeit der FBG-vorstände und Revierförster zu erleichtern bzw. zu unterstützen und die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber unseren Mitgliedern zu verbessern. Am 3. Dezember 2009 um 17:00 Uhr in der Gaststätte "Onkel Alvin" in Kospoda  wird es die Berufung und erste Zusammenkunft der vorgeschlagenen Obleute geben. Die Einladungen dazu werden in der kommenden Woche verschickt.

Uwe Thrum

 

Erfahrungsaustausch mit dem Vorstand der FBG „Saar- und Erlbachtal“ aus dem FoA Stadtroda

5 Vorstandsmitglieder von den FBG´n der FWV Ostthüringen und 3 Forstbedienstete des Forstamtes Neustadt waren am 3. September 2009 auf Einladung der FBG „Saar- und Erlbachtal“ zu einen Erfahrungsaustausch in dem Gasthaus „Käseschänke“ bei Kaltenborn. In dieser dreistündigen Beratung wurden interessante Gespräche zum Inhalt der Arbeit der verschiedenen FBG`n geführt, Gemeinsamkeiten festgestellt, Anregungen geholt und Informationsdefizite abgebaut.

Foto: Sabine Schleicher

Mit besonderen Interesse wurde die Arbeit einer GbR, die unter dem Dach der FBG „Saar- und Erlbachtal“ gegründet wurde, analysiert. Diese GbR bündelt die Beitragszahlung für die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, erbringt andere Leistungen für die LBG und führt im Gegenzug zu erheblichen Kosteneinsparungen bei den Beiträgen der Waldbesitzer zur LBG. Ein in dieser GbR organisiertes FBG-mitglied kann auf diese Weise zur Zeit ca. 35 €/Jahr an Pflichtbeitrag gegenüber der LBG sparen.

Ein anderes Thema war die zukünftige weitere Zusammenarbeit der FBG`n in Ostthüringen. Sicherlich war dies nicht die letzte Zusammenkunft mit dieser unserer benachbarten FBG „Saar- und Erlbachtal“

Uwe Thrum

Das Forstamt Neustadt/Orla informiert:

Einkommensverlustprämie ( Erstaufforstungsprämie )

Zur Jahresmitte 2009 werden organisatorische Veränderungen in der forstlichen Förderung vorgenommen und neue Abrechnungsprogramme eingeführt. Aus diesem Grund ist es in diesem Jahr erforderlich, die Anträge auf Einkommensverlustprämie bereits bis spätestens 31.07.2009 statt 30.09.2009 im zuständigen Forstamt einzureichen.

                   Der Antragsteller muss mit seiner Unterschrift garantieren, dass sich seine Kultur in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet. Die entsprechenden Anträge können im jeweiligen Forstamt bzw. beim zuständigen Revierleiter bezogen werden.                  

U. Butzert -Forstamtsleiterin- (kommissarisch)

Exkursion der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale-Orla in Ostthüringen“ auf Einladung der hessischen Forstbetriebsgemeinschaft Fulda

Bereits drei Jahre waren vergangen seit Waldbesitzer der Forstbetriebsgemeinschaft Fulda mit drei vollen Reisebussen das Forstamt Neustadt besuchten. Endlich am 16. Mai diesen Jahres folgten 40 Waldbesitzer der FWV „Saale-Orla in Ostthüringen“ der Gegeneinladung der hessischen Waldbauern. Schon fünf Uhr früh begann die dreistündige Fahrt bei Regenwetter und die Hoffnung auf Sonnenschein erfüllte sich pünktlich mit der Ankunft in Fulda.

Der staatliche Revierleiter und Geschäftsführer der FBG Fulda Herr Jochen Rümann nahm uns vor den Toren von Fulda in Empfang und führte uns als erstes zu einen geschichtlich interessanten Kloster in Petersberg. Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Stadt Fulda. Herr Rümann zeigte, dass man als Forstmann auch über den „Tellerrand“ schauen kann und beeindruckte mit erstaunlichen Kenntnissen zur Geschichte des Klosters, der Stadt Fulda und ihrer Umgebung.

Eine Stunde später wurden wir von dem Vorsitzenden der 3500 Hektar großen und 800 Mitglieder starken „FBG Fulda“ Herrn Schwarz und zwei Vorstandmitgliedern in Empfang genommen. Hier stellten die Hessen ihre angenehme Gastfreundschaft unter Beweis. Bei „Kümmel“ und einen kleinen Imbiss  wurden erste Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht.

Im anschließenden waldbaulichen Teil der Exkursion führte uns Herr Schwarz und Herr Rümann durch die Wälder der 74 Hektar großen Waldgenossenschaft Lünemünd deren Vorsitzender ebenfalls Herr Schwarz ist. Bei der Vorstellung von Waldbildern, Bewirtschaftungsmaßnahmen und Waldbauzielen betonte Herr Schwarz immer wieder, dass der beachtliche Erfolg des Forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses in Fulda in erster Linie das Ergebnis der guten Arbeit des engagierten Revierleiters Herrn Rümann ist. Und dieser Erfolge in Zahlen ausgedrückt, ist in der Tat beachtlich: Der Organisationsgrad in der FBG Fulda liegt deutlich über 90 % Mitgliedschaft der Privatwaldbesitzer und zeugt somit von hoher Zufriedenheit und Vertrauen der Waldbauern in diese Zusammenschlüsse. Es werden jährlich 10 bis 12 Tausend Festmeter Holz eingeschlagen, Schmuckbaumverkaufsaktionen, Pflanzenbestellungen und viele weitere Aktivitäten organisiert. Die Arbeit der Vorstände wird ausnahmslos ehrenamtlich durchgeführt. Wenn man bedenkt, dass Herr Schwarz auch noch Ortsvorsteher seiner Gemeinde ist, zollt dies Respekt.

Wo die Ursachen dieser Erfolgsbilanz liegen, wurde in den Gesprächen während des gemeinsamen Mittagessens bald deutlich, wenn gleich sich hier für uns keine Geheimnis offenbarte. Die Bewirtschaftung der Wäldern der FBG wird auf der Grundlage eines Beförsterungsvertrages mit dem staatlichen Einheitsforstamt Fulda durchgeführt. Zusätzlich wird die Geschäftsführung der FBG durch den staatlichen Revierleiter abgesichert. Für Waldbesitzer bis 5 Hektar Betriebsgröße werden für die Beförsterung keine Gebühren berechnet und Waldbesitzer mit über 5 Hektar bezahlen lediglich 2,39 €/ha/Jahr. Für den Holzverkauf  kassiert das Forstamt ebenfalls nur 40 Cent/fm. Der Holzverkauf muss in Hessen zwar grundsätzlich eigenständig durch die FBG´n durchgeführt werden, erfährt aber ebenfalls eine umfangreiche Unterstützung durch das Forstamt. Bereits hier wird deutlich, dass die Waldbesitzer in Hessen eine weitaus höhere staatliche Förderung erfahren, als die Waldbesitzer in Thüringen. Offenbar hat das hessische Finanzministerium, im Gegensatz zum Thüringischen, erkannt, dass die reichlichsten Einnahmen des Staates nicht aus Gebühren, sondern von den indirekten Steuern aus der Bewirtschaftung des Waldes kommen! Der Beitrag für die Mitgliedschaft in der FBG beträgt  lediglich 60 Cent/ha/Jahr und 10 Cent/fm für verkauftes Holz. In diesen ohnehin niedrigen Betrag ist sogar die Waldhaftpflicht- und Waldbrandversicherung enthalten. Die Waldbesitzer der FBG erhalten also für diese Beiträge eine echte und spürbare Gegenleistung. Diese ausgesprochen günstigen Konditionen der Mitgliedschaft erklären den hohen Organisationsgrad in der FBG.

Noch beeindruckt von diesen Bilanzen der hessischen FBG führte uns ihr Geschäftsführer Jochen Rümann durch die wunderschöne Stadt Fulda und erklärte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Auch hier bewies der Forstmann wieder fundierte Geschichtskenntnisse. Dankbar für die wunderschönen Stunde und die Führung im hessischen Forstamt Fulda verabschiedeten wir uns dann am Nachmittag von Herrn Rümann.

Auf der Heimfahrt in Richtung Thüringen  gingen Einigen von uns so manche Gedanken, Vergleiche aber auch Fragen durch den Kopf. Das Anliegen unseres Besuches in Hessen war ja in erster Linie Erfahrungen auszutauschen und von Erfolgen anderer FBG`n zu lernen.

Worin lag nun der Grund für die Erfolge dieser hervorragend arbeitenden FBG begründet? Zweifellos ist es zum großen Teil dem Engagement des Revierleiters Jochen Rümann und dem hohen Einsatz  der ehrenamtlichen Arbeit des Vorsitzenden Herrn Schwarz zu verdanken. Aber allein dies wäre nicht möglich, wenn die forstpolitischen Rahmenbedingungen für die Kleinprivatwaldbesitzer in Hessen nicht so gut wären. Die Waldbesitzer und die FBG`n in Hessen erhalten nicht nur eine ungleich umfassendere, sondern auch eine wesentlich kostengünstigere Betreuung, im Vergleich zu den Waldbesitzern in Thüringen. Dadurch sind die hessischen Waldbesitzer in den FBG´n ausgesprochen gut aufgestellt und für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Diese gute Förderung und Betreuung der hessischen FBG`n wird aber dort nicht nur geschätzt, sondern um ihre Beibehaltung wird gerungen. Wir hörten hier nicht einmal das Bestreben der Herbeiführung so genannter  „Selbstständigkeiten“. Sollten etwa nur die hessischen Waldbesitzer begriffen haben, dass das, was unter den Schlagwörtern „Selbstständigkeit“ oder „Höhere Verantwortung“ propagiert wird, nichts anderes ist, als der Rückzug der Forstverwaltung aus der intensiven Privatwaldbetreuung und die daraus resultierende Kostenverlagerung auf die FBG`n und damit auf die Privatwaldbesitzer? Oder liegt es daran, dass es nur in Thüringen einige eifrige Forstbeamte gibt, die im vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Politik und mit Blick auf schnelle Beförderung oder die Befriedigung ihres Ehrgeizes, mehr ihr Eigenwohl als das der Privatwaldbesitzer im Auge haben. Sollte es in der hessischen Forstverwaltung etwa keine dieser schwarzen Schafe geben, die als unkündbare Beamte diese Demontage ihrer eigene Verwaltung beschleunigen und dabei billigend in Kauf nehmen, dass junge gut ausgebildete Forstleute keine Chance mehr bekommen, obwohl sie dringender denn je gebraucht werden?

Oder liegt es daran, dass wir als Privatwaldbesitzer zu wenig Widerstand den ewigen Reformern entgegensetzen und deshalb unsere Interessen auf der Strecke bleiben. Ich wünschte es würde zu den Waldbesitzerversammlungen oder den derzeitig stattfindende Wahlveranstaltungen der Parteien des Öfteren mal ein Waldbesitzer aufstehen und sagen: „Nein das will ich nicht! Ich will nicht, dass wir die Folgen des seit Jahren andauernden Personalabbaues in der Thüringer Forstverwaltung tragen müssen.  Ich will nicht, dass wir für die Überschuldung des Thüringer Haushaltes den Preis zahlen, denn ich habe diese Verschuldung weder zu verantworten, noch bin ich Nutznießer dieser Verschwendung der vergangenen Jahre. Ich fordere die weitere kostengünstige Betreuung durch die Forstverwaltung mit ausreichenden und motivierten Personal, denn ich bringe durch die Bewirtschaftung meines Waldes der Gesellschaft mehr Nutzen, als dies kostet!“

Ich befürchte, wenn wir dies nicht laut und deutlich sagen, dann werden in erster Linie wir, die Kleinprivatwaldbesitzer,  die Zeche des dramatischen Personalabbaues in der Forstverwaltung und die damit einhergehenden Reformen bezahlen. 

Prof. Dr. Martin Heinze                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale-Orla in Ostthüringen“

Neuwahlen in der FBG "Lämmersgrund"

Am Sonnabend den 04.04.2009 wurde die Mitglieder- und Wahlversammlung der FBG "Lämmersgrund" durchgeführt. Im Ergebnis der Wahl konnte der bisherige Vorstand bestätigt werden. Als Vorsitzender wurde aber der bisherige Stellvertreter Alfred Engelmann gewählt. Weiterhin wurden in der Vollversammlung 2 wichtige Beschlüsse gefasst: Der neue Vorsitzende wurde beauftragt beim Forstamt den Antrag zu stellen, den Revierförster Jens Engler als Geschäftsführer der FBG "Lämmergrund" zu bestellen. Weiterhin wurde er beauftragt mit der FBG "Friesentäler" Verhandlungen zu einer möglichen Fusion der beiden FBG`n aufzunehmen.

 

Statistik der Entwicklung der Forstbetriebsgemeinschaften im Forstamtsbereich Neustadt/ Orla     Stand 31.12.2008
                 
                 
  ME Dürrbachgrund Lämmersgrund Zur Oppurger Heide Friesentäler Gamsengrund Vor der Heide Seenplatte Summe
Mitglieder 2004   245 50 128 50 26 40   539
Mitglieder 2005   357 57 143 64 27 47   695
Mitglieder 2006   377 57 143 67 27 46 27 744
Mitglieder 2007   379 57 148 69 26 43 27 749
Mitglieder 2008   379 55 149 66 26 41 29 745
                   
Fläche 2004 ha                  1.680                   377                        1.030                   380                137                   216                         3.820   
Fläche 2005 ha                  2.942                   411                        1.187                   420                138                   267                         5.365   
Fläche 2006 ha                  3.070                   417                        1.408                   449                136                   284                   204                       5.968   
Fläche 2007 ha                  3.098                   415                        1.500                   478                134                   276                   204                       6.105   
Fläche 2008 ha                  3.098                   411                        1.536                   469                135                   270                   212                       6.131   
                   
Holzverkauf  2004 fm                  7.578                1.189                        3.035                   111                  14                   699                        12.626   
Holzverkauf  2005 fm                 16.459                2.056                        9.735                   908                291                1.372                        30.821   
Holzverkauf  2006 fm                 19.372                1.505                        8.460                1.219                314                1.577                   1135                     33.582 
Holzverkauf  2007 fm                 26.056                1.141                        3.050                1.558                603                   270                  1316                   33.994 
Holzverkauf  2008 fm                 28.373                1.197                        4.176                1.209             1.424                   997                     664                  38.040 
                   
Hiebsatz 2005 fm/ha 5,6 5,0 8,2 2,2 2,1 5,1   5,7
Hiebsatz 2006 fm/ha 6,3 3,6 6,0 2,7 2,3 5,6 0,7 5,5
Hiebsatz 2007 fm/ha 8,4 2,7 2,0 3,3 4,5 1,0 0,8 5,4
Hiebsatz 2008 fm/ha 9,2 2,9 2,7 2,6 10,5 3,7 0,4 6,1
                   
                   
Holzerlöse 2005 Euro               729.649               69.690                    360.694              35.192           11.262              47.769                   1.254.256   
Holzerlöse 2006 Euro               897.374               63.360                    271.712              46.038           16.669              59.809                7.692                 1.362.654   
Holzerlöse 2007 Euro            1.401.964               60.688                    155.247              78.868           37.114              13.284                9.077                 1.756.242   
Holzerlöse 2008 Euro            1.380.916               62.496                    198.545              56.880           69.291              51.991                5.186                 1.825.305   
                   
Durchschnittserlös 2005 Euro/fm 44 34 37 39 39 35   41
Durchschnittserlös 2006 Euro/fm 46 42 32 38 53 38 55 42
Durchschnittserlös 2007 Euro/fm 54 53 51 51 62 49 56 53
Durchschnittserlös 2008 Euro/fm 49 52 48 47 49 52 57 49
                 
Erläuterung:                  

Die farbig unterlegten FBG' en sind Mitglieder der Forstwirtschaftlichen Vereinigung "Saale- Orla".

 

 

 

 

Die FBG Seenplatte hat Interesse an einer Mitgliedschaft angemeldet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der enorme Anstieg beim Holzverkauf ist im wesentlichen dem Orkanstürmen Kyrill 2007 und Emma 2008 sowie dem hohen Anfall an Kalamitätsholz  geschuldet.

Nicht eingerechnet sind die großen Mengen Brennholz, die vor allem nach dem Ölpreisanstieg 2008  in der Regel als Eigenbedarf oder Selbstwerbung  geworben wurden.

Nicht eingerechnet ist ebenfalls Holz von Mitgliedsbetrieben, welches von Waldbesitzern selbst vermarktet wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die großen Unterschiede zwischen den einzelnen FBG'en erklären sich im wesentlichen aus dem oben angenannten Anteil Kalamitätsholz,

 

dass in den Kiefernregionen nicht in diesem Maße angefallen ist.

 

 

 

 

 

Diese FBG'en waren meist durch einen Einschlagstopp  bei Frischholz stark in ihren Aktivitäten eingeschränkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Generell muß festgestellt werden , dass die Aufarbeitung des Sturm- und Käferholzes in den letzten 3 Jahren das Wirken im Wald diktiert hat.

 

Im Ergebnis konnten dringend notwendige Waldpflegemaßnahmen nicht getätigt werden und Wiederaufforstungen stehen in Größenordnungen an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unterschiede im Durchschnitterlös erklären sich  aus der Baumartenzusammensetzung (Kiefer geringerer Holzerlös),

 

 

dem Anteil Käferholz und dem Anteil Schichtholz.

 

 

 

 

 

 

Abzüglich der Holzverkaufsgebühren und der Holzerntekosten ergibt sich ein Reingewinn für die Waldbesitzer von über 1 Mio Euro bzw. von 28 €/ fm.

 

OTZ – Beitrag vom 4. März 2009

Mitglieder der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla haben am Montagabend bei einem Treffen in Dreba den Erhalt von
Gemeinschaftsforstämtern in Thüringen gefordert. Diese nur noch in wenigen Bundesländern existierenden Einrichtungen sind nicht nur für den Staatswald
zuständig, sondern auch für den Kommunal- und Privatwald. Vor allem die Eigentümer von kleinparzellierten Privatwäldern, wie es sie in unserer
Stauseeregion sehr häufig gibt, profitieren vom Staatlichen Forstamt in Neustadt und seinen Revierförstern, sagte der Vorsitzende der seit knapp

drei Jahren bestehenden Vereinigung, Prof. Dr. Martin Heinze.
Gerade bei der Vermarktung von kleinen Mengen Holz seien diese von großem Vorteil. Wer lediglich zehn Festmeter eingeschlagen hat, kann diese im
Normalfall nur als Brennholz verkaufen. Im Forstamt werden diese Kleinangebote zusammengefasst und gemeinsam vermarktet, zollte der
Chefeinkäufer der Klausner Holz Thüringen in Saalburg-Ebersdorf, Rolf Wunsch, dieser Institution großen Respekt. Waldbesitzer würden von der Holz-
und Papierindustrie oftmals mehr als das doppelte des Brennholzpreises gezahlt bekommen. Unter dem Dach der Forstwirtschaftlichen Vereinigung
befinden sich sechs Forstbetriebsgemeinschaften, in denen rund 700 Waldbesitzer mit insgesamt 6000 Hektar Fläche organisiert sind.
Die Vorsitzende des Forstausschusses im Thüringer Landtag, Carola Stauche (CDU), die mit ihrem Leubsdorfer Fraktionskollegen Gottfried Schugens an
dieser Gesprächsrunde teilnahm, versuchte den Teilnehmern die Sorge zu nehmen: Die Landesregierung will an diesen bewährten Strukturen festhalten.
Doch die Forstwirte möchten auch, dass die Zahl der Revierförster keineswegs verringert und somit ihr Zuständigkeitsgebiet nicht vergrößert wird. Maximal
1200 Hektar, größer dürfen die zu betreuenden Reviere nicht sein, sagte Vereinigungsvorsitzender Heinze. Aber auch die Übergabe an Nachfolger müsse
besser vorbereitet werden. Im Juni geht unser Revierförster Rolf Steps in den Ruhestand. Sein Nachfolger müsste mindestens ein halbes Jahr von ihm
eingearbeitet werden, um sein künftiges Revier ordentlich kennenzulernen. Doch für zwei Mitarbeiter gleichzeitig in einem Revier gibt es kein Geld,
beklagte Klaus Nicklas, Vorsitzender der im Raum Triptis ansässigen Forstbetriebsgemeinschaft Friesentäler. Die Forstwirte gaben zu bedenken,
dass ein Revierförster mehr Geld einspiele als er koste.
Gerade im Kampf gegen die Borkenkäfer-Plage sei die regelmäßige Patrouille im Revier von enormer Bedeutung. Seit dem Jahrhundertsommer im Jahr 2003
herrsche in den Wäldern vor allem am Hohenwarte-Stausee eine dramatische Situation. Nach dem Orkan Kyrill im Januar 2007 haben allein die Mitglieder
der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund 21 000 Festmeter und im Jahr darauf 28 000 Festmeter Holz an die Industrie verkauft. Normal sind für uns
eigentlich rund 15 000 Festmeter im Jahr. Geht das so weiter, ist die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes in Gefahr, warnte der Vorsitzende der
Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund, Gerd Günther.
Die Forstwirte hatten am Montagnachmittag ihre Erfahrungen im Waldumbau hin zum Mischwald ausgewertet und dabei im Raum Weira zwei Privatwälder
besichtigt. Die Diskussion am Abend erfolgte bei Mathias Weise in Dreba, um den Politikern an seinem Beispiel zu verdeutlichen, dass der Forst zu den wirtschaftlichen Stützen im ländlichen Raum gehört. Familie Weise züchtet auf ihrem Bauernhof nicht nur Angusrinder, sondern unterhält auch 90 Hektar
Wald und 15 Teiche zur Fischzucht, betreibt dazu noch Ferienwohnungen.

Forstwirtschaftliche Vereinigung nimmt Kontakt zum Klausner auf

Am Montag, den 19.01.2009 trafen sich  Vertreter der Forstwirtschaftlichen Vereinigung (FV) unter Leitung ihres Vorsitzenden Prof. Martin Heinze mit dem Chef des Rundholzeinkaufs der Firma Klausner in Thüringen, Herrn Wunsch im Werk in Friesau.

Ziele der Gespräche waren unter anderem die Vorstellung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung, die Erörterung der  Zahlungsschwierigkeiten der Firma Klausner auf Grund der wirtschaftlichen Lage am Schnittholzmarkt und die weitere Entwicklung der Geschäftsbeziehungen.

Bei einem Rundgang durch das Werk , geführt vom Mitarbeiter im Rundholzeinkauf, Herrn Stölzner, wurden  Fragen zur  Holzanfuhr, Sortierung und Vermessung des Rundholzes erörtert.

Anschließend wurde die Gesprächsrunde in der Kantine weitergeführt.

Zu Beginn offenbarte sich ein eindeutiger Konsens zur weiteren engeren und direkterem Zusammenarbeit, der Holzvermarktung unter dem Dach der Rahmenverträge der Forstverwaltung und der wichtigen Rolle der Revierförster. Beide Seiten waren sich einig, dass das Gemeinschaftsforstamt unter den derzeitigen Bedingungen in Thüringen eindeutig die beste Garantie für die Holzlieferung  aus dem Privatwald darstellt und dieser Standpunkt auch gegenüber der Politik deutlich vertreten wird.

Es wurde vereinbart, dass zu Gesprächen, die die Vereinigung in nächster Zeit auch mit Politikern suchen wird, auch Vertreter der Holzindustrie hinzugeladen werden.

Im zweiten Teil des Gespräches wurde durch die Vertreter der Forstlichen Vereinigung die hohen Aufwendungen seitens des Dienstleistungsbereiches der Vereinigung zur Bündelung des Holzangebotes und der Rechnungslegung erörtert. Es wurde unsererseits deutlich gemacht, dass für diesen Aufwand im Gegenzug von der Firma Klausner auch eine pünktliche Zahlung und rasche Abfuhr erwartet wird. Es sei notwendig für die weitere Entwicklung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse, dass die Mitglieder ihr anvertrautes Holz in guten Händen wissen und sie sicher und schnell zu ihrem Geld kommen.

Für die finanzielle Stabilität der FBGen ist  wichtig, dass ein schneller Geldfluss ihnen weitere wirtschaftliche Maßnahmen ermöglicht. Reißt der Geldfluss ab, so führt das zu Einschlagsstopp und das wieder in der Folge zu finanzieller Engpässen bei den Einschlags- und Rückefirmen und den Mitgliedern.

Herr Wunsch brachte vollstes Verständnis dafür auf, sicherte maximale Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten zu und bat um direkte Information, falls es irgendwo klemmt.

Die Mitglieds- FBG der Forstwirtschaftlichen Vereinigung mit einer Gesamtfläche von 5800 ha und 700 Mitgliedern liefern seit Jahren kontinuierlich zwischen 20 000 bis 30 000 fm Rundholz an Klausner. Das ist zwar nur ca. 1 % des Rundholzeinschnitts von Klausner, aber damit  sichern wir ca. 30 Arbeitsplätze in der Region… und es ist Holz der kurzen Wege!

Roswitha Leber

Das Forstamt Neustadt erinnert:

Waldbesitzer, die einen Beförsterungsvertrag haben und von den Rabatten der Pflanzensammelbestellung des Forstamtes profitieren wollen, müssen ihre Pflanzenbestellungen bis zum 30. Januar bei ihren zuständigen Revierförster abgeben.

Waldbesitzer, die in ihrem Wald im Winterhalbjahr 2008/2009 erhebliche Wildschäden festgestellt haben, können diese bis zum 1. Mai bei ihrer zuständigen Gemeinde anmelden. Wenn dieser Termin verstrichen ist, erlischt die Schadensersatzpflicht der Jagdgenossenschaft bzw. des Jagdpächters.

Bei Waldbesitzer, die einen Beförsterungsvertrag haben und die nicht Mitglied in einer Forstbetriebsgemeinschaft sind, führt das erste Mahnverfahren gegenüber säumigen Holzkäufern das Forstamt für die Waldbesitzer durch. Voraussetzung dafür ist, dass die Waldbesitzer sich sofort im Forstamt melden, wenn der in der Holzrechnung aufgeführte Zahlungstermin überschritten ist. Bei Mitgliedern von Forstbetriebsgemeinschaften der FWV wird das Mahnverfahren automatisch von der Geschäftsstelle der FWV durchgeführt. Ebenfalls sollten alle beförsterten Waldbesitzer nochmals überprüfen, ob sie neben ihren Beförsterungsvertrag einen aktuellen Holzverkaufsvertrag mit dem Forstamt Neustadt abgeschlossen haben. Bei Fragen wenden Sie sich an ihren Revierförster!

 

Bodenschutzkalkung 2008 im Thüringer Forstamt Neustadt / Orla           

 Waldböden sind ein besonders schützenswertes Gut. Trotz eines Rückgangs der Säurebelastung sind schon heute die Belastungen durch Schadstoffeinträge auf unsere Böden höher als ihre Fähigkeit, diese Stoffe ökosystemneutral aufzunehmen. Gerade die schon von Natur aus basenarmen Standorte, auf denen mehr als die Hälfte unserer Wälder stockt, unterliegen einer erhöhten Versauerungsgefährdung. Die Bodenschutzkalkung stellt hierbei eine mittel- bis langfristig wirksame Vorbeugemaßnahme dar, um einer weiteren Verschlechterung des Waldbodenzustandes entgegen zu wirken und zur Stabilisierung geschädigter Waldökosysteme beizutragen. Zu den Kennzeichen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft zählt unter anderem ein standortangepasster Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Es ist ein wichtiger Beitrag für die Leistungsfähigkeit unserer Wälder.

Bei der Bodenschutzkalkung 2008, bei denen unter anderem  auch das Thüringer Neustadt/Orla mit wirkte, handelte es sich um ein zu 100% aus Bundesgeldern finanziertes Modellvorhaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dieses Modellvorhaben diente der Unterstützung vordringlicher Kalkungsmaßnahmen ausschließlich im Kleinprivatwald.

Nach der derzeit gültigen Fassung der „Anweisung zur Bodenschutzkalkung in den Wäldern des Freistaats Thüringen“ wurde die Kalkung vorbereitet, durchgeführt und abgeschlossen.

In enger Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei (TLWJF) hieß es im Vorfeld der Bodenschutzkalkung, die dazu anstehenden Waldbestände sorgfältig auszusuchen, zu prüfen und als kalkungsbedürftig einzuordnen. Ermittelt wurde eine  Gesamtfläche von 423,60 Hektar in den zwei Revieren Pößneck und Triptis.

Doch mit der Auswahl und Festlegung geeigneter Waldbestände war die Vorbereitung keineswegs abgeschlossen. Die betreffen Waldbesitzer mussten über Notwendigkeit und Ziel der Bodenschutzkalkung informiert und deren Einverständniserklärung eingeholt werden. Aufgrund der örtlichen Waldbesitzstruktur, kleinparzellierter Privatwald (unter Umständen auch Flurstücksgrößen unter 0,5 Hektar), nahm dieser Vorbereitungsschritt die meiste Zeit in Anspruch. Einige Waldbesitzer konnten persönlich durch die Revierleiter angesprochen werden, andere waren nur über Anschreiben zu erreichen. Unterschriftslisten wurden erstellt, Anschreiben verfasst und Rückläufen nachgelaufen.

Auch die Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde, sowie die Information der örtlichen Bevölkerung waren wichtige Elemente der Vorbereitung und für eine problemlose Durchführung von hoher Notwendigkeit. Weiterhin erfolgte während des Ausschreibungsverfahrens, die Suche und Koordinierung geeigneter Lager- und Landeplätze, sowie die Festlegung des zu verwendenden Kalkes, der Ausbringungsmenge und die Ausbringungstechnologie.

Mitte Oktober 2008 begann die Bodenschutzkalkung im Thüringer Forstamt Neustadt/Orla. In den zwei  Forstrevieren Triptis und Pößneck fand unter der Leitung der jeweils zuständigen örtlichen Wirtschafter Frau Tina Küchler und Herrn Rolf Stäps, die Befliegung in den Gemarkungen Rehmen, Schweinitz, Kleindembach, Schönborn, Ottmannsdorf und Zwackau im Zeitraum vom 9.10.2008 bis 15.11.2008 statt.

In den Kalkungsgebieten der Forstreviere Triptis und Pößneck kam erdfeuchter, kohlensaurer Magnesiumkalk 80 (50%CaCO3; 30% MgCO3) geliefert von der „Dornburger Zement GmbH & Co. KG“ mit einer Ausbringungsmenge von 3 Tonnen pro Hektar zum Einsatz.

Die aviotechnische Kalkapplikation mit Helikopter ist zwar verhältnismäßig teuer, aber treffgenau. Sie ist in allen Beständen durchführbar und unterliegt den geringsten zeitlichen Einschränkungen. Die Umschlag-/ und Landeplätze lagen inmitten der Kalkungsflächen im Wald bzw. in deren unmittelbarer Nähe (max. 1km Entfernung). Diese wurden vom Piloten gemeinsam mit dem Forstamt unter Berücksichtigung des vorhandenen Wegenetzes für Kalktransport und Flugsicherheit festgelegt.

Erstmals kam dieses Jahr die GPS-unterstützte aviotechnische Ausbringung des Kalkes durch die Düngekalkgesellschaft „Düka“ aus Baring zum Einsatz. Den Auftragnehmern wurde eine CD mit den notwendigen Daten zur Verfügung gestellt. Am Bordrechner wurden die digitale Karte des Kalkungsbereiches /-gebietes und die Kalkapplikation angezeigt. Es war eine enorme Erleichterung für den Piloten, als auch für das zuständige Forstamt und den Revierleiter vor Ort, dadurch eine bessere Überwachungs- und Kontrollemethode der Arbeitsqualität zu erhalten.

Nach zweieinhalbwöchiger Helikopterkalkung im Thüringer Forstamt Neustadt konnte die Bodenschutzkalkung 2008 erfolgreich und problemlos abgeschlossen werden. Von den betroffenen bzw. beteiligten Waldbesitzer und der örtlichen Bevölkerung erhielten wir Zufriedenheit und Zuspruch für weitere wald- und bodenverbessernde Maßnahmen.

Tina Küchler

 

Weitere Kontinuität in der Revierbesetzung des Revieres Pößneck gewährleistet - FWV dankt Minister Sklenar

Neustadt/Orla, den 08.01.2009

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Sklenar,

mit Freude haben wir von Ihrer Entscheidung erfahren, dass Sie den Zeitvertrag von   Frau Tina Küchler, die die Reviervertretung für das Revier Pößneck übertragen bekommen hat, bis zum 02.10.2009 verlängert haben.  

Es erfüllt uns mit Zuversicht, dass Sie die von Ihnen während des gemeinsamen Borkenkäfertermins im Sommer 2008 im Forstamt Neustadt gemachte Versprechen einhalten und der weiteren zuverlässigen Betreuung  des Kleinprivatwaldes höchste Priorität einräumen. Es ist uns bewusst, dass wir nur durch eine aktive Unterstützung durch die Revierleiter und funktionierende forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse unsere Wettbewerbsnachteile kompensieren, unseren Wald auch zum Wohle der Allgemeinheit bewirtschaften und als zuverlässige Partner der Holzwirtschaft agieren können.

Vertrauen schaffen und erhalten ist das wichtigste Unterpfand für eine erfolgreiche Bewirtschaftung des Kleinprivatwaldes. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken.

Die Revierfläche beinhaltet Mitgliedsflächen von drei Forstbetriebsgemeinschaften, die Mitglied unserer Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale- Orla in Ostthüringen“ sind. Alle drei Vorstände haben uns beauftragt, diesen Dank auch in ihrem Namen auszudrücken.

Frau Tina Küchler hat außerordentlich verantwortungsbewusst die Geschicke des Revieres in die Hand genommen, sich der hohen Aufgabe gestellt, 89 Beförsterungsverträge mit eine Gesamtfläche von 1011 ha vorbildlich zu betreuen. Sie hat sich in kürzester Zeit das Vertrauen und die Zuversicht der Waldbesitzer erarbeitet und dabei ihre Flexibilität und Fachkompetenz unter Beweis gestellt.

Die Stadt Pößneck mit einer Gesamtfläche von 280 ha Wald als Mitglied der FBG „Zur Oppurger Heide“ hat bereits in einem Schreiben am 23.04.2008 dringend um eine Kontinuität und Stabilität in der Revierbesetzung gebeten und die gute Arbeit von Frau Tina Küchler hervorgehoben.

Wir halten eine kontinuierliche Besetzung unserer Reviere für außerordentlich wichtig, zumal die bisherige erfolgreiche Bewirtschaftung des Privatwaldes in unseren Revieren ein beredtes Zeugnis dafür ablegt, was engagiertes Personal mit einem hohen Vertrauensbonus durch die Waldbesitzer bewegen kann.

Wir verbinden mit diesem Schreiben die Hoffnung, dass Frau Tina Küchler auch über den 02.10.2009 hinaus uns als Revierförsterin erhalten bleibt, wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern alles Gute und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Martin Heinze

Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale- Orla in Ostthüringen“

 

 

"Borkenkäfer sind sehr hart im Nehmen"

 

Wer sich von der klirrenden Kälte einen borkenkäferfreien Sommer erhofft, wird wohl enttäuscht: Insekten stecken lange Frostperioden locker weg.

In Frostperioden reduzierten Insekten ihre Körperfunktionen auf ein Minimum und fallen in eine Art Kältestarre. Sie sind dann wie konserviert.  Vorhersagen über mögliche Schädlingsplagen sind derzeit kaum möglich - dezimiert werden die Schädlinge durch die Kälte jedenfalls nicht.

Bei Feuchtigkeit drohen Pilzerkrankungen

Trockene Kälte ist für die kleinen Krabbler völlig ungefährlich. Schlimmer ist für manche Insekten mildes und feuchtes Wetter. Bei Plusgraden und Regen drohten tödliche Pilzkrankheiten,  sie verschimmeln.

Insekten verbringen den Winter meist als Eier, Puppen oder Larven im Boden oder unter der Rinde von Bäumen. Auch wochenlanger Frost ist für sie kein Problem. Erfrieren kann man praktisch ausschließen.

Versteck hinter Baumrinde

Einige Insekten suchen sich im Herbst als fertig entwickelte Käfer Spalten oder Ritzen und fallen in eine Starre, bis die warme Frühlingssonne sie herauslockt. Das gilt beispielsweise für Marien- oder manche Borkenkäferarten.

Engerlinge verkriechen sich im Boden

Vom Frostspanner, einem gefürchteten Eichenschädling, überwintern die Eier, aus denen bei steigenden Temperaturen im Frühjahr Larven schlüpfen und die Knospen auffressen. Borkenkäfer, die vor allem in Fichtenwäldern riesige Schäden anrichten können, verbringen den Winter als fertige Käfer unter der Rinde von Bäumen oder im Boden. Tief in den Boden verkriechen sich Engerlinge, die Larven des Maikäfers. Auch ihnen passiert bei Frost nichts.

Uwe Thrum

 

Beschluss des Vorstandes der FBG "Dürrbachgrund" vom 27.11.2008 (Beschluss 05/08):

Ehemaligen Mitgliedern anderer Forstbetriebsgemeinschaften wird nach

Erlöschung ihrer Mitgliedschaft eine gebührenfreie Aufnahme als Mitglied der FBG "Dürrbachgrund"

innerhalb einer First von 2 Monaten ermöglicht. Der Antrag auf Aufnahme ist schriftlich zu stellen.

 

Antwort auf den "Offenen Brief an den Ministerpräsidenten Dieter Althaus" vom 2.10.2008 (siehe unten)

Schweinemast und Klimawandel

Exkursion in Bestände der ehemaligen Schweinemastanlage Weira-Quaschwitz                         

Zu einer Waldbauexkursion in Bestände der Schadzone I um die ehemalige Schweinemastanlage Weira-Quaschwitz luden am 29. November 2008 das Forstamt Neustadt/Orla und die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla ein. In einem etwa zwei stündigem Rundgang wurde das Großschadgebiet und die Ergebnisse einer Inventur vorgestellt. Außerdem wurden, in Bezug auf den Klimawandel, Empfehlungen zur Baumartenwahl, Mischung und Pflege erörtert.

Das Gebiet um die ehemalige Schweinemastanlage ist in den 80iger Jahren durch extrem erhöhte Ammoniakeinträge in der Luft komplett abgestorben. Dieses wurde vor allem in den Jahren 1985 bis 1995 aufwendig durch den ehemaligen Staatsforstbetrieb und nach der Wende durch die Mitglieder der frisch gegründeten Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachsgrund“ aufgeforstet. Dabei wurde ein Waldumbau mit Ahorn, Esche, Eiche, Buche, Lärche aber auch Fichte und anderen durchgeführt.

Forstamtsleiterin Roswitha Leber stellte den etwa 30 Interessierten die Inventur und Planung der ehemaligen Schadzone 1, die im Rahmen der Diplomarbeit der Absolventin der Fachhochschule HAWK Göttingen Frau Kathrin Jakob, durchgeführt wurde, vor. Zum Vergleich wurden die Daten des Datenspeicher Waldfonds aus dem Jahr  1993 herangezogen. Erstaunlich war dabei, dass die Anteile der aufwendig gepflanzten Ahorne und Eschen durch Frostschäden oder Mäusefraß in den vergrasten Flächen sehr stark zurück gegangen sind. Im Gegensatz dazu nahmen die Anteile von Fichte stark zu. Als Grund wurde hier vor allem die Beliebtheit der „Brotbaumart“ genannt. Aber auch die Anteile von Buche, Eiche, Lärche und sogar Birke sind leicht gestiegen.

Roswitha Leber verwies insbesondere darauf, dass der hohe Schaden, der den Waldbesitzern durch das flächige Absterben der Fichte auf über 150 ha entstanden war, auch eine große Chance in Bezug auf den Klimawandel in sich birgt. So sind Waldbilder mit einer Baumartenmischung entstanden, die einmalig für die gesamte vogtländische Region und  die zukunftsfähig sind. Der ehemalige Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft  „Dürrbachgrund“ brachte es mit den Worten zum Ausdruck, dass es ein Wunder ist, wenn man sich an die Grassteppe der 90- er Jahre erinnert. Niemand habe es  damals für möglich gehalten, dass daraus wieder ein ordentlicher Wald entsteht. Heute mache es wieder Freude und erfüllt die Waldbesitzer mit Stolz, diese Waldbilder anzuschauen.

Bei einem Rundgang in ausgewählte Waldbilder wurden die Probleme aber auch Chancen mit den vorhandenen Baumarten erörtert. Zunächst fand ein 28- jähriger Birkenbestand mit Voranbau von Douglasie und Küsten- sowie Weißtanne reges Interesse. Neben dem immer noch notwendigen Einzelschutz der Tannen gegen Wildverbiss wurde die weitere Behandlung der Birkengruppen ausführlich diskutiert. Zum Thema wurde die schützende und erzieherische Wirkung einer Überschirmung aber auch Birke als Vorwald.

Weiter ging es in einen 20jährigen Buchenbestand in dem zunächst nur Handlungsbedarf bei der Entnahme von Protzen besteht.

Probleme, die durch zu frühes oder zu starkes Eingreifen entstehen, wurden in einem etwa 12jährigen Eichenbestand erläutert. Die natürliche Astreinigung sollte vor einem ersten größeren Eingriff abgeschlossen sein. Es sollten nur Bedränger der ausgewählten Zukunfts-Bäume entnommen werden um eine Entwertung des Holzes durch Wasserreiser zu vermeiden. Als Alternative zur heimischen Eiche wurde anschließend die Rot-Eiche vorgestellt. Der Wuchsvorsprung des Fremdländers wurde mit großem Erstaunen wahrgenommen. Revierleiter Matthias Groll machte darauf aufmerksam, dass streifenweise Pflanzungen nicht zum gewünschten Mischungsziel führen, da durch die schneller wachsende Roteiche die heimischen Stieleichen stark bedrängt wurden.

Die Probleme mit auf Dämmen gepflanzten Lärchen wurden danach erläutert. Die meist von schlechter Qualität zeugende Lärche droht oft umzufallen. Sicherlich ist sie für die vorhandenen Standorte ungeeignet, wobei die Lärche als Vorwald hier auch eine Funktion erfüllt. Nach Auflichtung des risikoreichen Vorwaldes Lärche ist ein zügiger Voranbau mit Buche oder Tanne als langfristiges Betriebsziel empfehlenswert.

Zum Schluss konnten sich die Waldbesitzer in einem 42-jährigen Fichtenbestand davon überzeugen, welche Auswirkungen durch zu geringe Pflege entstehen können. Referendar Dirk Meisgeier legte die Zuwachsverluste durch Kroneneinengungen und die damit entstehenden Einnahmeverluste den Waldbesitzern dar. „Die Fichte soll aus dieser Region keinesfalls verdrängt werden, denn sie gehört hierher“ machte Roswitha Leber deutlich. Möglich wären Mischungen auf gut durchlüfteten Böden.

Bei einem Glühwein und einem wärmenden Feuer, angefacht vom Revierleiter Erich Kreisel, fand diese Exkursion ihren Abschluss.  Frau Leber konnte festhalten, dass die Renaturierungsmaßnahmen erfolgreich waren, Chancen und Probleme der verschiedenen Baumarten aufzeigt und somit auch ein Zeitfenster in die Zukunft unserer Wälder eröffnet.

 

Offener Brief an den Ministerpräsidenten Dieter Althaus - überreicht von Prof. Dr. Martin Heinze am 4. Oktober 2008 zum Landeserntedankfest in Neustadt                                                                                                                                               

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Mit dem vorliegenden Brief möchten wir – die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla  -  Sie mit unserer Lage und unseren Zielen bekannt machen und Sie um Ihre Unterstützung bitten.

In der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla  haben sich 6 selbständige  Forstbetriebsgemeinschaften mit insgesamt rund 700 Waldeigentümern und 5000 ha Waldfläche zusammengeschlossen. Die Eigentümer sind Kleinprivatwaldbesitzer und einige kleine kommunale Waldbesitzer. Wir sehen uns als die Interessenvertreter unserer Mitglieder. Wir informieren die FBGs über die Holzmarktlage und die Holzsortierung und bemühen uns um die Weiterbildung unserer Mitglieder. Die Vorstandsarbeit in der FWV und in den einzelnen FBGs wird von ehrenamtlichen Laien geleistet. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung arbeitet mit dem Forstamt Neustadt (Orla) in vertrauensvoller Partnerschaft eng zusammen. Das Forstamt Neustadt beförstert die FBGs bzw. deren Mitglieder auf vertraglicher Grundlage.

Wir Kleinwaldbesitzer könnten uns nun auf den Standpunkt von Wilhelm Busch stellen: „Am schönsten hat´s die Forstpartie, der Wald, er wächst auch ohne sie.“  Aber wir wollen unseren Wald (in Thüringen ein Drittel der Waldfläche) sachgerecht bewirtschaften, um aus ihm Nutzen zu ziehen, aber auch seine Mehrfachfunktion für die Gesellschaft erfüllen zu helfen. Dazu brauchen wir unbedingt die fachliche Betreuung unserer Vereinigung und ihrer einzelnen Mitglieder durch das Forstamt. Die Revierförster und das Forstamt sind Adressen im ländlichen Raum mit hohem Ansehen. Sie werden von der Bevölkerung mit Recht als diejenigen angesehen, die für alles, was den Wald  betrifft, zuständig und kompetent sind, also weit über die Holznutzung hinaus. Ihr Einsatz bei der Bewältigung der Schäden durch Sturm und Borkenkäfer hat diesen Ruf in den letzten Jahren wieder bestätigt. Bewahren wir diesen Ruf! Das Forstamt ist für uns „Vertrauensperson“ ohne eigene Gewinninteressen. Die fachfremden Kleinwaldbesitzer sind fern vom Markt und deshalb durch unlauteres Geschäftsgebaren besonders gefährdet. Sie sind aber auch aus eigener Kraft heraus nicht in der Lage, ihre kleinen Forstbetriebe kostendeckend zu bewirtschaften. Hier ist die Unterstützung der staatlichen Forstverwaltung unabdingbare Voraussetzung dafür, daß die Bewirtschaftung des Kleinprivatwaldes sichergestellt wird. Und nur durch diese Sicherstellung der Bewirtschaftung werden neben den ökonomischen auch die sozialen und ökologischen Aufgaben des Waldes für die Gesellschaft erfüllt.

Der Revierförster steht an der Quelle der Primärproduktion. Er stellt die Weichen z. B. bei der Baumartenwahl, bei der Waldpflege und bei der Holzsortierung und entscheidet damit über die Wertschöpfung in den folgenden Verarbeitungsprozessen. Über vorwiegend indirekte Steuern, z. B. über die Mehrwertsteuer entlang der ganzen Wertschöpfungskette, und Gebühren bringt der bewirtschaftete Wald dem Staat mehr Einnahmen, als ihm der Förster Gehalt kostet. Das haben mehrere Studien bewiesen. Der Revierförster und das Forstamt sind also rentabel! Das kann im politischen Raum nicht oft genug wiederholt werden. Ihre Bedeutung wird in Zukunft zunehmen, denn die jetzt durch Stürme, Borkenkäfer und Klimawandel destabilisierten Wälder erfordern bei der Wiederbewaldung, beim Waldumbau und bei der Waldpflege noch bessere forstfachliche Kenntnisse als beim einfachen Absägen des Holzes.

Die ersten Erfolge haben sich schon durch das weitsichtige Waldumbauprogramm seit Anfang der 90er Jahre auch im Kleinprivatwald eingestellt. Mit Freude haben wir die zahlreichen – wenn auch befristeten -  Einstellungen junger Forstleute seit letztem Jahr zur Kenntnis genommen.

Die FWV und die FBGs als Organisationen der Waldeigentümer sehen sich als eine Brücke zwischen der staatlichen Forstverwaltung und der ländlichen Sozialstruktur. Sie können die staatliche Verwaltung aber nicht ersetzen.

Hier liegt nach unserer Meinung das Problem. Wir haben den Eindruck, dass durch die schon seit Jahren anhaltende allmähliche Ausdünnung des Personalbestandes der Forstämter sich der Staat aus der flächendeckenden Betreuung zu Lasten der kleinen Waldbesitzer zurückziehen will. Wir können an Beispielen beobachten, dass 1800 ha große Reviere mit bis zu über 500 Waldeigentümern von einem Revierleiter nicht mehr zu überblicken und zu bewältigen sind. Die Lage hat sich unter den jetzigen Bedingungen (Borkenkäfer) mit bis zur dreifachen Einschlagsmenge über dem normalen Hiebssatz noch verschärft. Der Revierleiter „läuft sich einen Wolf“. Daran ändert auch die Nutzung von Luftbildern, Drohnen, Computern und ähnlichen Hilfsmitteln nichts. Die Präsenz des Revierleiters auf der Fläche ist unersetzbar. Trotz hohen Engagements der Revierleiter sind heute öfter als früher unzufriedene Stimmen von Kleinwaldbesitzern zu hören.

Statt überblickbarer Reviere werden fragwürdige Hilfskonstruktionen wie Holzmobilisatoren in Privat-Public-Partnership aufgebaut und Aufgaben den FBGs zugeschoben. Die Vorstellung, über eine Eigenständigkeit der FBGs Spareffekte zu erzielen, lässt sich in der Praxis nicht umsetzen, da dies von Laien ehrenamtlich nicht zu leisten ist und die Einstellung hauptamtlichen Fachpersonals aus finanziellen Gründen scheitert. Außerdem empfinden sich unsere forstlichen Zusammenschlüssen dann als „Sparbüchse des Staates“ missbraucht. Unsere Mitglieder würden sich von uns abwenden.

Gelegentlich hört man abwertend, dass der Staat für ein „Rundum-sorglos-Paket“ für Kleinwaldbesitzer nicht zuständig sei. Dem können wir nicht zustimmen, denn der Kleinprivatwald erbringt über die Bewirtschaftung seines Waldes neben dem Holzertrag weitere vielfältige Leistungen für die Gesellschaft, z. B. für die Erholungswirkung, die er ebenso wie der wirtschaftlich selbständige Mittlere Privatwald über Subventionen entgolten haben möchte. Die wichtigste Subvention für den Kleinprivatwaldbesitz sind nicht finanzielle, in komplizierte Förderrichtlinien verpackte Geldzuwendungen, sondern die kostengünstige Betreuung durch die Forstverwaltung. Eine Zusage, diese Betreuung aufrecht zu erhalten, dies aber nicht ausreichend personell zu untersetzen, ist lediglich ein Lippenbekenntnis.

Schöngeredete Strukturexperimente in den anderen Bundesländern sollten für Thüringen kein Vorbild sein. Die Forstwirtschaft funktioniert dort zwar auch heute noch, aber nicht wegen, sondern trotz der Reformen, weil die Menschen am Erfolg ihrer Arbeit interessiert sind und deshalb auch unpassende Strukturen in der Praxis wieder halbwegs passend machen. Ehrliche Bilanzen sind hier selten anzutreffen, weil es das Laufbahndenken so manches hohen Verwaltungsbeamten verhindert.

Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident: Bleiben Sie bei der bewährten Thüringer Forststruktur des Gemeinschaftsforstamtes und des flächendeckenden Reviersystems. Verkleinern Sie die Reviere auf überblickbare Größen. Dünnen Sie dafür nicht die Bediensteten der Unteren Forstbehörde aus, sondern stellen Sie den bereitstehenden qualifizierten und hochmotivierten Nachwuchs ein. Dafür haben wir in Schwarzburg fähige junge Forstleute ausgebildet und setzen diese Ausbildung an der FH Erfurt fort.

Setzen Sie noch vor der kommenden Landtagswahl ein Zeichen! Tausende von Kleinwaldbesitzern werden es Ihnen danken!

Bitte delegieren Sie die Beantwortung unseres Briefes nicht auf die Landesforstverwaltung. Deren Haltung können wir im direkten Kontakt erfahren. Uns interessiert Ihre persönliche Meinung und das langfristige politische Ziel der Thüringer Landesregierung.

Mit freundlichen Grüßen

(Prof. Dr. habil. Martin Heinze)

Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale-Orla

 

RTL-Drehtag im Forstrevier Gössitz

Die aktuelle kritische Borkenkäfersituation gerät zunehmend in den Blickpunkt der Medien. Am 14. August begleitete ein Kamerateam des Fernsehsenders RTL den Revierleiter     des Forstrevieres Gössitz bei seiner Arbeit. Die Sendung wurde im RTL-nachtjurnal ausgestrahlt.

  Inspektionsleiter Pier Pernutz im Interview

U.T.

 

Mitteilungen des Thüringer Forstamtes Neustadt /Orla

Änderung zum Thüringer Waldgesetz seit 24.06.2008 in Kraft

In der Diskussion zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes erregten vor allem zwei Sachverhalte die Gemüter- das Vorkaufsrecht für Waldnachbarn und der Motorsport im Wald.

Nachfolgend die wichtigsten Änderungen für alle Waldbesitzer und Waldbenutzer zur Kenntnis. Die Änderungen sind im Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen Nr. 6 vom 30.Juni 2008 erschienen und nachzulesen.

bulletAufzählung Das Vorkaufsrecht für benachbarte Privatwaldbesitzer ist aus dem Waldgesetz gestrichen worden. Es gibt nur noch ein Vorkaufsrecht für Gemeinden und das Land.
bulletAufzählung Motorsport im Wald bleibt grundsätzlich verboten.
bulletAufzählung Die Wiederaufforstungspflicht  (Anm. FoA: für Kahlflächen und stark verlichtete Flächen) wurde von zwei  Jahren auf drei Jahre verlängert.

·      Besteht für den Waldbesitzer keine gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung eines Betriebsplanes (Anm. FoA: ab 50 ha Waldfläche) oder hat dieser noch keinen Betriebsplan vorgelegt  oder ist der angezeigte Betriebsplan beanstandet worden, kann der Waldbesitzer durch die untere Forstbehörde befristet zur Einhaltung eines höchstzulässigen Hiebssatzes verpflichtet werden.

bulletAufzählung Zu § 25- Bau und Unterhaltung von Waldwegen angefügt:       

Waldbesitzer und Dritte, die durch den Weg land-, forst- oder fischereiwirtschaftliche Vorteile haben, können in  angemessenen Umfang im Zuge privatrechtlicher Regelungen an Unterhaltskosten beteiligt werden.

·       Aus Gründen der Gefahrenvermeidung ist bei der Errichtung von Gebäuden ein Abstand von 30 m zum Wald einzuhalten.

Das ehemalige Waldgenossenschaftsgesetz wurde ein Bestandteil des Waldgesetzes. Es regelt sowohl die Rechtsverhältnisse bestehender Waldgenossenschaften, als auch für nach dem 24.April 1999 gegründete und zu gründende Waldgenossenschaften.

Der bisherige § 47- Bußgeldvorschriften wird neu der § 66.

Neu ist hier der Bußgeldtatbestand bei Nichteinhaltung des Betriebsplanes, bzw. Nichtvorlage eines Betriebsplanes.

Borkenkäfer grassieren in unseren Wäldern

Aus Anlass der sich entwickelnden Borkenkäfermassenvermehrung in unseren Wäldern geben wir den Wortlaut des § 11 –Waldschutz des Thüringer Waldgesetzes hier nochmals zur Kenntnis:

(1)  Die Waldbesitzer sind verpflichtet, den Wald gegen die Gefahr drohende Übervermehrung von Forstökosystem schädigende Pflanzen und Tiere, gegen schädigende Naturereignisse, gegen Feuer und Forstfrevel nach besten Kräften zu schützen und vor Schäden zu bewahren. Der Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen und solche der Überwachung.

(2)  Die Waldbesitzer haben Gefahr drohende Vermehrung von Forstökosysteme schädigende Pflanzen und Tiere und festgestellte Waldschäden umgehend der unteren Forstbehörde zu melden.

(3)  Im Rahmen  ihrer Forstaufsichtspflicht haben die unteren Forstbehörden die nach pflichtgemäßem Ermessen notwendigen Maßnahmen zu treffen, um Gefahr abzuwenden, die dem Wald insbesondere durch Forstökosysteme schädigende Pflanzen und Tiere, durch Naturereignisse und durch Feuer drohen.

Und nun zum Bußgeldkatalog:

Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig als Waldbesitzer die nach §11 Abs. 2 erforderlichen Meldungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt.

Und nun eine Ergänzung von ihrem Forstamt gerichtet an alle Waldbesitzer:

Wir werden alles in unserer Kraft stehende tun, um dem Absatz 3 des Gesetzes gerecht zu werden.

Wir geben ihnen unsere volle Unterstützung bei der Bekämpfung des gefährlichsten Fichtenschädlings, aber sie haben auch Pflichten und  Verantwortung gegenüber dem Wald, der Gesellschaft  und ihrem Waldnachbarn.

Die meisten von ihnen sind zuverlässige und verantwortungsbewusste Waldbesitzer, denen wir für ihre Mitarbeit ein großes Dankeschön sagen möchten.

Aber es gibt auch Waldbesitzer , die entweder ihre eigenen Fähigkeiten zu hoch einschätzen oder aber die Gefahr der rasanten Käferentwicklung weit unterschätzen.

Wir können das Käferproblem nur lösen durch schnelle Aufarbeitung des Holzes und zügige Rückung und Abfuhr aus dem Wald oder Begiftung der Polter. Das betrifft auch alle Einschlagsreste, die als Brennholz noch genutzt werden sollen.

Roswitha Leber                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Forstamtsleiterin

 

Minister Volker Sklenar besucht Forstamt Neustadt

Am Freitag den 25. Juli 2008 besuchte Thüringens Landwirtschaftsminister Volker Sklenar das Forstamt Neustadt zum wiederholten Mal.

Anliegen seines Besuches war es, sich über die derzeitig kritische Borkenkäfersituation zu informieren.

In einem Waldbegang mit zwei Exkursionspunkten, die sich im Revier Gössitz befanden, wurde dem Minister eindrucksvoll demonstriert, welche enormen Schäden die Stürme Kyrill, Emma und der Borkenkäfer hinterlassen haben. Im Forstrevier Gössitz musste in der letzten 3 Jahren ein Vielfaches des zulässigen Hiebsatzes kalamitätsbedingt geschlagen werden. Sollte diese Situation so anhalten, ist die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung in Gefahr. Allein die Borkenkäferschäden haben in diesem Jahr große zur Aufforstung notwendige Kahlflächen entstehen lassen. Das ganze Ausmaß der Schäden ist im Augenblick noch gar nicht absehbar, da die Befallsflächen schwer auffindbar sind. Die Situation muss somit als dramatisch bezeichnet werden.

Der Vorsitzende der FWV Prof. Dr. Martin Heinze und der FBG- Vorsitzende der FBG „Dürrbachgrund“ Gerd Günther nutzten die Gelegenheit einen Appell an den Minister zu richten, den Personalabbau in der Forstverwaltung zu stoppen. Der Minister sicherte Hilfe zu.                                            

 Uwe Thrum   

Steuerseminar in Dreba

Auf dem vom Waldbesitzerverband für Thüringen e.V. organisierten Steuerseminar am 3.06.2008 in Dreba wurde von der Treukontax Steuerberatergesellschaft noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass der Waldeigentümer sich, als Unternehmer eines  forstwirtschaftlichen Betriebes, eine Unternehmersteuernummer von seinem Finazamt zuweisen lässt, für den Fall, dass er Holz verkaufen will und die pauschalierte Umsatzsteuer in Anwendung bringen will.

Die häufig anzutreffende Praxis, dass einfach die Lohnsteuernummer angegeben wird, ist nicht rechtskonform.

Wer also weiterhin die 5,5 % Mehrwertsteuerregelung auf seine Holzverkäufe nutzen will, sollte umgehend bei seinen Finanzamt eine Unternehmersteuernummer beantragen und diese dem Forstamt oder Revierförster schriftlich mitteilen. 

Uwe Thrum

Beschluss aus der Vorstandsitzung der FBG „Dürrbachgrund“ vom 16.04.2008

Der Vorstand der FBG „Dürrbachgrund“ beschließt, Mitgliedern einen Zuschuss für nicht geförderte Aufforstungsmaßnahmen und Wegebaumaßnahmen im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten und unter folgenden Bedingungen weiterhin zu gewähren.

Ein Zuschuss von 10%, maximal jedoch 50 Euro, pro Waldbesitzer, pro Maßnahme und pro Jahr auf die mit Originalrechnungsbelegen nachgewiesenen Kosten, wird für Aufforstungen und Wegebaumaßnahmen gewährt. Es werden nur Aufforstungsmaßnahmen gefördert, die auf Grund von Kalamitäten notwendig geworden sind. Es werden nur Wegebaumaßnahmen gefördert, die mehreren Waldbesitzern die Nutzung des geförderten Weges ermöglichen. Die Maßnahmen dürfen nicht schon durch Fördermittel der öffentlichen Hand bezuschusst sein.

Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist eine vor Beginn der Maßnahme durchgeführte fachliche Beratung durch den zuständigen Revierförster und dessen fachliche und sachliche Richtigzeichnung auf dem Rechnungsbeleg.

Dieser Beschluss aktualisiert den Beschluss vom 17.01.2007 und wird aufrechterhalten, bis er vom Vorstand widerrufen wird.

Neustadt den 16.04.2008

Vorstand der FBG Dürrbachgrund

 

Gemeinsame Beratung des Vorstandes der Forstwirtschaftlichen Vereinigung mit den Vorsitzenden der Hegegemeinschaften, dem Landratsamt SOK , Untere Jagdbehörde und dem Forstamt Neustadt

Am 21.02.2008 fand im Landratsamt Schleiz unter Moderation des 1. Beigeordneten des Landrates, Herr Schmieder eine Beratung zu den Ergebnissen des Verbiss- und Schälgutachtens und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen für  Jäger und Waldbesitzer gleichermaßen. Zuerst stellte die Forstamtsleiterin Frau Leber kurz das Verfahren des Gutachtens vor und diskutierte die Ergebnisse an.

Sie stellte 5 Thesen auf, die Leitgedanken  für die anschließende Diskussion sein sollten und auch allgemeine Zustimmung fanden.

Thesen:

  1. Wald und Wild sind eine Einheit und haben beide eine Daseinsberechtigung. Diese Symbiose sollte sich auch in dem Zusammenwirken von Waldbesitzern, Jägern und Förstern abbilden.
  2. Der Klimawandel ist auch in unserer Region spürbar angekommen. Trockenheit, Sturmkatastrophen und  Schädlinge, die optimale Bedingungen vorfinden, sind deutliche Zeichen.
  3. Wir sind gezwungen, unseren monotonen Fichtenwald umzubauen, sonst haben wir die Nachhaltigkeit aufs gröblichste verletzt und werden die Folgen zu spüren bekommen.
  4. Dieser notwendige Waldumbau in stabile, für die Zukunft angepasste Mischbestände wird ein gewaltiger Kraftakt, bei dem der Waldbesitzer nicht allein gelassen werden darf. Es ist eine Gemeinwohlaufgabe, der sich die Gesellschaft, der Staat, die Waldbesitzer und die Jäger verpflichtet fühlen müssen.
  5. Die Naturkatastrophen sind aber auch eine Chance, die uns Möglichkeiten der Korrektur von Altlasten, falscher Waldbau- und Jagdstrategien eröffnen. Angepasste Mischbestände vertragen eine angepasste Wilddichte besser, als Monokulturen mit geringem Äsungsangebot und Hektar unter Zaun.

Das Resümee aus der anschließend von Herrn Schmieder  geleiteten Diskussion war:

  1. Klimawandel, Kyrill- und Borkenkäferschäden erfordern eine engere Zusammenarbeit zwischen Jägern, Waldeigentümern und Förstern.
  2. Das Ergebnis des Verbiss- und Schälgutachtens 2007 ist keine statische Aufnahme für die nächsten 3 Jahre. Sie  zeigt vielmehr auf, wo Wiederholungsgutachten notwendig sind, um die genaue Ursache des Ausbleibens von Naturverjüngung festzustellen.
  3. Dass Wild ein beeinflussender Faktor bei der Waldverjüngung darstellt, wurde von allen Beteiligten anerkannt . Um das konkret an Flächen zu erkennen, sind verstärkt Kontrollzäune bzw. bereits eingezäunte Kulturen zur Erkennung des Verjüngungspotentials zu nutzen. 
  4. Auftretender Verbiss sollte sofort nach Erkennen durch Revierleiter oder Waldbesitzer an die Jagdpächter gemeldet werden und geeignete Maßnahmen eingefordert werden. Die 2xjährlich anzuzeigenden Wildschäden beim Bürgermeister sind nur ein Regularium, aber in den meisten Fällen nicht schnell genug schadensverhütend.
  5. Die in diesem Jahr zu erstellenden 3- Jahres- Abschusspläne bedürfen einer jährlichen Überprüfung, vor allem wenn punktuell Wild- Wald- Konflikte entstehen.

 R. Leber

 

Vorstand fasst Beschluss zur besseren Umsetzung von Wegebauprojekten

Der Vorstand der FBG „Dürrbachgrund“ fasste in seiner Sitzung am 15.01.2008 den Beschluss bei Gemeinschaftswegebauprojekten, auch Projekte mit Zwischenfinanzierungen zu unterstützen, bei denen Nichtmitglieder beteiligt sind. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Wegebauprojekte nicht umgesetzt werden können, nur weil ein Teil der Waldbesitzer nicht in der Gemeinschaft Mitglied sind. Natürlich müssen die Nichtmitglieder die Aufwendungen der FBG mit einer Gebühr begleichen.

Die Wegebauproblematik nahm einen großen Teil der Diskussionen ein. Um der Notwendigkeit stetiger Verbesserung des Waldwegenetzes gerecht zu werden, wird es ohne Straßenausbausatzungen der Gemeinden zukünftig nicht mehr gehen.

Gegenstand der Beratungen war auch ein Antrag der Jagdpächter von Weira, der die Unterstützung von Lockerungen bei der Abschussfreigabe junger Rothirsche beinhaltete. Diesen Anliegen der Jagdpächter konnte nur zum Teil entsprochen werden, da in der Diskussion herausgestellt wurde,  das dem Anliegen der Waldbesitzer, waldverträgliche Wilddichten zu erreichen, am ehesten durch den Abschuss der Zuwachsträger (weiblichen Rotwildes) gerecht wird. (siehe nachfolgende Stellungnahme)

 Uwe Thrum

Standpunkt zur Bejagung von Rotwild

Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund sehen mit großer Sorge, dass sich der Bestand an Rotwild in ihrem Wald ständig erhöht, obwohl wir zu keinem Einstandsgebiet gehören.

Stürme, Borkenkäfer und Dürre richten bereits große Schäden an. Wir können es nicht hinnehmen, dass die verbleibenden Bestände dann noch durch Rotwild völlig entwertet werden.

Aus diesem Grund haben wir uns durch Pächter und Jäger des Gemeinschaftsjagdbezirkes Weira über die Jagd auf Rotwild informieren lassen. Trotz reichlichem Vorkommen von Hirschen während des gesamten Jagdjahres konnte kein einziger gestreckt werden, da die Klasseneinteilung weitgehende Verbote auferlegt.

In der Ausführungsverordnung zum Thüringer Jagdgesetz heißt es ausdrücklich: “Eine Bewirtschaftung des Rot-, Dam- oder Muffelwildes ist außerhalb der Einstandsgebiete nicht erlaubt.“Die Festlegung der unteren Jagdbehörde über Abschuss ausschließlich von b-Hirschen in den Klassen II und III ist aber eindeutig eine Bewirtschaftungsmaßnahme, da die Schonung von „Zukunftshirschen“ verfolgt wird wie innerhalb des Einstandsgebietes.

Wir sind aber strikt dagegen, dass Rotwild im der gegenwärtigen Bestandshöhe eine Zukunft in unseren Wäldern hat. Unbestritten kann man eine Wildart nur über Eingriffe in das weibliche Wild wirksam regulieren. Hier wurde in Weira ja auch regelmäßig Strecke gemacht. Wenn aber tatenlos zugesehen werden muss wie die Hirsche Schaden anrichten geht Jagd vor Waldvernichtung. Das kann doch letztlich nicht im Interesse von Erhaltung der freilebenden Wildarten sein.

Was in unseren Kräften steht, wollen wir zur Schadensverhütung beitragen. Mit den Revierförstern wurde vereinbart an geeigneten Stellen Prossholz in der gefährdeten Zeit von Januar bis Vegetationsbeginn anzubieten. Wir halten es aber dringend für erforderlich.

bulletAufzählung Die Klassenbeschränkung bei Hirschen deutlich zu lockern, mindestens den Abschuss aller Hirsche der Klasse III zu gestatten, damit auch für reine Hirschrudel Jagddruck entsteht.
bulletAufzählung Bei Nachbeantragung großzügig zu verfahren.
bulletAufzählung Bei Grenzfällen von Einstufung in a oder b die Jäger nicht unnötig unter Druck setzen, denn unter den Jägern herrscht mittlerweile die Meinung: „Bevor ich mich von allen Seiten terrorisieren lasse, lass ich den Hirsch, der sich nun mal kein Maßband an seine Geweihenden halten lässt doch lieber laufen“

Weira den 16.01.2008

 Vorstand der FBG Dürrbachgrund

 

Kyrill- Schäden weitestgehend aufgearbeitet- Dank an alle Mitwirkenden

In einer Dankeschönveranstaltung am 22.09.2007 ehrte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale- Orla in Ostthüringen allen aktiven Helfern bei der Aufarbeitung der Orkanschäden.

Der Vorsitzende Prof. Martin Heinze betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, forstlichen Dienstleistern und den Förstern des Forstamtes Neustadt.

Prof. Dr. Martin Heinze bei der Dankesrede

Dank diesem guten organisiertem Vorgehen sei es gelungen, bis Ende September die ca. 40 000 fm Bruch- und Wurfholz aufzuarbeiten, obwohl der Verkauf des Holzes aufgrund des gesättigten Holzmarktes sich sicher noch länger hinziehen wird.

„Die Solidargemeinschaft der FBG’en  und ihrer Mitglieder hat sich bezahlt gemacht“, betont er in seiner Dankesrede. Die Finanzierung der Aufarbeitungskosten konnte über die Vorkasse der FBG’en vollständig erwirtschaftet werden und  über Sammelanträge konnten Fördermittel für die Aufarbeitung und Begiftung abgerechnet werden.

Der Vorsitzende betonte weiter, das zwischen den FBG’ en Einigkeit darüber bestand, dass vordringlich das Wurf- und Bruchholz aufzuarbeiten ist und der Frischholzeinschlag so lang zurück gestellt werden muss. In monatlichen Mitgliederversammlungen der Forstwirtschaftlichen Vereinigung wurde der Stand der Aufarbeitung analysiert und weiteres abgestimmtes Vorgehen besprochen.

Prof. Heinze bedankte sich abschließend mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent bei den 30 Forstlichen Unternehmen, den Revierförstern und Mitarbeitern des Forstamtes sowie der Geschäftsführerin der Vereinigung, Frau Drewes für ihre Leistungen bei der Bewältigung dieses außergewöhnlichen Schadereignisses.

Ein Fachvortrag von Georg- Ernst Weber zum Zukunftsthema: „Wiederbewaldung im Zeichen des Klimawandels“ war ein deutlicher Hinweis auf wesentlich kompliziertere Aufgaben in der Zukunft, die ohne Fachwissen kaum zu lösen sind.

  Forstdirektor a.D. Hans-Georg Weber bei seinem Fachvortrag

Die anwesenden Gästen konnten diesen wunderschönen Herbsttag mit Kaffee, Kuchen und Schwein am Spieß , alles gesponsert von den Forstbetriebsgemeinschaften, geniesen.

Roswitha Leber

Vorsitzender der FBG Dürrbachgrund, Gerd Günther,  in entscheidenden politischen Gremien

Endlich nimmt man die ostthüringer Forstbetriebsgemeinschaften wahr, zumal die FBG Dürrbachgrund mit über 3000 ha Mitgliedsfläche mit Abstand die größte FBG in Thüringen ist. Ihr Vorsitzender Gerd Günther ist nunmehr Vorstandsmitglied des Thüringer Waldbesitzerverbandes und Mitglied des Landesforstausschusses in Thüringen.

Vorsitzender der FBG "Dürrbachgrund" Gerd Günther

 Über diese Web – Seite können Sie auch Fragen und Probleme an ihn herantragen!

Besuch des Biomassehofes im Allgäu am 13. Oktober 2007

         

Für den Sonnabend, den 13.Oktober 2007, hatten sich die Waldbesitzer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale-Orla“ eine weite Reise vorgenommen: zum Biomassehof Allgäu in Kempten.

Früh um 4 Uhr startete der Bus von Neustadt. Um 10 Uhr empfing uns Herr Wirthensohn, Forstlicher Berater der Waldbesitzervereinigung Kempten, Land und Stadt e. V.

Der Biomassehof Allgäu vermarktet Holz aus dem überwiegend kleinbäuerlichen Privatwald als Brennholz und Hackschnitzel (Beispiel für uns?) und betreibt gleichzeitig ein holzbeschicktes Spitzenlast-Heizkraftwerk gemeinsam mit dem Müllzweckverband. Dieses Heizkraftwerk wurde aus einem ausgedienten Müllverbrennungsofen entwickelt. Als Betriebsgelände konnte der Biomassehof das großzügige Gelände (18ha) eines aufgelassenen Munitionsdepots der Bundeswehr übernehmen. Dort befinden sich jetzt Lagerhallen und –flächen, Bürogebäude, Säge-Spalt-Automat, Stapler und weitere Maschinen und Ausrüstungen einschließlich einer Schlosserei. Der Biomassehof ist als GmbH organisiert. Der GmbH gehören die Waldbesitzervereinigung Kempten und eine Beteiligungsgesellschaft mit 114 Einzelmitgliedern an (70 Landwirte, 6 Kommunen sowie Banken, Sägewerke, Fuhrunternehmen, Handwerker u. a.).

Allein dies zeigt, dass der Biomassehof eng in die Wertschöpfungskette und in die  Sozialstruktur der Region eingebunden ist. Das erwies sich auch beim anschließenden Besuch der Messe des holzverarbeitenden Gewerbes in der Stadt Kempten. Wenn es noch eines weiteren Beweises dafür bedurft hätte, dann war es die begeisterte Führung von Herrn Wirthensohn in das Freilufttheater Altusried, eine Aufführungsstätte, die von Laienschauspielern eines ganzen Dorfes getragen wird und wo wir von der bäuerlichen Direktvermarktung gastlich bewirtet wurden.

Dank nochmals an alle unsere Gastgeber!

Prof. Dr. M. Heinze

Sitzung des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Saale – Orla in Ostthüringen“

 

Auf Anregung des Vorsitzenden der Forstwirtschaftlichen Vereinigung , Prof. Dr. Martin Heinze, fand am 21. 05.2007 ein Gespräch mit Exkursion mit Mitgliedern des Arbeitskreises der CDU- Landtagsfraktion und Vorstandsmitgliedern der Forstwirtschaftlichen Vereinigung statt.

Ziel der Veranstaltung war ein Austausch über die Betreuungsarbeit des Gemeinschaftsforstamtes im Kleinprivatwald, den  Stand der Bewältigung der Folgen des Orkansturmes Kyrill und der drohenden Borkenkäfergefahr, zur Holzmobilisierung und den umfangreichen Aufgaben der Wiederbewaldung im Zeichen des Klimawandels.

Die Exkursion führte durch das Hauptschadgebiet des Revieres Wernburg, wo alle Schwerpunkte der laufenden und zukünftig zu bewältigenden Aufgaben der Waldbesitzer, Förster und forstlichen Dienstleister auf engstem Raum geballt sind.

Borkenkäferkahlflächen, Sturmschäden, trockener Standort am Steilhang und schmale lange Flurstücke erschweren hier die Arbeit gewaltig.

Die Erkenntnis, das hier ein Förster vor Ort  die wichtigste Person zur Bewältigung dieser Aufgaben ist, war unschwer zu vermitteln.

Dementsprechend war auch die Schlussfolgerung der Landtagsfraktion aus dieser Zusammenkunft, dass der Privatwald vom  Einheitsforstamt optimale Hilfe und Beratung erhält und keine bessere Alternative derzeit besteht.

Die Reviere müssten unbedingt besetzt sein und  wenn kein Personal mehr zur Verfügung stehe, dann müsse es auch wieder Neueinstellungen geben.

Nun bleibt nur die Hoffnung, dass vor der Neueinstellung nicht eine neue Strukturänderung mit Personaleinsparung kommt. Dann steht der Privatwald wahrscheinlich doch ohne Förster da.

R. Leber

 

Tickende Zeitbomben im Wald

Friedvoll und schön sieht der Wald am Morgen aus, doch der Schein trügt, denn da frisst etwas- der Borkenkäfer.

Auf jedem der liegenden Stämme  kann man  bis zu 300 Bohrmehlhäufchen vom Borkenkäfer finden. Die sogenannte Rammelkammer ist fertig, die Weibchen haben mit dem Fraß des Mutterganges begonnen und legen mindestens  60  Eier längs des Ganges ab. In nur noch 3 Wochen werden aus einem  Baum  Zehntausende Jungkäfer ausfliegen und die nächsten schwächsten  Fichten in der Umgebung anfallen.

Das momentan kühlere Wetter kann den Käfer nicht mehr aufhalten, aber seine Entwicklung verlangsamt sich. Wir wissen aber, dass schon wenige heiße Tage reichen, um die Entwicklung explosionsartig wieder anzufachen.

Wird jetzt nichts unternommen, dann werden in nur 2-3 Monaten  aus einer dieser liegenden Fichten Borkenkäferherde mit 200 bis 400 Bäumen, d.h. ganze Hektar verlieren quasi über Nacht einen Wert von 8000 Euro.

Noch kann die Katastrophe minimiert werden, indem die betroffenen Waldbesitzer die meist nur wenigen Bäume schnellstens aufarbeiten, aus dem Wald schaffen oder entrinden.

Für die Aufarbeitung und Entrindung hat der Freistaat Fördermittel bereitgestellt. Jeder aufgearbeitete Festmeter wird mit 2 Euro gefördert. Anträge sollten schnellstens beim zuständigen Revierleiter gestellt werden und die Aufarbeitung in den kommenden 2-3 Wochen abgeschlossen sein. Antragsformulare sind auch im Forstamt erhältlich.

Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe sind jetzt gefragt., denn die Forstunternehmen können dieses Problem nicht mehr allein bewältigen.

Es bestehen  noch 2 Projekte der Beschäftigungsgesellschaften „Ökoland e.V. „ und „Soll e.V.“  mit insgesamt 50 Arbeitskräften , die bei der Borkenkäferbekämpfung tatkräftige Unterstützung leisten sollen. Sie werden vorrangig dort helfen, wo der Waldbesitzer aus objektiven Gründen die Entsorgung der Käferbäume nicht allein durchführen kann.

Holzpolter, die am Abfuhrweg liegen , werden begiftet, um ausfliegende Käfer abzutöten. Die Begiftung wird wieder durch das Forstamt organisiert und von entsprechend sachkundigem Personal der Landgenossenschaft Oppurg durchgeführt. Die Begiftung wird ebenfalls mit 2 Euro/Festmeter gefördert.

R. Leber

Waldbrandgefahr weiterhin außergewöhnlich hoch

Fast alle Forstämter in Ostthüringen haben im Laufe der vergangen Woche die Waldbrandwarnstufe 3 ausgerufen. Damit besteht stark erhöhte Waldbrandgefahr.

Es wird daher nochmals darauf hingewiesen, das  es verboten ist, Feuer in einem Abstand von weniger als 100 m vom Wald anzuzünden.  Des  weiteren ist Rauchen im Wald , auch auf Waldwegen verboten. Waldwege dürfen nicht zugeparkt werden, bzw. ist das Abstellen von Fahrzeugen auf Grasflächen in Waldnähe zu unterlassen. Abfälle, speziell Glasscherben, dürfen nicht im Wald liegen gelassen werden.

Sollte ein Waldbrand entdeckt werden, so ist der Notruf –112- zu wählen. Es meldet sich in der Regel die zuständige Rettungsleitstelle, der möglichst genau die Brandstelle zu beschreiben ist. Zufahrten zur Brandstelle sind unbedingt für Rettungs- und Löschfahrzeuge frei zu halten.

Es muss ausreichend regnen, bevor die Waldbrandstufe wieder abgesenkt werden kann.

Forstamt Neustadt

 

Borkenkäfer- eine Plage von biblischem Ausmaß erwartet

Dazu spricht Dr. U. Baier am 10.5.2007 im Bürgerhaus Knau

.....so zitiert die Bild am Sonntag Frau Ute Seeling von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände.

Dr. Ulf Baier von der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei Gotha wird zu dem Thema „Borkenkäfer und andere Gefahren für den Wald“ am kommenden Donnerstag, den 10.05.2007 um 18.00 Uhr im Bürgerhaus in Knau  einen Vortrag halten. Waldbesitzer und Waldinteressierte sind dazu herzlichst eingeladen.

Die Situation unserer Fichtenwälder  stellt sich bedrohlich dar, denn die Witterung der letzten Monate und die noch zahlreichen Einzelbrüche nach dem Orkan „Kyrill“ bilden ein optimales Vermehrungsklima für den Borkenkäfer.

Der Schwarmflug ist im vollen Gange , wie das  braune Bohrmehl auf den Fichtenstämmen uns zeigt.  Nun dauert es ca. 6 Wochen, bis von einem  Weibchen ca. 100 Nachkommen ausfliegen und wiederum Baumstämme befallen. Gleichzeitig legt das Weibchen weitere Geschwisterbruten an, so dass es im Laufe eines Sommers 10. 000 Nachkommen erzeugt.

Bereits im Vorjahr war es zu einer Massenentwicklung gekommen, die sich nun in diesem Jahr und auch in den kommenden Jahren potenziert. Das wird zu  einem Schadholzaufkommen führen, dass die Ausmaße von „Kyrill“ weit übersteigen wird.

Der Borkenkäfer kann sich aber auch nur deshalb so gut entwickeln, weil er in den Fichtenmonokulturen ein optimales Vermehrungsgebiet findet. Sind die Fichten durch Wassermangel zudem noch geschwächt und liegt noch überall bruttaugliches Bruchholz im Wald, so findet er Eden auf Erden.                                       

R. Leber                                                                                                      Der Borkenkäfer - nur 5mm groß,

                                                                                                                   aber gefährlich

 

Klimawandel stellt auch hiesige Waldbesitzer vor neue Herausforderungen

Die mit dem Klimawandel verbundenene Erhöhung der Durchschnittstemperatur um bis zu 2 C° in den nächsten Jahrzehnten wird nicht ohne Folgen für die einheimischen Wälder bleiben. Dies war die Erkenntnis aus der Waldbesitzerinformationsveranstaltung und der Waldexkursion in der letzten Woche, zu der die Forstreviere Wernburg/Gössitz und die FBG „Dürrbachgrund“ eingeladen hatten.

Den über 80 Privatwaldbesitzern, die der Einladung am vergangenen Montag in die Gaststätte „Portengrund“ nach Schmorda gefolgt waren, wurde durch den Mitarbeiter der Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei Herrn Dipl.-Ing. Michael Seiler eindrucksvoll dargelegt, welche Zusammenhänge es zwischen der CO²-Anreicherung in der Atmosphäre, der zunehmenden Erderwärmung und den Reaktionen der Waldbäume gibt.

Die Schlussfolgerung daraus, dass besonders der Anbau der Fichte hier in Ostthüringen unter den Bedingungen von durchschnittlich nur 650 mm bis 750 mm Niederschlag als sehr bedenklich gesehen wird, machte einmal mehr deutlich, wie dringend der notwendige Waldumbau forciert werden muss. Waldbesitzer deren Waldbestände in den letzten Jahren massiv durch Borkenkäfer geschädigt wurden, muss man davon in der Regel ohnehin nicht mehr überzeugen.

Die Antwort auf die Frage: “Welche Baumarten pflanzen wir nun zukünftig?“ blieb der Referent den Waldbesitzern allerdings schuldig, weil es eine eindeutige und einfache Antwort auf diese Frage nicht geben kann.

Der Antwort auf diese Frage widmete sich die Waldexkursion am darauf folgenden Samstag. Hier wurde den ca. 20 Waldbesitzern dargelegt, welche Standortfaktoren für die Baumartenwahl von entscheidender Bedeutung sind, welche Waldbauformen den Herausforderungen der Zukunft am ehesten gerecht werden und welche Hilfen vom Staat zukünftig noch zu erwarten sind.

Die Ratschläge die den Waldbesitzern an diesen Tag von den Revierförstern gegeben wurden, waren nicht neu, aber dafür aktueller denn je. Der Anbau von Fichtenmonokulturen auf Standorten auf denen sie von Natur aus nicht vorkommen würden, hat als Waldbaumodell ausgedient. Darüber sind sich die Fachleute einig und dem widersprechen auch die Privatwaldbesitzer in den seltensten Fällen.

Der langfristige Umbau der Wälder in naturnahe, standortgerechte Mischwälder die struktur- und artenreich sind, schränken die Leistungsfähigkeit unserer Forsten nicht ein. Sie bieten aber den Garant für höhere Sicherheit gegen Sturm, Schnee, Borkenkäfer und eben auch die Folgen von Klimawandel. Welche Baumart dann im konkreten Fall gepflanzt werden sollte, darüber entscheidet auch zukünftig in erster Linie die Beschaffenheit des Standortes. Die Analyse solcher Standortfaktoren wie Bodenfruchtbarkeit, Lage, Wasserversorgung und Mikroklima bildet die Voraussetzung für eine fachlich fundierte Entscheidung für eine bestimmte Baumart. Die zu erwartenden Auswirkungen der Klimaveränderungen fliesen heute bei diesen Entscheidungen mit ein, können sie aber nicht allein und ausschließlich bestimmen.

Da sich der Waldbesitzer mit der Entscheidung für eine bestimmte Baumart auf viele Jahrzehnte festlegt, sollte er sich grundsätzlich vorher von seinem für ihn zuständigen Revierförster beraten lassen. Der Revierförster hat ein Hochschulstudium absolviert, das ihn nicht nur befähigt solch einfache Aufgaben wie den Holzverkauf für den Waldbesitzer abzuwickeln, sondern eben auch solche eher komplizierten Entscheidungen innerhalb des Waldbaus fachgerecht zu treffen.

Uwe Thrum

 
Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen wird Mitglied in der „Regionalen LEADER-Aktionsgruppe Saale-Orla“

Auf der letzten Sitzung der FWV Saale-Orla in Ostthüringen beschlossen die Delegierten der Forstbetriebsgemeinschaften Mitglied in der am 8. Februar 2007 in Schleiz gegründeten „Regionalen LEADER-Aktionsgruppe Saale-Orla“ zu werden.

Vertreten wird die FWV durch ihren Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Martin Heinze persönlich. Herr Forstamtsrat Uwe Thrum wird ihn bei Abwesenheit vertreten.

Die FWV will mit ihrer Mitgliedschaft die Ziele der Regionalen Arbeitsgruppe unterstützen und unter anderem mithelfen, die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu steigern.

Als zur Zeit einzige Vertreter der Forstwirtschaft in dieser wichtigen Aktionsgruppe will die FWV mithelfen investive und innovative Projekte im ländlichen Raum umzusetzen. Sie verspricht sich durch ihre Mitarbeit auch eine bessere Beachtung der Interessen der Waldeigentümer in der Region.

U. Thrum 

Orkan Kyrill hat auch Wälder der FBG- Mitglieder getroffen

Aufgearbeitete Sturmwurffläche in Neumannshof

Nach Mitteilung des Forstamtes Neustadt sind ca. 28.500 fm Sturmschaden im Privat- und Kommunalwald zu verzeichnen.

Die Forstbetriebsgemeinschaften sind auch im erheblichen Umfang betroffen, vorrangig die FBG Dürrbachgrund aufgrund ihrer Flächengröße und dem hohen Anteil der besonders betroffenen Fichtenwälder.

Die Aufräumungsarbeiten unter Koordination der Revierleiter sind im vollen Gange und werden bis Anfang April auf der überwiegenden Fläche abgeschlossen sein. Ziel ist es , so viel Holz wie möglich noch vor dem Anflug durch den Nutzholzbohrer zu vermarkten.

Problematisch sind jedoch die vielen Einzelbrüche, die auf der ganzen Fläche verstreut sind und ein hohes Gefährdungspotential für eine weitere Verbreitung des Borkenkäfers im Frühjahr darstellen. Hier ist die Unterstützung und Eigeninitiative der Waldbesitzer gefragt, die in der Lage sind mit vorhandener eigener Technik möglichst rasch ihre Wälder zu beräumen.

Eine große Auswirkung auf den Holzpreis wird es nach jetzigen Informationsstand nicht geben, da die Schadholzmengen vom Holzmarkt problemlos aufgenommen werden können.

R. Leber                                                                                                                                                Forstamtsleiterin

Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachgrund“ unterstützt Privatwaldbesitzer, deren Waldflächen durch Borkenkäfer geschädigt wurde, mit finanziellen Zuschuss!

Auf der letzten Vorstandsitzung der FBG „Dürrbachgrund“ wurde der Beschluss gefasst, FBG-Mitgliedern, die durch Borkenkäferkalamitäten im Jahr 2006 besonders geschädigt wurden, mit einem finanziellen Zuschuss zu unterstützen.

Dieser finanzielle Zuschuss wird für nicht geförderte Aufforstungen von Käferblößen, für nicht geförderte Wegebaumaßnahmen oder die Beschaffung von PSM (Giftmittel gegen Borkenkäfer) gewährt.

Der Zuschuss beträgt 10% der nachgewiesenen Kosten (Originalrechnungsbelege) aber maximal 50 Euro pro Waldbesitzer und Jahr und wird für oben genannte Maßnahmen, die ab dem 1. Februar 2007 realisiert werden, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzmittel bezahlt.

Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist eine vor Beginn der Maßnahme durchgeführte fachliche Beratung durch den zuständigen Revierförster und dessen fachliche und sachliche Richtigzeichnung auf dem Rechnungsbeleg.

Weitergehende Fragen beantwortet der Revierförster Uwe Thrum unter Tel.: 03647/414013 oder während seiner Sprechzeiten.

 U. Thrum 

 

Ergebnisse der Forstbetriebsgemeinschaften in der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale- Orla können sich sehen lassen

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale- Orla besteht nun ein reichliches halbes Jahr und es ist Zeit, erste Bilanzen zu ziehen.

Seit der Gründung ist die Fläche der Organisation von 5753 ha auf 5836 ha zum Stichtag 01.01.2007 angewachsen. Die Zahl der Mitglieder ist von 716 auf 725 angewachsen. Die sich damit errechnende Durchschnittsfläche  mit 8 ha je Mitglied  ergibt sich durch die Mitgliedschaft größerer Waldbesitzer, wie die beiden Städte Neustadt und Pößneck mit je über 250 ha. Die meisten Mitglieder haben Flächengrößen deutlich unter 5 ha , die sich noch auf mehrere verstreut liegende Flurstücke verteilen.

Der Holzverkauf als Hauptgeschäft der Forstbetriebsgemeinschaften konnte insgesamt um 5 % gegenüber 2005 gesteigert werden, wobei die Borkenkäferkalamität zu einigen zusätzlichen ungeplanten Nutzungen geführt hat. Insgesamt wurden 32.447 fm an die Holzindustrie vermarktet und weitere geschätzte 3000 fm als Brennholz im Eigenverbrauch genutzt. Es wurde damit ein Hiebssatz von 6fm/ha erreicht, der auch der Einhaltung der Nachhaltigkeit entspricht (Zuwachs ca. 8 fm/ha). Die Einnahmen der Waldbesitzer aus dem Holzverkauf über alle Baumarten und Sortimente haben sich im vergangenem Jahr auf grund der ab Herbst gestiegenen Holzpreise deutlich verbessert und lagen bei 41,75 € gegenüber 40,69 € in 2005.

Der hohe Anteil von Borkenkäferholz hat verhindert, dass sich die Erhöhung der Holzpreise noch deutlicher in den erzielten Erlösen niedergeschlagen hat.

Der Vorstand und die Mitglieder der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Saale- Orla in Ostthüringen haben sich seit der Gründung  an vier Versammlungen zu folgenden Themen verständigt:

1.     Einrichtung einer Sprechstunde im Büro der Geschäftsstelle jeweils Dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr

2.     Herausgabe eines Informationsblattes zum Thema Holzmobilisierung

3.     Beratung zu steuerrechtlichen Fragen für Forstbetriebsgemeinschaften gemeinsam mit der Treukontax

4.     Delegierungen zur Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes

5.     Verstärkung der Aufklärungsarbeit der Waldbesitzer zur Holzvermarktung

6.     Kontaktaufnahme zur Mitarbeitern des Thüringer Landtages mit dem Ziel, die Probleme der Waldbesitzer näher zu bringen

7.     Stand der Kartellrechtsklage und Schlussfolgerungen für die FV.

Waldbesitzer auf Spuren des Borkenkäfers

Bei wunderbarem Spätsommerwetter fand am 30.September für alle interessierten Waldbesitzer eine Exkursion im Revier Lemnitz statt. Eingeladen hatte die örtliche Forstbetriebsgemeinschaft „Lämmersgrund“ und das Forstamt Neustadt. Die trockenen sowie heißen Sommertage im Juni und Juli schwächten die Fichten erheblich und begünstigten damit eine Massenvermehrung des Borkenkäfers. Von Juni bis September gab es im Revier Lemnitz knapp 100 Befallsstellen mit rund 2200 Fm Stehendbefall. Durch Waldbesitzer, Waldarbeiter und ortsansässige Firmen wurden bis Ende September rund 1750 Fm Käferholz aufgearbeitet.

Vom Treffpunkt aus fuhren die Exkursionsteilnehmer in die Gemarkung Weltwitz. Dort hatte im Sommer der Borkenkäfer einen Fichtenaltholzbestand in größerem Umfang vernichtet. Innerhalb von 14 Tagen von der ersten Erkennung des Stehendbefalls bis zur Aufarbeitung durch den Harvester verzehnfachte sich die Schadholzmenge. Insgesamt wurden Anfang August auf dieser Fläche rund 150 Fm Käferholz aufgearbeitet. Eine gute Anbindung an das Waldwegenetz ermöglichte eine problemlose Aufarbeitung und Abfuhr des Käferholz an die weiterverarbeitende Holzindustrie. Hier wurde den Waldbesitzern noch einmal verdeutlicht, dass ein intaktes Waldwegenetz zur ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung unbedingt notwendig ist. Der von FBG „Lämmersgrund“ vor zwei Jahren neu gebaute Wegeabschnitt hat sich in dieser Situation für die anliegenden Waldbesitzer bewährt und so manch einer der Exkursionsteilnehmer wünschte sich eine ähnliche Anbindung seines Waldbesitzes.  Jeder einzelne Waldbesitzer kann seinen Anteil zum Erhalt des Weges beitragen, indem er „seine“ angrenzenden Gräben  unterhält, Äste oder Rindenreste vom Weg räumt oder dem Weg genügend Kronenfreiraum gewährt, damit der Weg nach Regen oder Schneeschmelze schneller abtrocknen kann.

Durch den örtlichen Revierleiter Herrn Engler wurde darauf hingewiesen, dass solche Käfernester auch im Nachgang auf neuen Stehendbefall kontrolliert werden müssen.  Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist mit weiteren  Borkenkäferbäumen zu rechnen.

Es wurde jedem vom Borkenkäfer betroffenen Waldbesitzer empfohlen, im Februar/März Fangbäume zu legen. Diese sollen im Frühjahr den Borkenkäfer, welcher meistens im Boden überwintert, anlocken, müssen aber dann bei Befall bis Ende Mai entrindet bzw. aus dem Wald geschafft werden.

Spätestens nach 2 Jahren müssen die größeren Käferlöcher, sofern keine Naturverjüngung vorhanden ist,  wieder aufgeforstet werden. Die Nutzung von Fördermitteln zur Wiederaufforstung mit Laubholz ist möglich. Jedoch muss jedem Waldbesitzer bewusst sein, dass nach 5 Jahren eine Erfolgskontrolle der geförderten Maßnahme durchgeführt wird.

Anschließend konnte man bei einem Freibier in gemütlicher Runde noch verschiedene Fragen zu Holzpreisen, Bestandespflegen oder anderen Fragen zur Waldbewirtschaftung  an den Förster stellen oder seine Erfahrungen mit anderen Waldbesitzern austauschen.

Jens Engler

Bild 1: „ Wege müssen fest und genügend Lichtraum aufweisen, damit das eingeschlagene Holz ganzjährig mit Lkw abgefahren werden kann.“                                                                                                                                           Bild 2: „Einsatz der Firma Weber bei der Aufarbeitung von Käfernestern im Revier Lemnitz.“

    

 

Gerd Günther ist neues Mitglied des Waldbesitzerverbandes Thüringen

Der Vorsitzende der FBG Dürrbachgrund Gerd Günther  wurde in den Vorstand des Waldbesitzerverbandes Thüringens gewählt.

Die Wahl erfolgte in der Mitgliederversammlung des WBV in Tambach- Dietharz am 09.September 2006. Damit sind wir nun auch maßgeblich in der Interessenvertretung der Thüringer Waldbesitzer beteiligt.

Probleme, Anfragen, Hinweise an den Waldbesitzerverband und Gerd Günther können im Büro der Geschäftsstelle der Forstwirtschaftlichen Vereinigung hinterlassen werden.

Waldbegang 10 Jahre nach Wiederaufforstungsprogramm rund um die einstige SZM

Auf Einladung des Ehrenvorsitzenden der FBG "Dürrbachgrund" Jochen Rößig und des Forstamtes Neustadt unternahmen zahlreiche Waldbesitzer und Forstleute am Mittwoch       den 4. Oktober 2006 einen Waldbegang rund um die ehemalige Schweinemastanlage S110. Ziel der Veranstaltung war es, die Ergebnisse der vor 10 Jahren abgeschlossenen Wiederaufforstungen der insgesamt 500 ha total geschädigten Waldbestände um die Schweinemastanlage zu begutachten. Von dem positiven Ergebnis konnten sich eine Reihe besonderer Gäste wie die Forstleute aus dem Referat Forstpolitik des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umweltschutz unter Leitung von Karl-Heinz Müller, die ehemaligen Forstamtsleiter des Forstamtes Neustadt Herr Lothar Burghoff und Herr Pier Pernutz oder der ehemalige Landrat Herr Walter Peter überzeugen. Die FBG "Dürrbachgrund" hatte sich 1992 als erste in Ostthüringen gegründet und bis 1995 rund 500 ha aufgeforstet. Allein zwischen 1993 und 1995 wurden mehr als 1 Millionen Pflanzen der Baumarten Fichte, Eiche, Buche, Erle, Ahorn, Douglasie, Kiefer, Weißtanne, Esche und Lärche in den Boden gebracht. Entstanden sind aus diesem Kraftakt vor 10 Jahren attraktive Waldbilder die sich sehen lassen können. Aber auch zukünftig gibt es viel Arbeit für die Privatwaldbesitzer und Forstleute, denn die inzwischen zu Dickungen herangewachsenen Kulturen müssen in den nächsten Jahren fachgerecht und kräftig durchforstet werden. Die weitere Unterstützung der Forstverwaltung durch das Fachpersonal insbesondere die Revierförster und die Bereitstellung von Fördermitteln sicherte trotz enger begrenzter Finanzmittel Herr Karl-Heinz Müller zu.

   U. Thrum

Exkursion der Forstbetriebsgemeinschaft in das Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“

 Für den 23.September 2006 hatte die FBG Dürrbachgrund zu einer Exkursion in das Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“ eingeladen. Leider nur 35 Mitglieder und Gäste waren trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit der Einladung gefolgt. So war es aber eine sehr interessierte Gruppe, die sich bei bester Betreuung der Firma „Schumann- Reisen“  am Sonnabend vor Sonnenaufgang in Richtung Dessau bewegte. Dort bei schönstem Sonnenschein wurden wir im Auewald- und Überflutungsgebiet um Dessau , in der sogenannten „Mulde- Aue“ vom Revierleiter Reiner Heide begrüßt. In einem ca. 1,5 stündigen Rundgang führte er uns die Problematik der jährlichen Hochwasser und der damit verbundenen Schwierigkeiten der Naturverjüngungen vor. Einen ungewohnten aber herrlichen Anblick  boten  die  300-jährigen Eichenhorste in der Aue und die alten Baumriesen, die z.T. schon als Totholz neuem Leben Nahrung geben. Auch für uns war die Behandlung der Edellaubholz- und Eichenaufforstungen eine wichtige Information, denn zukünftig wachsen aus den Aufforstungsgebieten der ehemaligen SZM und den Erstaufforstungen viele Kulturen in das Pflegealter ein.

Nach dem Mittag in Vockerode, nur 10 min von der Elbe entfernt, ging es weiter ins Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“. Im Informationszentrum befand sich neben einem alten Bauerngarten auch eine sehr interessante Präsentation über das Gebiet, seine Fauna und Flora. Für Kinder und Erwachsene ist es ein wahrer Fundus an Rate- und Schätzspielen mit einem hohen Bildungsgehalt, Anregungen und  Informationen.

Der Besuch der Biberburg mit Einblick in das Familienleben einer Biberfamilie bildete den krönenden Abschluss im Biospärenreservat.

Nach kurzer Fahrt gab es in Oranienbaum noch Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit Schloss, Park und Ausstellung alter  Kutschen und Gefährte zu besichtigen.

Dieser Tag fand seinen gelungenen Abschluss beim Grillabend in Oberpöllnitz, bei dem sogar das Tanzbein geschwungen werden könnte.

Alle Teilnehmer waren sich einig., dass es eine sehr schöne, informative Veranstaltung war und sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Dank dem Organisator, Herrn Revierleiter Erich Kreisel für die gute Vorbereitung verbunden mit dem Wunsch an alle Mitglieder der FBG, das Exkursionsangebot im kommenden Jahr anzunehmen .

                                                                              Ein Blick über den Tellerrand lohnt                                             immer.                             

R. Leber

 

Sprechzeiten in der Geschäftsstelle

Auf der Vorstandssitzung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung am 6. September wurde von den Vertretern der Forstbetriebsgemeinschaften festgelegt, dass ab sofort an jedem              1. Dienstag des Monats in der Zeit von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr Sprechzeiten in den Geschäftsräumen der FWV in Neustadt, Karl-Liebknechtstr. 2 abgehalten werden. Damit wird den FBG-Mitgliedern eine zusätzliche Möglichkeit der Beratung angeboten. In der Regel wird die Geschäftsführerin Frau Drewis den Waldbesitzern für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen. Da grundsätzlich auch das Forstamt an jeden Dienstag in dieser Zeit für die Waldbesitzer Sprechzeiten anbietet, sind die Sprechzeiten der FWV eine Ergänzung des bereits bestehenden Angebotes der Forstverwaltung.

U.T.

Kirchgemeindefest der beiden Pfarrämter Wernburg u. Gössitz  in der Superintendentur Schleiz/SOK unter der Überschrift „Mein Freund der Baum“

Am 16.Juli 2006  feierten wir unser gemeinsames, jährlich stattfindendes, Kirchgemeindefest, diesmal wieder in Gössitz.

Als diesjähriges Thema wurde festgelegt: „Mein Freund der Baum“ .

Auch aus der Bibel kennen wir viele Hinweise und Textstellen, die sich auf den Baum / die Bäume beziehen. Selbstverständlich wurden in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche Lieder aus unserem Kirchengesangbuch zu diesem Thema zum Lobe Gottes gesungen.

Aus dem Forstamt Neustadt konnten wir den für unsere Gemarkung zuständigen Revierförster, Herrn Thrum als Referenten zum Thema Wald gewinnen. Er hat  anschaulich und sehr  interessant für jung und alt den ungezählten Besuchern  aus 12 Kirchgemeinden  dieser beiden Pfarreien dieses doch recht komplexe Thema bildhaft dargestellt. Ein Novum  für Herrn Thrum war, wie er eingangs erwähnte, nicht anlässlich einer Waldbesitzerversammlung zum Thema zu  sprechen, sondern in einer Kirche.

Unter anderem  erhielten die aufmerksamen Zuhörer umfangreiche Informationen zur Forstgeschichte, deren Anfängen im 18. Jahrhundert, den landeskulturellen Wirkungen des Waldes, zum Klimaschutz, zur Verpflichtung des Waldbesitzers, seinen Besitz zu bewirtschaften  und  zu pflegen , um nur einige zu nennen. Wobei der Begriff „Nachhaltigkeit“ in diesem  Zusammenhang  geeignet schien, die Verantwortung aller für die nachfolgende Generation  konsequenter ins Blickfeld  zu rücken.

An dieser Stelle wollen wir den Revierförster, Herrn Uwe Thrum vom Forstamt Neustadt sehr danken , dass er geholfen hat, unser Kirchgemeindefest an diesem Sonntagnachmittag zu bereichern. Ebenso gilt unser Dank auch den Forstwirten, Herr Minner, Heiko u, Herrn Roy, Wolfgang für deren Mitwirkung. So konnten wir uns überzeugen, wie aus Holzkloben mittels filigraner Arbeit mit der Motorkettensäge Gegenstände künstlerisch gestaltet werden. Der Gössitzer Organist und Kirchenälteste, Herr Frowald Schmidt, pflanzte an diesem Tag im Pfarrgarten auch eine Eberesche. Dazu passend haben wir gemeinsam das Lied vom „Vogelbeerbaum“ gesungen.

Ein gelungenes Kirchgemeindefest bei sommerlichen Temperaturen wird bei vielen in guter Erinnerung bleiben und konnte hoffentlich mit dazu beitragen, die große Bedeutung des Waldes ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Gerhard Schröder

Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen gegründet

Wie geplant und an vielen Abenden der letzten 12 Monate vorbereitet wurde die Forstwirtschaftliche Vereinigung Saale-Orla in Ostthüringen am 19. Mai 2006 in Dreba im Beisein von ca. 60 FBG-Mitgliedern und Gästen gegründet. Als besondere Gäste konnten die Landtagsabgeordneten G. Schugens und D. Künast, der Staatssekretär Prof. Dr. Chr. Juckenack, weitere Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz u. Umwelt der Inspektionsleiter für Privatwald Oberforstrat P. Pernutz und die Vertreterin des Referates Forstpolitik G. Resch, der stellv. Landrat u. 1. Beigeordnete S. Schmieder, der Vors. des Waldbesitzerverbandes Thüringen J. Göhring, der Vors. des Bauernverbandes im Saale-Orla Kreis H. Gumbert, zahlreiche Bürgermeister und Angehörige der Forstverwaltung begrüßt werden. In zahlreichen Wortbeiträgen wurde die Bedeutung dieses zukunftsweisenden Schrittes für die Privatwaldeigentümer gewürdigt. Am Ende der von Uwe Thrum geleiteten Veranstaltung übergab Prof. Juckenack die Anerkennungsurkunde an den frisch gewählten Vorsitzenden der FWV Prof. Dr. Martin Heinze.

Forstbetriebsgemeinschaft aus Fulda das zweite mal zu Besuch im Forstamt Neustadt

Mit 130 Waldbesitzern in 3 Bussen besuchten am 9. Mai 2006 bei strahlenden Sonnenschein erneut eine Forstbetriebsgemeinschaft aus Fulda das Forstamt Neustadt. Als Exkursionspunkte wurde den Gästen unter anderem das Plothener Teichgebiet und die Probleme rund um die ehemalige S110 vorgeführt. Zu Mittag wurden dann die FBG-mitglieder von der Forstamtsbesatzung mit Gulaschsuppe und Thüringer Rostbratwurst auf dem Rittergut in Knau bewirtet. Den Abschluß bildete eine 1,5- stündige Schifffahrt auf dem Hohenwartestauseee. Begleitet wurden die Gäste während des ganzen Tages von der FA-leiterin Frau Leber, einigen Revierförstern, den FBG-vorsitzenden Herrn Schmutzler und Herrn Nicklas und den Jagdhorbläsern des Forstamtes Neustadt, die unter anderem auf dem Schiff für Unterhaltung sorgten.                                                                             

U.T.

Waldbewirtschaftung nicht nur Selbstzweck der Waldeigentümer

Trotz des nasskalten Wetters, trafen sich am 29. April 2006 rund 25 Waldeigentümer zu einer vom Forstamt Neustadt und der Forstbetriebsgemeinschaft „Dürrbachgrund“ organisierten Informationsveranstaltung zum Thema „Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Einsatzes einheimischen Holzes“.

Wie der Revierförster Uwe Thrum in seinen einleitenden Worten ausführte, war das Ziel der Veranstaltung, die Waldeigentümer anzuregen das im eigenen Wald geerntete Rohholz stärker für das eigene Wohngrundstück oder für die eigene Wohnung  zu nutzen.

Bei dem Verkauf des im Wald geernteten Rohholzes sind die Waldbesitzer schon seit Jahren mit einigen unbefriedigten Tatsachen konfrontiert. Während Fichtenrohholz im Durchmesserbereich zwischen 15 cm bis 40 cm durch die großen Sägewerksbetriebe wie Klausner und Rettenmeier relativ gut bezahlt wird, erhalten Waldbesitzer für qualitativ hochwertiges Holz im Starkholzbereich auf Grund zu geringer Nachfrage zu wenig Geld. Noch prekärer ist die Situation im Schwachholzbereich, wo oft nur Erlöse in Höhe der Aufarbeitungskosten fließen.

Was liegt also näher, als das in der Waldbewirtschaftung anfallende qualitativ hochwertige Starkholz verstärkt als Bauholz auf dem eigenen Wohngrundstück zu verwenden und die Rest- und Dünnhölzer zum Beispiel in einer modernen Holzheizung zu verwerten, um sich damit viel Geld zu sparen, zumal die Energiepreise für fossile Energieträger wie Öl und Gas gegenwärtig rasant ansteigen.

Diese Alternativen der Rohholzverwertung im eigenen Wohnbereich hat dazu noch einen positiven Nebeneffekt. Während das an die großen Sägewerke verkaufte Rohholz vorwiegend als Schnittholz ins Ausland exportiert wird und ein Großteil der Wertschöpfung dort vorgenommen wird, aktiviert das vor Ort verarbeitete Holz Beschäftigung für kleine Sägewerke und das Holz verarbeitende Handwerk. Ortsansässige Zimmerleute, Tischler, Heizungsbauer, Besitzer kleiner Sägerwerke und viele andere profitieren vom verstärkten Einsatz des Rohholzes, dort wo es geerntet wird. Somit bekommt die Waldbewirtschaftung eine noch stärkere soziale Komponente und ist damit nicht nur Selbstzweck der Waldeigentümer. Der Sozialpflichtigkeit des Waldeigentum werden ihre Besitzer ohnehin am ehesten gerecht durch seine kontinuierliche Bewirtschaftung. Unter diesen Blickwinkel sind auch die Entwicklungen in den Forstbetriebsgemeinschaften genauso wie hohe Eigeninitiative der Waldbesitzer zu begrüßen.

An dem Samstagvormittag hatten die Veranstaltungsteilnehmer in Seebach, dem Sitz der Revierförsterei Gössitz, die Möglichkeit eine große Anzahl von Möglichkeiten des Holzeinsatzes im privaten Haus- und Grundstücksbereich zu begutachten und sich Anregungen zu holen. Der Ausbau eines Wohnhauses in massiver Holzkonstruktion, rustikaler Carbortbau, Terrassenbau, die Verwendung von Holz im Türen- und Fensterbau, der Bau von rustikalen Gartenholzmöbeln und vieles mehr wurde von den Fachleuten Dipl.-Ing.(FH) Michael Sprigade vom Planungsbüro Sprigade und dem Zimmerermeister Ralf Seidel vorgeführt. Der Heizungsbauer Detlef Wirth erklärte die Wirkungsweise der von ihm installierte moderne Holzvergaserheizung und erläuterte eine Reihe von anderen Alternativen im Heizungsbau unter Einsatz des Energieträgers Holz. Der Besitzer eines mobilen Sägewerkes und Forstbetriebsgemeinschaftsvorsitzende Ing. Gerd Günter zeigte welche Kostbarkeiten in manchen Holzstämmen verborgen sind und was man daraus alles herstellen kann. Auch solche Themen wie der Einsatz tropischer Hölzer und deshalb notwendiger Zertifizierung, die Notwendigkeit des konstruktiven Holzschutzes und die Vermeidung unnötiger Imprägnierungen und Anstriche, der Verwendung welcher Baumart für welchen Einsatz, der richtige Erntezeitpunkt des Holzes und vieles mehr, wurde mit Interesse von den Waldeigentümern verfolgt.

 Uwe Thrum

Unternehmertag in Knau

Am 31. März 2006 trafen sich die Forstwirtschaftlichen Lohnunternehmer des Forstamtsbereiches Neustadt zur diesjährigen Beratung auf Einladung der Forstamtsleitung. Die Forstamtsleiterin Frau Oberforsträtin Leber informierte die Anwesenden über die gegenwärtige forstpolitische Entwicklung, die Veränderungen seit der Forstamtsstruktur, die Entwicklung der forstlichen Zusammenschlüssen und eine Reihe weiterer wichtiger Themen die für die Forstdienstleister von Interesse waren. Auch die beiden neuen Revierförster Jens Engler und Torsten Veckenstädt wurde den Forstwirten vorgestellt. Weitere Vorträge über die der FBG, den Einsatz von GPS in Forstmaschinen und die Vorstellung neuer Forsttechnik rundeten die Veranstaltung ab.

  Uwe Thrum

Gründung einer Forstwirtschaftlicher Vereinigung

war das Thema eines Spitzengespräches der Vorsitzenden der FBG des Forstamtbereiches Neustadt mit den Vertretern des Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Herrn Karl-Heinz Müller und Frau Resch.

Anlass der Gründung der FWV ist es, die nun schon seit über zwei Jahren funktionierende Geschäftsstelle der Forstbetriebsgemeinschaften unter dem Dach einer FWV auf "sichere Füße" zustellen um die Förderung und damit Finanzierung aufrecht zu erhalten.

Die meisten Probleme und zum Teil auch kritische Fragen und Befürchtungen konnten mit den Vertretern des Ministeriums  meist geklärt werden, so dass der Gründung der Vereinigung im Frühjahr nichts mehr im Wege steht. (siehe auch Beitrag "Forstbetriebsgemeinschaften des Saale-Orla-Kreises gehen neue Wege der Zusammenarbeit")

Uwe Thrum

Auf die Palisaden 

 und viele andere Produkte des Holz- und Imprägnierwerkes Auma GmbH konnten 65 Waldbesitzer nicht nur schauen, sondern auch viel über die Geschichte der Holzverarbeitung in Auma erfahren.

Eingeladen hatten das Forstamt Neustadt und die Vorstände der Forstbetriebsgemeinschaften zu einer Informationsveranstaltung zur Dünnholzverarbeitung nach Auma am Samstag den 21. Januar 2006.

Die Führung durch den Betrieb wurde trotz der niedrigen Temperaturen von der Firmenleitung sehr informativ gestaltet. Erläutert wurden die Anforderungen an das Rohholz, die Bearbeitungsschritte von der Anlieferung bis zum Kesseldruckimprägnieren und die Vielzahl der möglichen Produkte (Palisaden, Profilhölzer, Pfähle, Zäune, Gartentore u.V.m.)

So sahen viele Waldbesitzer erstmalig mit großem Interesse, was aus den von ihnen bereitgestellten Stangen und Industrieholz alles hergestellt wird.

Der Werksverkauf bietet sogar die Möglichkeit, das gelieferte Holz in neuer Form wieder mit nach Hause zu nehmen.

Wir möchten uns im Namen aller Beteiligten recht herzlich für die Organisation und Durchführung bedanken.

Gerald Schmidt

Forstbetriebsgemeinschaften des Saale-Orla-Kreises  gehen neue Wege der Zusammenarbeit

Am 13. Oktober 2005 fanden sich die Vorstände der Forstbetriebsgemeinschaften des Forstamtsbereiches Neustadt zusammen und beschlossen die bereits praktizierte kooperative Zusammenarbeit auf rechtlich sichere Füße zu stellen. Grundlage dafür bildet der § 37  des Bundeswaldgesetzes der die Bildung von Forstwirtschaftlichen Vereinigungen regelt. Unter dem Dach einer Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Ostthüringen“ soll mit Hilfe von staatlicher Förderung die schon jetzt funktionierende und erfolgreich arbeitende Geschäftstelle der Forstbetriebsgemeinschaften langfristig finanziell sichergestellt bleiben, ohne dass die Mitgliedsbeiträge in den Zusammenschlüssen erhöht werden müssen. Der große Vorteil der Forstlichen Vereinigung ist die Erhaltung der Selbstständigkeit der einzelnen Forstbetriebsgemeinschaften und die Erhaltung des Zugriffs der Privatwaldbesitzer auf ihr Waldeigentum. Damit entscheiden auch zukünftig die in Forstbetriebsgemeinschaften organisierten Privatwaldbesitzer, was in ihren Wäldern geschieht und bestimmen selbst, wer in ihren Waldflächen arbeitet. Die Vorteile die mit einer FBG- mitgliedschaft verbunden ist spüren bereits jetzt viele der organisierten Waldbesitzer, denn die forstlichen Dienstleistungsunternehmen unterstützen fast ausnahmslos die Entwicklung dieser Gemeinschaften und räumen deren Mitgliedern großzügige Rabatte auf ihre Angebotspreise ein.

Bereitschaft zur Mitarbeit im Vorstand der zu gründenden Forstwirtschaftlichen Vereinigung „Ostthüringen“ hat bereits das prominente Vorstandsmitglied der FBG „Dürrbachgrund“ Herr Prof. Dr. Martin Heinze signalisiert, der selbst Privatwaldeigentümer ist.

Insgesamt bedeutet die positive Entwicklung der forstlichen Zusammenschlüsse im Saale-Orla-Kreis nicht nur zahlreiche Vorteile für den Wald und seine Eigentümer, sondern aktiviert auch das große Beschäftigungspotential des Waldes, sichert also Arbeitsplätze. Besonders deshalb verwundert es die Vorstandsmitglieder der FBG, dass dieser Entwicklung der forstlichen Zusammenschlüsse so wenig Beachtung unter den Lokalpolitikern geschenkt wird.

 Uwe Thrum

Forstbetriebsgemeinschaft Neuhof aus Hessen am 9.9.2005 zu Besuch im Forstamt Neustadt

Die Forstbetriebsgemeinschaft Neuhof, ein Zusammenschluß der Privat- und Kommunalwaldbesitzern von Flieden, Neuhof und Kalbach, besuchten auf Einladung des Forstamtes Neustadt die Reviere Knau und Gössitz. Die mit zwei Bussen angereisten 82 Privatwaldbesitzer verfolgten aufmerksam die Ausführungen der Amtsleiterin Frau Roswitha Leber zu Strukturen und Abläufen in der Privatwaldbetreuung, die sich im wesentlichen nicht stark von denen in Hessen unterscheiden. Die FBG Neuhof hat einen beachtliche Organisationsgrad von immerhin 95%. Den 82 Privatwaldbesitzern aus Hessen wurden vom Forstamtsteam und den Vorsitzenden Gerd Günther die umfangreichen Rekultivierungsmaßnahmen um die ehemalige S110 vorgestellt. Nach einem umfangreichen Erfahrungsaustausch beim Mittagessen in Dreba fuhren sie anschließend zum Aussichtspunkt Mooshäuschen nach Wilhelmsdorf und bekamen einen kurzen Einblick in die schwierigen Bewirtschaftungsverhältnisse der Steilhänge an der Saale. Beim Abschied am Nachmittag äußerte der Geschäftsführer der FBG Neuhof Herr Rümann den Wunsch mit weiteren FBG das Forstamt Neustadt besuchen zu dürfen und so wurden nach unserer Zusage gleich drei Busse für den Mai 2006 angekündigt. Sicher wird dieser Erfahrungsaustausch keine Einbahnstraße.

Uwe Thrum

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